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Zucker und die Gefahr von Typ-2-Diabetes

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Zucker und die Gefahr von Typ-2-Diabetes

Ohne Zucker streikt unser Körper. Denn Zucker ist wichtiger Energielieferant, und jede einzelne Zelle unseres Körpers braucht Energie, um zu funktionieren.

Der Weg vom Darm in die Zelle

Nehmen wir zuckerhaltige Lebensmittel zu uns, wird der Zucker im Darm aus der Nahrung gefiltert und ins Blut aufgenommen. Der Blutzuckerspiegel steigt. Das alarmiert unsere Bauchspeicheldrüse, die sofort damit beginnt, Insulin auszuschütten. Denn dieses Hormon ist notwendig, damit unsere Zellen den Zucker aus dem Blut auch verwerten können. Dank des Insulins nehmen die Zellen den Zucker auf und wandeln ihn in Energie um. Der Blutzuckerspiegel sinkt wieder.

Was ist Typ-2-Diabetes?

Diabetes mellitus Typ 2 ist eine chronische Erkrankung des Zuckerstoffwechsels, bei der das Insulin nicht mehr ausreichend wirkt. Rund 90 % aller Zuckerkranken leiden an dieser Diabetesform.
Die Krankheit bricht als Folge eines dauerhaft ungesunden Lebenswandels mit wenig Bewegung und fettreicher, zuckerhaltiger Ernährung aus. Der Körper entwickelt eine zunehmende Unempfindlichkeit gegenüber Insulin: Die Bauchspeicheldrüse produziert zwar ausreichend, die Zellen reagieren aber nicht mehr darauf. Sie nehmen den Zucker nicht mehr so gut auf.

Anfangs gelingt es der Bauchspeicheldrüse noch, diese zunehmende Insulinresistenz der Zellen auszugleichen, indem sie mehr Insulin produziert. Dieser Anstrengung ist sie aber auf Dauer nicht gewachsen, die Insulinproduktion nimmt nach und nach ab und der Blutzuckerspiegel steigt stetig an.

Zuckermessgerät

Was begünstigt Typ-2-Diabetes?

Nachdem Typ-2-Diabetes meist erst im höheren Lebensalter auftritt, wird sie häufig auch als Altersdiabetes bezeichnet. Experten schlagen allerdings schon länger Alarm, weil die sogenannte Altersdiabetes immer öfter bei immer jüngeren Menschen diagnostiziert wird. Denn Risikofaktoren sind neben höherem Alter und genetischer Disposition vor allem auch Übergewicht, Bewegungsmangel und eine fettreiche und ballaststoffarme Ernährung. Erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck, Rauchen und bestimmte Medikamente zählen ebenso dazu.

Diagnose

Aufgrund anfangs unspezifischer Symptome, wie Müdigkeit oder Unwohlsein, bleibt Typ-2-Diabetes oft über Jahre unerkannt. In späterem Stadium kommen starker Durst, häufiges Urinieren, Übelkeit, Schwindel, unscharfes Sehen, erhöhte Infektanfälligkeit, trockene Haut oder auch schlechte Wundheilung hinzu. Mehrere einfache Messungen des Blutzuckerwertes an verschiedenen Tagen bzw. zu verschiedenen Tageszeiten liefern eine eindeutige Diagnose.

Was tun?

Das wichtigste Gegenmittel ist ein gesunder Lebensstil: ausreichend Bewegung, eine ausgewogene, auf Diabetes abgestimmte Ernährung, Reduktion von Übergewicht sowie ein weitgehender Verzicht auf Tabak und Alkohol.
Abhängig von der persönlichen Lebenssituation und dem allgemeinen Gesundheitszustand entwickelt die behandelnde Ärztin gemeinsam mit dem Patienten einen persönlichen Therapieplan mit realistischen Etappenzielen zur dauerhaften Senkung des Blutzuckerwertes.
Je nach Erkrankungsgrad kann der zusätzliche Einsatz von Medikamenten notwendig sein. Ist die Erkrankung bereits so weit fortgeschritten, dass die Bauchspeicheldrüse zu wenig Insulin produziert, kann auch eine Insulintherapie verordnet werden.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen gewährleisten, dass eine wirksame Behandlung erfolgt und Folgeerkrankungen verhindert bzw. früh erkannt werden.

Je früher Typ-2-Diabetes erkannt wird, umso besser! Bei rechtzeitiger Umstellung des Lebensstils kann die Insulinresistenz in vielen Fällen sogar wieder vollständig zurückgedrängt werden.

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Header-Artikel: Mann hält sich seinen schmerzenden Hintern.

Hämorrhoidalleiden: Häufigkeit, Ursachen und Behandlung

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Hämorrhoidalleiden: Häufigkeit, Ursachen und Behandlung

Jeder von uns hat Hämorrhoiden. Das ist jenes Geflecht aus Arterien und Venen, das gemeinsam mit den Schließmuskeln den Darmausgang abdichtet.
Wenn wir landläufig von Hämorrhoiden sprechen, meinen wir damit allerdings nicht den eigentlich unauffälligen Schwellkörper, sondern Hämorrhoidalleiden: angeschwollene, vergrößerte Hämorrhoiden, die zu Beschwerden beim Stuhlgang führen.

Hämorrhoidalleiden treten in unserer Gesellschaft sehr häufig auf. Man kann davon ausgehen, dass bis zu drei Viertel der Bevölkerung zu einem Zeitpunkt ihres Lebens davon betroffen sind.
Die Ursachen dafür sind nicht restlos geklärt, im Allgemeinen werden aber ballaststoffarme Ernährung und zu starkes Pressen beim Stuhlgang damit in Verbindung gebracht. Das häufige Auftreten von Verstopfungen oder Durchfall, mangelnde Bewegung, eine überwiegend sitzende Lebensweise und Übergewicht begünstigen die Entstehung von Hämorrhoidalleiden. Mit steigendem Alter erhöht sich die Wahrscheinlichkeit der Erweiterung der Hämorrhoidalgefäße.

Ärger auf der Kehrseite

Zu den ersten Anzeichen von Hämorrhoidalleiden zählen unangenehmer Juckreiz, anales Nässen oder leichtes Brennen beim Stuhlgang. In späterer Folge klagen Betroffene häufig über ein Fremdkörpergefühl im Analbereich, das auch das Sitzen zunehmend unangenehmer macht.

Hämorrhoidalleiden sind die häufigste Ursache für Blut im Stuhl.
Platzen sie auf, kann das Eindringen von Bakterien und anderen Erregern zu Entzündungen führen.

Medizinisch gesehen werden Hämorrhoiden nach vier Stufen klassifiziert. Erst ab der zweiten Stufe treten die Gefäßknoten beim Stuhlgang nach außen, ziehen sich aber, sobald der Druck im Bauchraum nachlässt, wieder in den Anus zurück. Bei Hämorrhoiden des dritten Grades ziehen sich die Knoten nicht mehr von allein zurück. Es ist jedoch möglich, sie manuell in den Analkanal zurückzudrängen. Neben den bereits genannten Beschwerden berichten Patienten ab diesem Stadium häufig von einem Fremdkörpergefühl.
Grad 4 ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die Hämorrhoiden nicht mehr zurückschieben lassen und permanent auf der Afteröffnung liegen. Oft stülpt sich dabei auch die Schleimhaut des Afterkanals heraus, man spricht von einem Analprolaps. In diesem Stadium sind Schmerzen nicht ungewöhnlich, es kann zudem zu einer Reihe weiterer Beschwerden kommen, z.B. generellen Schwierigkeiten bei der Darmentleerung. Die Folge sind erfolglose Stuhlgänge.

Erste Anzeichen?

Mit ballaststoffreicher Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr von täglich mindestens zwei Litern sorgt man dafür, dass der Stuhl nicht zu hart wird. Viel Bewegung bringt den Darm zusätzlich in Schwung.
Wichtig ist auch sorgsame Hygiene im Analbereich. Dieser sollte nach jedem Stuhlgang vorsichtig, aber gründlich gesäubert werden, zum Beispiel mit sanften Reinigungstüchern. Die Anwendung spezieller Cremen und Salben beeinflusst zwar den Krankheitsverlauf nicht, lindert aber Schmerzen, Jucken und Brennen. Leichte Hämorrhoidalleiden sollten sich innerhalb von ein bis zwei Wochen spürbar bessern. Spätestens nach vier Wochen bzw. bei stetiger Verschlechterung sollte man aber jedenfalls ärztlichen Rat einholen.

Medizinische Behandlung

Hämorrhoidalleiden bis Grad 2 lassen sich meist relativ einfach behandeln. Eine typische Methode ist die sogenannte Gummibandligatur, bei der die Knoten abgeklemmt werden. Dadurch wird das Gewebe nicht mehr mit Blut versorgt, und Knoten samt Gummiband fallen nach einigen Tagen ab.
Alternativ können die Gefäße mittels einer Spritze verödet werden.

Leider führt die Tabuisierung der Krankheit dazu, dass Betroffene oft erst dann medizinische Hilfe suchen, wenn Operationen unter Narkose die einzige Lösung für schwerwiegende Beschwerden sind.
Daher gilt: Frühzeitiger ärztlicher Rat bei Hämorrhoidalleiden ist ratsam, da Diagnose und Therapie in frühen Stadien unkompliziert sind.

Wichtig:
Nicht stressen lassen! Und das nicht nur beim Toilettengang! Denn Alltagsstress und ein ungesunder Lebensstil begünstigen Hämorrhoiden.

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Buntes Obst gut fürs Hirn?

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Buntes Obst gut fürs Hirn?

Nach den Ergebnissen einer neuen Studie kann farbenfrohes Obst den kognitiven Abbau langfristig vermindern.

Forschende der Harvard University gelangten zu einer neuen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnis anhand einer groß angelegten Langzeitstudie. Das Risiko des geistigen Abbaus kann um bis zu 20 % verringert werden, wenn täglich mindestens eine halbe Portion Lebensmittel mit hohem Gehalt an Flavonoiden konsumiert wird. Aber kann das so einfach sein?

Bunt, bunter – Flavonoide

Flavonoide sind antioxidative Pflanzenfarbstoffe. Ihnen werden zellschützende Eigenschaften zugeschrieben und verleihen Pflanzen ihre Farbe. Ein Mangel an Antioxidantien spielt vermutlich beim Abbau der Gedächtnisleistung eine Rolle.

Es gibt verschiedene Arten der Flavonoide. Die größte Schutzwirkung wird, laut Studie, den Flavonen – gelbe Pflanzenfarbstoffe – und den Anthozyanen – dunkle Farbstoffe der Pflanzen – zugeschrieben.

Über einen Zeitraum von 20 Jahren wurden in der Studie rund 50.000 Frauen und 30.000 Männer im Durchschnittsalter von 50 Jahren untersucht. Die Teilnehmenden füllten mehrere Fragebögen aus und machten Angaben, wie oft die entsprechenden Lebensmittel konsumiert wurden. Der Flavonoidgehalt jedes protokollierten Lebensmittels wurde mit dessen Konsumhäufigkeit aufgerechnet. So konnte die Gesamtaufnahme der verschiedenen Flavonoidarten erfasst werden. Erdbeeren enthalten nämlich ca. 180 Milligramm Flavonoide pro 100 Gramm und Äpfel im Vergleich „nur“ 113 Milligramm auf die gleiche Menge. Die höchsten Flavonoidaufnahmen in der untersuchten Studiengruppe betrugen im Schnitt etwa 600 Milligramm pro Tag. Personen mit den niedrigsten Flavonoidaufnahmen konsumierten durchschnittlich nur 150 Milligramm täglich.

Eine Frau ist im Supermarkt und legt ein paar Bananen in ihren Einkaufskorb.

Probanden, die mehr Flavonoide aufnahmen, wiesen – unter Berücksichtigung von Altersfaktoren und Gesamtkalorienzufuhr – ein geringeres Risiko auf geistig abzubauen. Die Gruppe mit der höchsten Flavonoidaufnahme hatte ein gesenktes Risiko von 20 % im Vergleich mit den Menschen der niedrigsten Konsumgruppe. Eingeschränkt wird das Forschungsergebnis lediglich von der Studienmethode, die auf Selbstauskünften der Teilnehmenden beruht.
Die Forschenden nahmen auch einzelne Flavonoide genauer unter die Lupe. Flavone, die in einigen Gewürzen und gelbem oder orangefarbenem Obst und Gemüse vorkommen, hattendiestärkstenschützenden Eigenschaften und wurden mit einer 38-prozentigen Verringerung des Risikos des kognitiven Verfalls in Verbindung gebracht. Anthozyane, die in Heidelbeeren, Brombeeren und Kirschen ent- halten sind, wurden mit einem um 24 Prozent verringerten Risiko für kognitiven Verfall in Verbindung gebracht.

Probanden, die mehr Flavonoide aufnahmen, wiesen – unter Berücksichtigung von Altersfaktoren und Gesamtkalorienzufuhr – ein geringeres Risiko auf geistig abzubauen. Die Gruppe mit der höchsten Flavonoidaufnahme hatte ein gesenktes Risiko von 20 % im Vergleich mit den Menschen der niedrigsten Konsumgruppe. Eingeschränkt wird das Forschungsergebnis lediglich von der Studienmethode, die auf Selbstauskünften der Teilnehmenden beruht.
Die Forschenden nahmen auch einzelne Flavonoide genauer unter die Lupe. Flavone, die in einigen Gewürzen und gelbem oder orangefarbenem Obst und Gemüse vorkommen, hatten die stärksten schützenden Eigenschaften und wurden mit einer 38-pro- zentigen Verringerung des Risikos des kognitiven Verfalls in Verbindung gebracht. Anthozyane, die in Heidelbeeren, Brombeeren und Kirschen enthalten sind, wurden mit einem um 24 Prozent verringerten Risiko für kogni- tiven Verfall in Verbindung gebracht.

Lieber zu früh als zu spät

Laut Studienautor Walter Willet gibt es immer mehr Belege dafür, dass Flavonoide richtige Kraftpakete sind! Das spiegelt sich auch in dem Ergebnis der Studie wider. Im Durchschnitt aß die höchste Konsumentengruppe mindestens eine halbe Portion von Lebensmitteln wie Paprika, Sellerie, Grapefruits, Birnen und Äpfel pro Tag. Eine farbenfrohe Ernährung, die reich an Flavonoiden ist, scheint wohl eine gute Voraussetzung für die Förderung der langfristigen Gesundheit des Gehirns zu sein. Die schützenden Zusammenhänge konnten sogar unabhängig vom Konsumdatum festgestellt werden. Es spielt somit eher eine untergeordnete Rolle, ob die Flavonoide erst kürzlich oder schon vor 20 Jahren zu sich genommenwurden. Langen Sie also getrost zu. Je bunter, umso besser!

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Eine Frau misst ihren Blutdruck mit einem Blutdruckmessgerät.

Richtig Blutdruck messen

Eine Frau misst ihren Blutdruck mit einem Blutdruckmessgerät.

Richtig Blutdruck messen

Der Blutdruck hat wesentlichen Einfluss auf unsere Anfälligkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Daher sollten wir ihn auch im Blick behalten.

Von erhöhtem Blutdruck sprechen wir ab 130/80 mmHg, von Bluthochdruck (Hypertonie) ab 140/90 mmHg. Um erhöhtem Blutdruck rechtzeitig gegensteuern zu können, sollten wir ihn regelmäßig überprüfen. Ein paar einfache Regeln helfen dabei.

Im Ruhezustand messen!

Aufregung, Stress oder körperliche Aktivität erhöhen den Blutdruck. Daher sollten Sie Ihrem Körper vor dem Messen fünf Minuten Ruhe gönnen.

Nicht im Stehen!

Setzen Sie sich mit aufrechtem Oberkörper nieder und stellen Sie beide Füße flach auf den Boden. Übereinandergeschlagene Beine können den Blutfluss und damit auch den Blutdruck beeinträchtigen.

Gut anlegen!

Legen Sie die Manschette des Messgerätes an Ihrem unbekleideten linken Oberarm ungefähr auf Höhe des Herzens an. Die Manschette sollte eng, aber nicht zu fest sitzen, sodass noch ein Finger zwischen Manschette und Arm Platz findet.

Abwarten und ruhig bleiben!

Bleiben Sie während des Messvorgangs ruhig, sprechen Sie nicht und bewegen Sie sich möglichst nicht. Ihr Unterarm sollte entspannt aufliegen.

Lieber einmal öfter!

Wiederholen Sie die Messung nach ein bis zwei Minuten Pause noch einmal und notieren Sie den Durchschnitt aus den Messungen mit Datum und Uhrzeit. Vermerken Sie auch, wenn Sie zusätzliche Medikamente eingenommen haben.

Always the same …

Messen Sie immer zur selben Zeit, nur so sind Ihre Aufzeichnungen aussagekräftig.

Info
Der erste, höhere Wert ist der systolische Blutdruck: er gibt den Druck in den Arterien an, wenn das Herz schlägt und Blut pumpt.
Der zweite, niedrigere Wert ist der diastolische Blutdruck: er gibt den Druck zwischen den Herzschlägen an, wenn das Herz sich entspannt und mit Blut füllt.

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Ein Mann hält sich die Hand vor dem Mund und verzieht sein Gesicht, da er Sodbrennen hat.

Sodbrennen

Ein Mann hält sich die Hand vor dem Mund und verzieht sein Gesicht, da er Sodbrennen hat.

Sodbrennen

Warum Sie lästiges Aufstoßen oder Magenbrennen nicht ignorieren sollten und was Sie dagegen tun können.

Was passiert im Körper?

Der Übergang zwischen Speiseröhre und Magen ist durch Muskeln verschlossen. Diese öffnen sich kurz, wenn vermischte Nahrung dort einlangt. Anschließend verschließen sie sich wieder, sodass der Mageninhalt nicht zurückfließen kann.
Nach einer üppigen Mahlzeit, manchmal aber auch ohne ersichtlichen Grund kann es vorkommen, dass sich der Verschluss am Mageneingang lockert bzw. ungewollt öffnet. Luft oder Magensaft können wieder nach oben in die Speiseröhre gelangen und diese reizen. Das Ergebnis ist Sodbrennen.

Was ist die eigentliche Ursache?

Meist wird die Magensäure für Sodbrennen verantwortlich gemacht. Das ist aber kein Zeichen der Übersäuerung, sondern ein Zeichen der richtigen Säure am falschen Platz. Tatsächlich können starker Druck auf den Magen oder ein fehlerhaft arbeitender Schließmuskel am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen die Übeltäter sein.

Viele Betroffene machen die Erfahrung, dass Stress oder der Verzehr bestimmter Lebensmittel ihre Beschwerden verstärkt oder auslöst. So kommt es zum Beispiel nach fett-, säurehaltigem oder scharfem Essen, Kaffee- oder auch Nikotinkonsum häufiger zu Rückfluss vom saurem Mageninhalt in die Speiseröhre. Auch hastiges Essen, körperliche Anstrengung oder bestimmte Körperhal- tungen, etwa das Vorbeugen, können zu den unangenehmen Symptomen führen. Medikamente gegen Bluthochdruck oder die „Pille“ können die Beschwerden verstärken.

Genuss ohne unerwünschte Nebenwirkungen?

Wer öfter unter Sodbrennen leidet, sollte zuerst seine Ernährungsgewohnheiten hinterfragen. Langsames Essen und ausreichendes Kauen helfen, die Magensäure im Magen zu halten. Außerdem sollte man leichte Kost, viele kleine Mahlzeiten und Kräuter-Heiltees zu sich nehmen und sich abendlich „kurzhalten“. Auch der Verzicht auf Alkohol und säurefördernde Lebensmittel, wie fettiges Fleisch oder säurehaltiges Obst, schützen vor Sodbrennen.

Häufiges Sodbrennen kann zu einer Speiseröhrenentzündung oder zu „Barrett-Ösophagus“ führen. Letzteres ist eine krankhafte Veränderung der unteren Schleimhaut der Speiseröhre, bei der sich das Risiko für Speiseröhrenkrebs verzehnfacht. Daher sollten Sie sich, falls alle Maßnahmen gegen Sodbrennen nicht helfen, ärztlichen Rat holen. Neben einer Ernährungsumstellung oder Medikamenten kann bei sehr starken Beschwerden auch eine Anti-Reflux-Operation helfen. Bei dieser wird der obere Teil des Magens um das untere Ende der Speiseröhre gelegt und dort an Zwerchfell, Magen oder Speiseröhre festgenäht.

Sodbrennentagebuch
dass man eine Zecke niemals mit Öl oder Klebstoff beträufeln soll? Sie stirbt zwar, während ihres Todeskampfes pumpt sie allerdings noch eine hohe Zahl an Erregern ins Blut ihres Opfers.

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Nahaufnahme von Augen einer älteren Frau

Grauer Star

Nahaufnahme von Augen einer älteren Frau

Grauer Star

Mit rund 80.000 Eingriffen jährlich ist die Grauer Star-OP die häufigste Operation in Österreich.

Was ist Grauer Star?

Beim Grauen Star trübt sich die Linse nach und nach ein, sie färbt sich grau. Diese häufige Augenerkrankung, die auch „Katarakt“ genannt wird, entwickelt sich meist erst bei Menschen über 50 Jahren, mit dem Alter nimmt das Erkrankungsrisiko stetig zu.
Das einzige Symptom von Grauem Star ist der Sehverlust. Betroffene sehen zunehmend unscharf, Kontraste und Farben verschwimmen. Vor allem bei diffuser Beleuchtung entsteht das Gefühl, durch einen Schleier oder Nebel zu schauen. Manche entwickeln auch eine hohe Blendungsempfindlichkeit.

Diagnose & Behandlung

Nachdem die Symptome sich meist schleichend verstärken, nehmen viele Menschen sie lange Zeit nicht wahr bzw. führen sie auf andere Ursachen zurück, wie etwa Müdigkeit oder ein altersbedingtes Nachlassen der Sehfähigkeit. Zur eindeutigen Feststellung von Grauem Star führt der Augenarzt eine Spaltlampenuntersuchung durch: Die Pupille wird medikamentös erweitert, um mit Hilfe der Spaltlampe, einem speziellen Mikroskop, die vorderen Teile des Auges zu untersuchen. Einzig wirksame Behandlungsmethode von Grauem Star ist eine Operation. Wann diese sinnvoll ist, hängt davon ab, wie stark der Sehverlust das Leben beeinträchtigt. Zusätzlich dazu müssen auch andere Augenerkrankungen, wie etwa Grüner Star, mit einbezogen werden.

Die Operation, bei der die getrübte Linse durch ein künstliches Linsenimplantat ersetzt wird, erfolgt im Regelfall ambulant unter örtlicher Betäubung mittels Augentropfen. Erst wird die Linse des Auges zerkleinert und entfernt, anschließend wird eine Kunstlinse implantiert. Das dauert insgesamt nur ca. 15 Minuten.

Die Zeit nach der OP

Nach der Operation wird das operierte Auge verbunden und mit einer durchsichtigen Plastikschale geschützt. Bei der Nachkontrolle nach 24 Stunden wird der Verband entfernt, das Auge muss nun regelmäßig mit Augentropfen eingetropft werden. Der Großteil der Patienten sieht schon nach dem Eingriff gut, manche sehen anfangs noch eingetrübt, was sich im Regelfall innerhalb weniger Tage klärt.

Die komplette Heilungsphase dauert 4 bis 6 Wochen. Druck und Stress können dem Heilungsprozess schaden, schweres Heben und anstrengende Tätigkeiten sollten daher vermieden werden. Zur Minimierung des Infektionsrisikos sollte man außerdem vorübergehend auf Schwimmbad, Sauna und Solarium verzichten.
Während der Heilungsphase sollten außerdem keine Sehhilfen genutzt werden. So fällt es dem Gehirn leichter, sich auf die neuen Sehverhältnisse einzustellen.

Und was ist der Nachtstar?

Bei rund einem Fünftel aller Katarakt- Operierten entsteht nach der OP eine Trübung im hinteren Teil des Auges. Diese ist ungefährlich und geht mit denselben Symptomen wie Grauer Star einher: unscharfem Sehen, Blendungsempfindlichkeit, schlechter Nachsicht. Mit einem speziellen Laser kann der Nachstar ambulant entfernt werden.

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Aufgeschnittener Lachs, eine Avocado und Nüsse sind hübsch auf einem Tisch drapiert.

Liebe geht durch den Magen

Aufgeschnittener Lachs, eine Avocado und Nüsse sind hübsch auf einem Tisch drapiert.

Liebe geht durch den Magen

Der magische Speiseplan für einen prickelnden Abend.

Sie haben Ihr ganzes Herzblut in die Gestaltung eines gelungenen Dinners for two gelegt, mit Liebe eingekauft und mit Gefühl gekocht, und der Abend endet trotz aller Bemühungen nur mit einem vollen Bauch und ohne jedes erotische Knistern? – Vielleicht haben Sie ja einfach nur zu den falschen Zutaten gegriffen …

Schon in der Antike hat man nach Mitteln und Wegen gesucht, die Potenz und Lust von Mann und Frau zu steigern. Aphrodite, die griechische Göttin der Liebe, wurde zur Namenspatronin für Hilfsmittelchen jeglicher Art, denen eine positive Auswirkung auf das Liebesleben nachgesagt wird: die Aphrodisiaka.

Essen mit allen Sinnen

Nahrungsmittel, die immerhin im Zentrum des lustvollen Aktes des Essens stehen, gehörten von Beginn an zu den beliebtesten Aphrodisiaka. Bis heute wird so manchem Gemüse oder Gewürz eine besondere Wirkung auf Begierde und Lustempfinden nachgesagt. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten keine unmittelbare Wirkung von Aphrodisiaka belegen. Tatsächlich gibt es allerdings Lebensmittel, wie zum Beispiel die Gewürze Chili und Ingwer, die den Kreislauf anregen und die Durchblutung fördern. Ein Ergebnis, das bei einer lustvollen Begegnung durchaus von Nutzen sein kann.

Andere Lebensmittel punkten aufgrund ihrer Form, die die Fantasie anregt und in richtiger Atmosphäre lustvoll stimmt: Der Spargel als Phallus-Symbol, die Avocado als Sym- bol für den männlichen Hodensack oder auch die Feige als Symbol des weiblichen Geschlechts zählen zu jenen Lebensmitteln, die ihren Ruf als Aphrodisiaka ihrer eindeutig zweideutigen Form zu verdanken haben.

Manche Lebensmittel verfügen über Inhaltsstoffe, die in gewisser Weise beim Liebesspiel bzw. beim Liebeswerben unterstützen. So enthalten zum Beispiel Sellerie und Trüffel Androstenol, einen Stoff, der auch im Männerschweiß vorkommt. Meeresfrüchte wie Austern, Venusmuscheln, Hummer und Kaviar enthalten große Mengen an Eiweiß und Zink. Diese regen die Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron an. Dies ist allerdings nicht der einzige Grund für die aphrodisierende Wirkung, die man diesen in unseren Breitengraden exotischen Lebensmitteln nachsagt.
Nicht zuletzt ist es wohl auch das besondere Ambiente, in dem diese besonderen Lebensmittel gegessen werden, die man sich nicht täglich „gönnt“ und daher auch besonders lustvoll genießt.

Aphrodisiaka einst und jetzt

In der Geschichte der Aphrodisiaka gelten exotische, schwer erschwingliche Lebensmittel schon seit jeher als besonders lustfördernd. Dieser Tatsache haben es auch unsere Kartoffeln und Tomaten zu verdanken, dass sie im 16. und 17. Jahrhundert, als sie frisch in unseren Breiten „gelandet“ waren, als Aphrodisiaka galten.
Auch Alkohol wird gern als Aphrodisiakum eingesetzt. Er enthemmt und schafft es somit, kurzfristig Lust zu wecken. Zu viel davon macht allerdings müde und führt beim Mann oft zu Erektionsstörungen. Als Ersatz empfiehlt sich ein vitaminreicher alkoholfreier Cocktail, der fit und vital macht.
Kakao und Schokolade enthalten Serotonin, auch bekannt als „Glückshormon“. Wie der Name schon sagt, macht dieser Botenstoff des Gehirns glücklich und zufrieden. Allerdings sollte man sich darauf beschränken, diese nur als Appetitanreger einzusetzen, zu viel davon macht nämlich träge und müde.

Anregender Fenchel, enthemmender Lauch oder Dill, stimulierender Ingwer, auflockernde Marillen, erotische Erdbeeren, Energie spendende Trauben, berauschende Muskatnuss, aufmunternder Kerbel, luststeigernde Minze, belebender Rosmarin, verführerischer Zimt – für welche Bestandteile und Gewürze Sie sich bei Ihrem persönlichen erotischen Menü auch immer entscheiden mögen: Am wichtigsten ist es, die richtige Atmosphäre für einen genussvollen Abend zu zweit zu schaffen.
Wenn Sie dann noch darauf achten, dass leichte Gerichte serviert werden, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Denn schwer Verdauliches sorgt beim Mann dafür, dass das Blut zum Magen strömt. Um die Früchte Ihres gelungenen Abendessens bei Kerzenschein ernten zu können, ist dieses allerdings an anderer Stelle gefragt …

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Alte technische Geräte wie Fernbedienungen, Föhns und Kabel liegen auf einem Haufen.

Reparaturbonus

Alte technische Geräte wie Fernbedienungen, Föhns und Kabel liegen auf einem Haufen.

Reparaturbonus

200 Euro Förderung für die Reparatur von Haushaltsgeräten

Sie möchten etwas gegen den verschwendenden Ressourcenverbrauch tun – wissen aber nicht wie? Ein einfacher Schritt für alle ist es, die eigenen Haushaltsgeräte reparieren zu lassen, anstatt sofort ein neues zu kaufen. Elektro- und Elektronikgeräte reparieren zu lassen, ist ökologisch, praktisch und mit der Reparaturbonus-Förderung für private Haushalte sehr günstig.

Was kann ich reparieren lassen?

Grundsätzlich wird die Reparatur von fast allen Elektro- und Elektronikgeräten im privaten Haushalt gefördert, also alles was ein Kabel, Batterie oder Akku und/oder Stecker hat. Darunter fallen normalerweise alle elektronischen Haushaltsgeräte. Also egal ob Staubsauger, Waschmaschine oder Wasserkocher. Aber natürlich kann der Bon auch für Unterhaltungselektronik genutzt werden wie TV-Geräte, Stereoanlagen und Laptops. Zusätzlich kann auch ein Kostenvoranschlag für eine Reparatur gefördert werden. Dabei werden bis zu 30 Euro aus dem Fördertopf finanziert.

Wie funktioniert der Reparaturbonus?

Grundsätzlich können 50 % der Reparaturkosten durch den Bonus bezahlt werden, allerdings ist der Betrag mit 200 Euro gedeckelt. In der Praxis bedeutet das: Bei einer Reparatur mit Gesamtkosten von 400 Euro werden 200 Euro übernommen und 200 Euro selbst bezahlt.
Bei höheren Reparaturkosten wird nur der gedeckelte Betrag von 200 Euro übernommen und der Rest ist selbst zu zahlen. Bei geringeren Kosten der Reparatur werden immer 50 % übernommen und die andere Hälfte selbst gezahlt.

Dabei ist es unerheblich wie sich die Summe der anfallenden Kosten zusammensetzt. Übernommen werden also sowohl die Arbeitszeit (inkl. Anfahrtskosten), die Materialkosten, die Versandkosten bei Material und Ersatzteilbestellungen als auch die Arbeitszeit für Erstellung des Kostenvoranschlages.

Wie kann ich den Bonus einlösen?

Auf www.reparaturbonus.at können Privatpersonen in ganz Österreich den Reparaturbonus anfordern. Nach Anmeldung kann jeweils für ein zu reparierendes Gerät ein Bon genutzt werden.

Wichtig: Die Einlösefrist des Reparaturbonus beträgt drei Wochen und dieser verfällt danach. Der Bonus kann auch nicht im Nachhinein beantragt werden.
Wenn ein Reparaturbon abgelaufen ist, kann jedoch ein neuer beantragt und genutzt werden. Sie können somit mehrere Bons gleichzeitig nutzen, allerdings nur für unterschiedliche Geräte.
Der Reparaturbonus kann beantragt werden, solange Fördermittel vorhanden sind, längstens jedoch bis 31.12.2023.
Einlösbar ist der Bonus nur bei registrierten Partner-Betrieben die an der Förderaktion beteiligt sind. Diese können unter www.reparaturnetzwerk.at für Wien abgerufen und nach der gesuchten Kategorie gefiltert werden.

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Jemand steckt eine Münze in den Schlitz eines weißen Sparschweins.

Spare, dann hast du in der Not!

Jemand steckt eine Münze in den Schlitz eines weißen Sparschweins.

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Das Leben wird teurer und es ist vorerst kein Ende in Sicht. Damit trotzdem mehr von der Pension übrig bleibt, haben wir Spartipps für den Haushalt gesammelt. Vieles ist Ihnen sicher geläufig, manches muss man sich aber trotzdem immer wieder bewusst machen!

Strom und Gas

Besonders sinnvoll ist es, sich zu überlegen, wie man den hauseigenen Strom- und Gasverbrauch reduzieren kann. Ganz klar, frieren will niemand. Gleichzeitig animieren stetig steigende Heizkosten aber auch nicht gerade dazu, mit dem Thermostat sorglos umzugehen. Denn jedes zusätzliche Grad Wärme schlägt je nach Heizgerät mit rund fünf Prozent Mehrkosten zu Buche. Ganz abgesehen davon, dass man damit seiner Geldbörse einen Gefallen tut, betätigt man sich damit gleichzeitig auch noch als Klimaschützer!

Auch wenn es mit einigem Informationsaufwand verbunden ist, sollte man sich überlegen, vom Standardanbieter zu einem Billiganbieter zu wechseln – damit kann gerade zur Zeit der Energieteuerung einiges gespart werden!

Sparen im Alltag

Neben einem Anbieterwechsel gibt es aber auch in vielen Bereichen des Haushalts die Möglichkeit, durch gezielte Aktionen die Effizienz der Energienutzung zu steigern und damit den Energieverbrauch zu reduzieren:

Der Kühlschrank
Er ist einer der größten Stromfresser in jedem Haushalt.

  • Achten Sie schon bei der Küchenplanung darauf, wohin Sie Ihr Gerät stellen! Stellen Sie es nie neben eine Heizung, den Herd oder den Geschirrspüler. Jedes Grad mehr Umgebungstemperatur bedeutet 6% mehr Stromverbrauch.
  • Tauen Sie Ihren Kühlschrank mindestens zwei Mal im Jahr ab und befreien Sie den äußersten Wärmetauscher von Staub.
  • Kontrollieren Sie die Kühltemperatur Ihres Geräts: 7°C halten die Speisen lange kühl und frisch. Jedes Grad weniger bei der Kühltemperatur bedeutet 10% mehr Energieverbrauch.

Beim Kochen

  • Verwenden Sie den kleinstmöglichen Topf und stellen Sie ihn auf die passende Platte.
  • Kochen Sie mit Deckel unf verwenden Sie glatte Töpfe – diese verkürzen die Kochzeit. Kochen Sie außerdem mit nicht zu viel Wasser.
  • Nutzen Sie die Nachwärme von Herdplatten und Backrohr – oft kann man bereits 10 Minuten vor Ende der Gardauer den Herd abdrehen.

Licht

  • Der beste Tipp beim Thema Beleuchtung ist sogleich der günstigste: Nutzen Sie das Tageslicht so lang und gut wie möglich aus.
  • Im Gang oder in Treppenhäusern kann sich der Einbau einer Abschaltautomatik lohnen, somit kann man nicht vergessen, das Licht abzudrehen.
  • Drehen Sie das Licht in nicht benutzten Räumen ab.
  • Die Verwendung von LED-Leuchten lässt ebenfalls mehr Geld im Portemonnaie übrig.

Waschen

  • Nutzen Sie das Fassungsvermögen von Geschirrspüler und Waschmaschine aus und nehmen Sie die Geräte nur voll in Betrieb. Spülen mit der Hand ist in jedem Fall „teurer“, da man hier immer mehr Wasser verbraucht.
  • Das Teuerste beim Wäschewaschen ist das Warmwasser. Kleidung, die einen normalen Verschmutzungsrad aufweist, wird bei 40°C sauber! Kochen Sie Wäsche nur dann aus, wenn es unbedingt notwendig ist.
  • Achten Sie bei Ihrer Waschmaschine auf die Schleuderkraft! Wenn Sie Ihre Wäsche in einem Wäschetrockner trocknen, sollten Sie mit 1200 Umdrehungen schleudern, zum Trocknen auf der Leine reichen 1000.
  • Im Badezimmer gilt, dass Duschen weniger Wasser verbraucht als ein Vollbad. Pro Vollbad können Sie etwa drei bis vier Mal jeweils etwa fünf Minuten duschen.

Elektronische Geräte

  • Verwenden Sie abschaltbare Steckdosen und Verteilersteckleisten, wann immer Sie können. Der Stand-by-Modus frisst nämlich übers Jahr gesehen ganz schön viel Energie.

Fenster

  • Schlecht isolierte Fenster führen tatsächlich dazu, dass man sein Geld zum Fenster hinauswirft! Fenster und Türen neu abzudichten kostet zwar etwas Zeit und Geld, ist aber eine sehr sinnvolle Investition.
  • Achten Sie außerdem beim Lüften darauf, dass die Fenster nicht den ganzen Tag gekippt sind. Öffnen Sie diese nur kurz, aber dafür mehrmals täglich. So erfolgt der Luftaustausch gründlicher und schneller!

Haushaltsversicherung
Grundsätzlich deckt die Haushaltsversicherung Schäden an beweglichen Gegenständen im eigenen Haushalt ab. Als Schutz gegen Schadenersatzansprüche Dritter ist im Regelfall auch eine private Haftpflichtversicherung inkludiert. Das Wichtigste bei Abschluss einer Haushaltsversicherung ist deren Abstimmung auf Ihre persönliche Situation:

  • Je größer der Selbstbehalt, umso niedriger wird die zu zahlende Versicherungsprämie. Werden kleinere Schäden im Rahmen von 70 bis 100 Euro selbst übernommen, so kann bis zu einem Fünftel der Prämie eingespart werden.
  • Wenn Sie weder Glastüren noch große Fensterflächen in Ihrer Wohnung haben, sollten Sie auf eine Glasbruchversicherung verzichten. So können Sie bis zu einem Drittel der Prämie einsparen.
  • Alarmanlagen, Sicherheitstüren und sonstige Schutzmaßnahmen reduzieren Ihre Versicherungsprämie. Informieren Sie Ihren Versicherungsvertreter daher unbedingt, wenn Sie zusätzliche Sicherungseinrichtungen in Ihrem Haushalt installieren.
  • Informieren Sie sich bei Versicherungsabschluss über die günstigsten Zahlungsmodalitäten. Oft ist eine jährliche Zahlung der Prämie kostengünstiger.
  • Wenn Sie Ihren Haushalt durch Anschaffungen, Um- oder Zubauten aufwerten, sollten Sie auch die Versicherung entsprechend „aufwerten“. Das Sparen am falschen Ort kann im Schadensfall jede Menge Geld kosten!
  • Achtung: Wenn Sie den zu versichernden Haushalt weniger als 270 Tage im Jahr bewohnen, so kann aufgrund des erhöhten Gefahrenpotenzials ein Zuschlag von mehr als 200 Prozent verrechnet werden.
Haben Sie gewusst, …
  • dass ein tropfender Wasserhahn pro Monat 170 Liter Wasser vergeudet?
  • dass pro WC-Spülung rund 14 Liter frisches Wasser „den Bach hinunter“ gehen? Bei Nutzung der Spartaste sind es nur 3 Liter.

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Foto von Nellie Bly auf einem altem Geldschein.

Nellie Bly – Die Pionierin des investigativen Journalismus

Foto von Nellie Bly auf einem altem Geldschein.

Nellie Bly – Die Pionierin des investigativen Journalismus

In 72 Tagen um die Welt …

Elizabeth Jane Cochran sollte das Unmögliche möglich machen und die Erde entgegen aller Erwartungen von Jules Verne, der schon 79 Tage für eine Frau für unwahrscheinlich hielt, die Erde in 72 Tagen umrunden – doch das ist noch nicht einmal das Interessanteste an ihr.

Die Weltenbummlerin wurde 1864 im amerikanischen Pennsylvania geboren. Ihr Vater verstarb in ihrem 6. Lebensjahr und hinterließ ihre Mutter mit 14 Kindern in Armut. Eigentlich wollte Elizabeth Cochran Lehrerin werden, doch das Geld fehlte, um die Ausbildung zu beenden. Das Aufwachsen in unterprivilegierten Verhältnissen führte ihr deutlich vor Augen, dass sie für den eigenen Lebensunterhalt selbst arbeiten muss und keine familiäre Unterstützung erwarten kann. Den Grundstein für ihre weitere Karriere legte dann aber ein Leserbrief.

Die Kolumnistin Nellie Bly

Der von Cochran verfasste Leserbrief an die Tageszeitung „Pittsburgh Dispatch“ befasste sich höchst kritisch mit einem bereits erschienenen Artikel zur klassischen frauenfeindlichen Rollenverteilung – anonym unter- schrieben mit „Einsames Waisenmädchen“. Dieser schlug so hohe Wellen, dass der Chefredakteur nach der Autorin des Briefes mit Hilfe einer Zeitungsannonce suchte.

So geschah es, dass Elisabeth Jane Cochran zu einem Treffen in die Redaktion kam und als Kolumnistin mit dem Pseudonym Nellie Bly wieder ging. Der Plan des Chefredakteurs war es – wie Ende des 19. Jahrhunderts sehr verbreitet – Bly auf die Themen Kochen und Lifestyle anzusetzen, so wie es sich für eine Frau damals gehörte.

Doch da hatte er die Rechnung ohne seine aufstrebende Journalistin gemacht. Als sogenannte „Girl Stunt Reporterin“ prägte sie den Journalismus nachdrücklich. Auch wenn heute hauptsächlich die Männer der damaligen Zeit als Enthüllungsjournalisten in die Geschichte eingingen, waren es junge Frauen, die dieses Berufsbild prägten. Sie alle enthüllten wichtige gesellschaftliche Missstände und brachten diese unter Einsatz ihrer physischen und psychischen Kräfte an die Öffentlichkeit. Sie wurden von der Leserschaft nahezu verehrt und ließen die Kassen der Verleger durch hohe Auflagen klingeln.
So war es auch mit Nellie Bly. Statt sich hinter Blumendeckchen und Kochrezepten zu verstecken, wagte sie den Sprung in den Investigativ-Journalismus. Gleich zu Beginn schrieb sie eine Artikelserie zum Alltag und Leben von FabrikarbeiterInnen.

Das Leben als Abenteurerin

Doch es kam, wie es kommen musste: Trotz erfolgreicher Enthüllungsreportagen wurde sie in die Redaktion für Frauenthemen versetzt und sollte über Kunstgeschichte und Mode berichten. Frustriert über ihre berufliche Entwicklung verließ Nellie die Zeitung und nahm eine Anstellung als Korrespondentin in Mexiko an. Ein halbes Jahr lang berichtete sie über Armut und Korruption, bis die mexikanische Regierung sie zwang, Mexiko zu verlassen.

Zurück in Amerika blieb ihr nicht viel anderes übrig als Theaterkritiken bei der „Pittsburgh Dispatch“ zu verfassen. Auch diese Tätigkeit konnte ihr keine Freude bereiten. 1887 folgte sie ihrem Herzen und reichte nicht nur ihre Kündigung ein, sondern krempelte ihr ganzes Leben um und übersiedelte nach New York. Nach einiger Zeit der Arbeitslosigkeit und Ablehnung vieler Verleger und Chefredakteure auf Grund ihres Geschlechts, fand sie einen Job bei der Zeitung „New York World“, dessen Verleger niemand geringerer als Joseph Pulitzer war – dessen Journalismus-Auszeichnung wir alle kennen. Zu diesem Zeitpunkt konnte niemand auch nur ahnen, welchen Berühmtheitsstatus Nellie Bly noch erreichen sollte.

Der größte journalistische Erfolg

Noch im selben Jahr veröffentlichte sie ihre erste Reportage bei der „New York World“ mit dem Titel „Zehn Tage im Irrenhaus“, welche auch in Buchform erhältlich war. Für diesen höchst erfolgreichen Bericht beschloss Nellie, sich unter einem falschen Vorwand selbst für 10 Tage in eine Nervenheilanstalt einweisen zu lassen und die Behandlung am eigenen Leib zu erfahren. Die Reportage darüber strotzte nur so von Missständen, Mangelernährung und Missbrauch.

Der Bericht verdeutlichte die katastrophalen Bedingungen in der sich die Frauen in der Irrenanstalt in Blackwells Island damals behandeln lassen mussten. Nach Nellie Blys Analyse waren dort nicht nur psychisch beeinträchtigte Frauen untergebracht, sondern sehr wohl auch viel gesunde Frauen, die „nur“ zu arm waren, um anderswo ihr Leben zu führen. Die Veröffentlichung schlug solche Wellen, dass der Bürgermeister von New York die Einrichtung renovieren ließ und das Einweisungsverfahren überarbeitete.

Auf diesen Erfolg folgten viele weitere – so schrieb sie unter anderem über Arbeitsrechtler, deckte einen Korruptionsskandal auf und berichtete über die dunklen Zustände der unterprivilegierten Gesellschaftsschichten. Sie prägte nicht nur thematisch den Enthüllungsjournalismus sondern auch durch ihren revolutionären literarischen Erzählstil aus der Ich-Perspektive.

Weltreise

Zwei Jahre nach ihrem bisher größten Erfolg brach Nellie Bly zu ihrer Weltreise auf. Inspiriert von dem Roman „In 80 Tagen um die Welt“ von Jules Verne sollte dieser einem Realitätscheck unterzogen werden. Entgegen ihren eigenen Erwartungen stürzte sich die „New York World“ geradezu auf das Vorhaben und brachte es auf ihre Titelseite. Gleichzeitig sollte nämlich auch eine Journalistin von der „Cosmopolitan das gleiche Vorhaben wagen – lediglich andersherum.

Am 14. November 1889 ging die erfolgreiche Journalistin an Board der Augusta Victoria. Nachdem sie in London das Schiff verließ, ging es über den Suez-Kanal nach Indien, Japan und China wieder zurück in die USA. Für die Reise genutzt wurde jegliches damals zur Verfügung stehende Verkehrsmittel – egal ob Zug oder Kutsche.

72 Tage, 6 Stunden und 11 Minuten, nachdem Nellie Bly die Augusta Victoria betreten hatte, kam sie wieder in den USA an. Freudig wurde sie von der Presse bereits erwartet. Ihr Reisebericht „In 72 Tagen um die Welt“ verfasste sie im Alter von 26 Jahren. Dieser lässt sich bis heute äußerst unterhaltsam lesen.

Nach der aufregenden Weltreise hörte Bly auf zu berichten und nahm einen lukrativen Job als Autorin von Fortsetzungsromanen für das wöchentlich erscheinende New York Family Story Paper an. Die ersten Kapitel basierten auf dem realen Prozess gegen Eva Hamilton. Zwischen 1889 und 1895 schrieb sie elf Romane.

Von der Autorin zur Geschäftsfrau

1895 heiratete Nellie Bly im Alter von 33 Jahren den millionenschweren Fabrikanten Robert Seaman. Dieser war zum Zeitpunkt der Eheschließung bereits 73 Jahre alt. Aufgrund der schlechten Gesundheit ihres Mannes kehrte sie dem Journalismus den Rücken und trat im Jahr 1904 die Nachfolge ihres Mannes als Leiterin der Iron Clad Manufacturing Co. an.

Auch in dieser Funktion bewies sie Können und erhielt Patente für eine neuartige Milchkanne und eine stapelbare Mülltonne. Eine Zeit lang war sie eine der führenden Industriellen der Vereinigten Staaten. Aber ihre Nachlässigkeit in der Mitarbeiterführung endete im Bankrott der Iron Clad Manufacturing Co.

Sie wechselte daraufhin zurück in den Journalismus. Im Jahr 1913 sagte sie in einem Bericht über die Suffragetten das genaue Jahr der Einführung des Frauenwahlrechts in den USA voraus: 1920. Sie berichtete u. a. auch über die Ostfront des 1. Weltkriegs. Nellie Bly war die erste Frau, die das Kriegsgebiet zwischen Serbien und Österreich besuchte.

Nach einem mehr als aufregendem und ereignisreichen Leben stirbt Nellie Bly im Alter von 57 Jahren an einer Lungenentzündung im St. Mark’s Hospital in New York City.

Sie prägte eine ganze Sparte des Journalismus durch ihre Arbeit und ihren persönlichen Schreibstil. Leider ist Nellie Bly in der Geschichtsschreibung nicht die gleiche Ehre wie den Männern zu Teil geworden und bis heute ist sie kaum bekannt. Jedoch war sie es, die zusammen mit anderen mutigen Frauen, die Berichterstattung völlig neu definierte.

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