Autorenname: admin

Es grünt so grün …

Es grünt so grün …

Ohne gesunden Boden keine gute Ernte. Warum Kompost also nicht einfach selbst machen?

Ohne gesunden Boden, der Ihre grünen Zöglinge ausreichend mit Luft, Wasser und Nährstoffen versorgt, gibt es auch keine üppig blühenden Blumen und keine prächtig gedeihenden Gemüsepflanzen. Die Preise für Düngemittel explodieren, als eine der vielen „Nebenwirkungen“ der Krise in der Ukraine. Dabei ist es gar nicht so schwer seinen Dünger selbst herzustellen – und ganz nebenbei ist es auch noch nachhaltig und macht Spaß!

Kompost – der ideale Dünger

Ein durchschnittlicher Boden besteht zur Hälfte aus Humus und mineralischen Bestandteilen, wie Ton oder Sand. Die andere Hälfte bilden Hohlräume, die Luft und Wasser führen. Je höher der Humusanteil, desto besser, da er eine Vielzahl an Lebe- wesen, wie Asseln, Milben, Wimpertiere, Regenwürmer, Bärtierchen und Springschwänze beherbergt, die Schadstoffe und organische Abfälle abbauen und für ausreichenden Humusnachschub sorgen.

Hausgemachter Kompost ist nicht nur der kostengünstigste, sondern auch der beste Dünger für Ihren Boden. In ihm leben Unmengen von Bodenlebewesen, er kann viel Wasser speichern, sorgt für eine optimale Belüftung des Bodens und enthält jede Menge Nährstoffe.

  • Das richtige Plätzchen: Suchen Sie für Ihren Kompost einen halbschattigen, windgeschützten Platz mit lockerem Untergrund. Zu viel Sonne trocknet den Kompost aus.
  • Die g’sunde Mischung macht’s aus! Je ausgewogener die Kompostmischung von der Struktur und der Feuchtigkeit her ist, umso besser. Laub, Gras und Erde gehören ebenso in den Kompost wie Bioabfall. Äste sorgen als unterste Schicht Ihres Komposthaufens für ausreichend Belüftung und verhindern Staunässe. Restmüll, Fleisch, Knochen, Wurstreste, nicht kompostierbare Katzenstreu, Windeln, Staubsaugerbeutel, Kohleasche, Speiseöle u. Fette sowie Suppen oder Salatsaucen haben im Kompost nichts zu suchen. Küchenabfälle sollten mit Erde oder Gras abgedeckt bzw. eingegraben werden. Das schützt vor unliebsamen Gerüchen und auch vor ungebetenen Gästen.
  • Arbeiten Sie den Kompost nie richtig in den Boden ein! Streuen Sie ihn nur oberflächlich aus und harken Sie ihn leicht ein. Pro m2 Boden sind jährlich 2 bis 6 Liter Kompost ausreichend. Werden größere Mengen Kompost verteilt, kommt es zu einer Auswaschung der Nährstoffe. Sie schaden damit Ihrem Boden. Achten Sie auch auf unterschiedliche Behandlung Ihrer Pflanzen: Gurken oder Kürbis benötigen zum Beispiel mehr Kompost als Karotten oder Zwiebel.

Vorsicht mit dem Umstechen!

Wer glaubt, seinem Boden Gutes zu tun, wenn er im Herbst umsticht, der kann irren. Wenn Sie in Ihrem Garten keinen schweren, tonigen Boden haben, dann stören Sie damit den natürlichen Bodenauf bau. Unterstützen Sie Ihre Bodenlebewesen mit ausreichend Kompost und Mulch und lockern Sie den Boden im Frühjahr nur leicht um.

Haben Sie gewusst …
… dass ein gut gemischter Komposthaufen nicht stinkt? Schaufeln Sie Ihren Kompost regelmäßig um, so versorgen Sie ihn mit ausreichend Luft. Sollte es dennoch zu Fäulnisprozessen und Geruchsentwicklung kommen, dann setzen Sie Ihren Kompost um und fügen ihm trockenes Strukturmaterial hinzu. Leichte Gerüche können mit einer dünnen Schicht Erde oder Steinmehl beho- ben werden..

Golf dich fit

Golf dich fit

Längst gilt Golf nicht mehr nur als elitärer Sport der Reichen und Schönen: Der Präzisionsballsport erfreut sich steigender Spielerzahlen.

Die Bedeutung von Bewegung für die Gesundheit muss eigentlich nicht mehr erwähnt werden. Egal wie schwer die Krankheit, fast immer finden sich in den Therapieempfehlungen zwei Dinge: Eine gesunde Ernährung und Sport. Ersteres lässt sich meist mit ein wenig Willen zum Verzicht recht gut umsetzen. Aber wenn es um sportliche Betätigungen geht, ist die Rechnung oft nicht so einfach. Es gibt hunderte von verschiedenen Sportarten – und trotzdem scheint keine wirklich geeignet? Tatsächlich empfinden viele Menschen so.

Gerade ältere Menschen haben oft das Problem, dass manche Sportarten aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in Frage kommen, häufig betrifft das Mannschaftssportarten. Andere wie z.B. Schwimmen werden mit ihren monotonen Abläufen von manchen Menschen schlicht als unerträglich langweilig empfunden. Dazu kommt in der momentanen Lage noch die Corona-Problematik, weswegen viele Indoor-Sportarten aus Ansteckungsangst wegfallen. Das macht die Entscheidungsfindung noch schwieriger. Umso besser, dass wir die Lösung für Sie gleich mitliefern…

Warum Golf?

Geschmäcker sind natürlich verschieden, und die eine „wahre“ Sportart, mit der wirklich jeder glücklich wird, gibt es nicht. Aller- dings hat sich das Golfen gerade bei der älteren Generation in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem Geheimtipp entwickelt.

Dafür gibt es einige Gründe:

  • Golf macht in Gruppen richtig viel Spaß – lässt sich aber ebenso alleine spielen. Dadurch kann man soziale Kontakte pflegen, ist aber gleichzeitig unabhängig vom Terminplan der anderen.
  • Zugegebenermaßen ist Golfspielen nicht ganz billig, hat aber auch positive Nebeneffekte: So findet man z.B. jugendliche Hitzköpfe, die unbedingt gewinnen müssen, eher selten am Golfplatz.
  • Beim Golfen werden viele verschiedene Muskelgruppen beansprucht, das Verletzungsrisiko ist jedoch gering. Gespielt wird unter freiem Himmel – und da man zuweilen von Hole zu Hole ordentliche Distanzen zurücklegt, fühlt sich eine Golfpartie oft schon wie eine kleine Wanderung an.

Verletzungen vermeiden

Auch wenn Golf als verletzungsarmer Sport gilt: Es ist immer besser, die möglichen Risiken zu kennen und ihnen vorzubeugen. Typische Golfverletzungen finden sich meist im Rücken-, Ellbogen- und Handgelenksbereich.

Gerade NeueinsteigerInnen sollten anfänglich darauf achten, sich nicht zu viel zuzumuten: Sind die Bewegungsabläufe noch nicht gewohnt, ist die Muskulatur leicht überfordert. Gerade an der „führenden“ Schulter (die linke Schulter beim Rechtsspielenden und umgekehrt) kommt es immer wieder zu Verletzungen.

Im Allgemeinen sollte die Komplexität des Sports nicht unterschätzt werden: Wer der Meinung ist, es ginge doch bloß darum, eine kleine weiße Kugel möglichst kräftig mit einem Golfschläger zu treffen, der wird nicht nur sehr viel Zeit im Un- terholz auf der Suche nach eben dieser Kugel verbringen, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach auch bald einige schmerzhafte Muskelverletzungen davontragen. Denn: Auf die Technik kommt es an!

Golftrainer sind darauf spezialisiert, auf die häufigsten Fehler aufmerksam zu machen und so Verletzungsrisiken zu minimieren. Darüber hinaus sollte es in Spielgruppen niemals tabu sein, auf Haltungsfehler der Mitspieler aufmerksam zu machen, denn oft ist einem im Eifer des Gefechts bzw. Abschlags gar nicht bewusst, wie man seinen Körper gerade verbogen hat. Hilfreich sind auch Aufwärmübungen der beanspruchten Muskelpartien vor der Partie, das gilt insbesondere für die Rückenmuskulatur.

Im Allgemeinen sollte die Komplexität des Sports nicht unterschätzt werden: Wer der Meinung ist, es ginge doch bloß darum, eine kleine weiße Kugel möglichst kräftig mit einem Golfschläger zu treffen, der wird nicht nur sehr viel Zeit im Unterholz auf der Suche nach eben dieser Kugel verbringen, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach auch bald einige schmerzhafte Muskelver- letzungen davontragen. Denn: Auf die Technik kommt es an!

Golftrainer sind darauf spezialisiert, auf die häufigsten Fehler aufmerksam zu machen und so Verletzungsrisiken zu minimieren. Darüber hinaus sollte es in Spielgruppen niemals tabu sein, auf Haltungsfehler der Mitspieler aufmerksam zu machen, denn oft ist einem im Eifer des Gefechts bzw. Abschlags gar nicht bewusst, wie man seinen Körper gerade verbogen hat. Hilfreich sind auch Aufwärmübungen der beanspruchten Muskelpartien vor der Partie, das gilt insbesondere für die Rückenmuskulatur.

Priorität: Fitness!

Wer häufig mit Jüngeren spielt, wird oft das Gefühl haben, nicht mehr so recht mithalten zu können. Egal wie sehr man sich auch bemüht, der Abschlag hat einfach weniger Biss, und so führt falscher Ehrgeiz bei manchem Golfer zu Verletzungen. Hier sollten auch kompetitive Naturen einen Gang zurück schalten: Denn anstatt sich auf ein sinnloses Kräftemessen mit halb so alten Kontrahenten einzulassen, sollte man stattdessen lieber versuchen, mit Geschick zu punkten. So mancher junger Abschlagprofi musste sich beim Putten gegen einen älteren Konkurrenten geschlagen geben.

Es ist ohnehin sinnvoll, sich weniger auf den Sieg auf dem Spielfeld als auf den Sieg gegen die eigene Faulheit zu konzentrieren – denn wer regelmäßig mit Einsatz und Freude den Golfschläger schwingt, der hat in jedem Fall gewonnen. Denn hier ist der Sieger die eigene Gesundheit!

Haarige Angelegenheit

Haarige Angelegenheit

Mit dem grauen Farbton kann man sich ja noch irgendwie abfinden, aber wenn sich die Haare vom Kopf verabschieden, ist Schluss mit lustig. Was tun gegen die kahlen Stellen?

Bekanntlich stammt der Mensch vom Affen ab – und im Gegensatz zu seinem nahen Verwandten aus dem Tierreich hat der homo sapiens schon eine Menge Haare gelassen. Trotzdem ist es für die meisten Menschen ein schwacher Trost, gewissermaßen mit der Evolution zu gehen und nun auch noch am Kopf kahl zu werden. Denn die Haarpracht spielt für uns eine wichtige ästhetische Rolle.

Nachlassender Haarwuchs

Was gemeinhin als „Haarausfall“ bezeichnet wird, ist im Alter meist vielmehr ein nachlassender Haarneuwuchs. Dies tritt bei beiden Geschlechtern auf und führt zu einem schütter werdenden Haupthaar. Dagegen ist kein Kraut gewachsen – man kann lediglich versuchen, das Ausmaß mit einer gesunden Lebensführung und ausreichender Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen zu mindern, v.a. Biotin, Zink, Hirse-Extrakte, Vitamin B und Aminosäuren kommt hier besondere Bedeutung zu.

Hormonell-erblicher Haarwuchs

Eine andere Form des Haarausfalls ist hormonell-erblich bedingt. Er betrifft typischerweise Männer und sorgt
mitunter schon in den Dreißigern und Zwanzigern für kahle Köpfe. Eine Hormontherapie kann dem entgegenwirken.

Diffuser Haarausfall

Diffuser Haarausfall ist das dritte große Übel, und betrifft Frauen öfter als Männer. Die Ursache sind nämlich häufig Hormonschwankungen, weshalb Frauen nach den Wechseljahren besonders gefährdet sind. Außerdem werden Gifte und Säuren nicht mehr durch die Monatsblutung ausgeschieden, wodurch der Körper plötzlich einen merklich höheren Mineralstoffbedarf hat. Je nach den zugrunde liegenden Ursachen kann eine Hormontherapie oder eine Supplementierung mit den entsprechenden Mineralstoffen zum Stoppen des Haarausfalls erfolgsversprechend sein. Auch Stress, Infektionen oder Schilddrüsenerkrankungen, radikale Diäten sowie in einigen Medikamenten enthaltene Bestandteile kommen als Urheber in Frage. Aufgrund der Vielzahl an möglichen Ursachen für Haarausfall sollten Betroffene nicht blind rezeptfreie Wundermittelchen kaufen. Ein Arzt hilft dabei, eine zielführende Therapie zu finden.

Tanzend fit bleiben!

Tanzend fit bleiben!

„Ich hab’s sogar auf Rezept: Mein Hausarzt hat mir das Tanzen verschrieben. Weil’s meinem Körper einfach so gut tut!“ – Das waren Jazz Gittis Worte, als sie bei den „Dancing Stars“ mitgemacht hat. Und sie und ihr Hausarzt hatten vollkommen Recht: Das Tanzen tut unserem Körper gut! So gut, dass dabei sogar so viele Glückshormone ausgeschüttet werden.

Musik motiviert!

Bewegung ist eine wichtige Voraussetzung für einen gesunden Körper und einen gesunden Geist. Leider scheitern ehrgeizige Trainingspläne in Sachen Schwimmen, Laufen, Fitnesstraining oder Walken allzu oft an mangelnder Motivation. Musik – egal welcher Stil – hören wir alle gerne. Da ist es naheliegend, die Freude an der Musik mit dem Training unseres Körpers zu vereinen. Das Ergebnis: „Let´s dance“ – einfach so zum Spaß und doch mit einem nicht zu unterschätzenden Trainingseffekt. Denn wenn man dabei zuschaut, wie jemand sich zur Musik bewegt, vergisst man schnell, dass Tanzen Bewegung ist. Tatsächlich kann eine Stunde Tanzen vom Trainingseffekt her aber mit anderen sportlichen Betätigungen mithalten. Es gibt sogar Studien, die zu dem Ergebnis gekommen sind, dass Patienten mit Multipler Sklerose nach einer fünfmonatigen Tanztherapie auf eine von zwei Gehhilfen verzichten konnten.

Jeder kann tanzen!

Der Tanz ist so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst. Und es gibt keine Regeln, wie dieses persönliche Tanzen auszusehen hat. Obwohl viele Menschen erklären, noch nie getanzt zu haben, spüren sie doch den Rhythmus der Musik: sei es beim Schunkeln zu Volksmusikklängen oder beim Wippen des Beines bei einem Jazzkonzert. Und das ist auch schon der Anfang eines Tanzschrittes.

Die Umsetzung der Musik in Bewegung ist von Beginn an ein tolles Gefühl. Und Sie können es immer und überall machen, ob alleine, zu zweit oder in einer größeren Gruppe. Starten Sie zuerst ganz entspannt zu Hause und bewegen Sie sich ungestört zu Ihrer Lieblingsmusik. Wenn Sie sich sicher fühlen, gehen Sie zu einem Fest, einem Ball oder nutzen Sie eines der vielfältigen Tanzkursangebote für alle Altersklassen. Tanzen macht nicht nur Spaß, sondern hält bis ins hohe Alter fit.

Gemeinsam aufs Parkett

Der Paartanz fordert nicht nur die Motorik, sondern auch den Geist. Denn die Bewegungen müssen im Hirn geplant werden, und man muss seinem Partner vertrauen und sich auf ihn einlassen. Die gemeinsamen schönen Stunden, die man dabei verbringt, sind ein Zuckerl, das man so ganz nebenher dazubekommt. Aber nicht nur das: Eine Studie hat bewiesen, dass durch regelmäßiges Paartanzen das Demenzrisiko um 76 % reduziert werden kann. Damit liegt das Tanzen deutlich vor dem Kreuzworträtsellösen (47 %) und dem Lesen (35 %).

Tanzen ist Balsam für die Seele. Durch die kontrollierte Bewegung und das Spüren, wie sich die Muskeln dabei anstrengen, wird das Körperbewusstsein gestärkt. Das wirkt sich automatisch auch positiv auf unser Selbstbild und unser Selbstbewusstsein aus. Und es ist ein schönes Gefühl, seinen Körper rhythmisch zur Musik zu bewegen. Nicht ohne Grund haben sich viele Paare beim Tanzen kennengelernt. Schon seit Menschengedenken ist Bewegung zu Musik eines der stärksten Ausdrucksmittel, das wir Menschen zu bieten haben. Als positiver Nebeneffekt wird beim Tanzen durch die Konzentration auf die Musik und den eigenen Körper das Stresshormon Cortisol im Speichel gesenkt. Das bedeutet, dass Tanzen nicht nur unseren Körper fit hält, sondern auch unseren Geist. Also lassen Sie sich von dem Tanzvirus anstecken, und denken Sie daran: Es ist nie zu spät, damit zu beginnen!

Vegan genießen?

Vegan genießen?

Aus den Supermarktregalen sind vegane Lebensmittel mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Aber was versteht man eigentlich unter veganer Ernährung und welche Konsequenzen entstehen daraus für den eigenen Körper und die Umwelt?

Wer sich vegan ernährt, nimmt keine Produkte zu sich, die von Tieren stammen. Neben Fleisch und Fisch, die auch in der vegetarischen Ernährung nicht vorkommen, beinhaltet das auch den Verzicht auf Milch und Eier sowie alle anderen Produkte und Zutaten, die aus oder von Tieren gewonnen werden, zum Beispiel auch Honig. Als häufigste Motivation für Veganismus werden Tier- und Umweltschutz genannt.

Forscher fanden bereits 600 v. Christus im alten Griechenland Belege für Veganismus. Die „Orphiker“, eine religiöse Gruppe, die an die Wiedergeburt der Seele in menschlichen oder tierischen Körpern glaubte, verzichteten auf den Verzehr und Gebrauch tierischer Produkte.

Schützen Veganer unsere Umwelt?

Laut FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) entfallen allein auf die Massentierhaltung etwa 18 % des weltweiten jährlichen Treibhausgas-Ausstoßes. Die fortschreitende Abholzung des Regenwaldes für die Produktion von Fleisch und tierischen Produkten kommt erschwerend hinzu. Generell erfolgt beinahe die Hälfte der weltweiten Entwaldung für den Anbau von Nutzpflanzen, vor allem der Sojabohne.
Dabei handelt es sich allerdings nicht um Soja für den menschlichen Verzehr, sondern um Futtersoja. Denn mehr als 80 % der  globalen Sojaproduktion werden zur Fütterung von Nutztieren verwendet, insbesondere von Geflügel und Schweinen. Der Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte ist daher tatsächlich ein aktiver Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Gesund ohne alles Tierische?

Bleibt die Frage nach der Gesundheit. Wie wirkt sich vegane Ernährung auf unseren Körper aus? Der kritischste Nährstoff bei veganer Ernährung ist Vitamin B12, das fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Hier empfiehlt die Österreichische Gesellschaft für Ernährung auch explizit die zusätzliche Einnahme eines entsprechenden Präparates sowie das Zurückgreifen auf Produkte, die damit angereichert sind. Bei anderen Nährstoffen, wie etwa den hauptsächlich in Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, Eisen und Jod, können bei unausgewogener veganer Ernährung ebenfalls Mängel entstehen. Das gilt allerdings auch bei unausgewogener „normaler“ Ernährung. Insofern gibt es eine Entwarnung für Veganismus bzw. eine Warnung für alle: Mangelerscheinungen können bei jeder nicht sorgfältig geplanten Ernährung auftreten.

Zudem belegen verschiedenste Studien gesundheitliche Vorteile der rein pflanzlichen Ernährung. Veganer haben häufig einen niedrigeren Cholesterinspiegel sowie ein geringeres Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Herzkrankheiten und teilweise auch Krebs.

Mit einem ausgewogenen Ernährungsplan und der Nahrungsergänzung mit Vitamin B12 kann sich rein pflanzliche Ernährung also durchaus positiv auf die Gesundheit auswirken.

Probieren geht über studieren!

Man muss ja nicht gleich vegan werden, aber ab und zu eine Mahlzeit ohne tierische Produkte ist nicht nur gesund für unseren Organismus, sondern hilft auch, unsere Umwelt zu schützen. Und mittlerweile gibt es zahlreiche Alternativen und Rezepte, um sich auch ohne tierische Produkte eine abwechslungsreiche, schmackhafte, ausgewogene Mahlzeit zuzubereiten


Vegane gefüllte Paprika mit Couscous und Paradeissauce

Zutaten für 2 Portionen

2 Stk. rote Paprika
200 ml klare Gemüsesuppe
100 g Couscous
2 Stk. Knoblauchzehen
1 Zwiebel
2 EL Olivenöl
6 Stk. schwarze Oliven
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer
1 EL Basilikum (getrocknet)
1 EL Thymian (getrocknet)

Zutaten für die Paradeissauce

1 Schuss Öl
1 Zwiebel
400 g Tomaten (passiert od. in Stücken)
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer
1 Prise Zucker oder Süßstoff

Zubereitung

  • Die Paprika waschen, halbieren, Kerne und weiße Scheidewände entfernen.
  • Die Suppe zum Kochen bringen, den Couscous damit übergießen und 5 bis 10 Minuten stehen lassen, bis der Couscous die Flüssigkeit aufgesogen hat. Kurz abkühlen lassen und mit einer Gabel auflockern.
  • Knoblauch und Zwiebel schälen und klein hacken. Knoblauch mit Olivenöl, Oliven, Salz, Pfeffer, Basilikum und Thymian zum Couscous geben und vermischen.
  • Anschließend die halbierten Paprika mit der Couscous-Masse befüllen.
  • Für die Paradeissauce etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen. Die Tomaten aus der Dose dazugeben, aufkochen lassen und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
  • Eine Auflaufform (ca. 28 x 22 cm) mit Pflanzenöl ausstreichen.
    Die Tomatensauce in die Auflaufform gießen und die gefüllten Paprika auf die Sauce setzen.
  • In den Ofen geben und bei 180 °C Ober- und Unterhitze für 40 Minuten garen.

Fahrraddiebstahl vorbeugen

Fahrraddiebstahl vorbeugen

Wie schütze ich meinen Drahtesel vor Dieben?

Fahrräder sind in der wärmeren Jahreszeit eine gute Alternative zu Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln. Nicht nur, dass man damit so manchem Stau entgeht, kann man sich mit dem Tritt in die Pedale auch noch fit halten und der Umwelt Gutes tun. Aber wie steht es eigentlich um die Sicherheit Ihres Fahrrades? Rund 30.000 Fahrräder werden in Österreich jährlich gestohlen, die Dunkelziffer liegt noch um einiges höher. Wurde ein Fahrrad erst einmal gestohlen, stehen die Chancen schlecht, es zurückzubekommen. Machen Sie es potenziellen Fahrraddieben daher so schwierig wie möglich!

Ist kein Fahrradständer in der Nähe, sichern Sie Ihr Fahrrad zum Beispiel an einer Straßenlaterne
oder an einem anderen fix verankerten Gegenstand.

Gelegenheit macht Diebe!

Sperren Sie Ihr Fahrrad auch bei kurzem unbeaufsichtigtem Abstellen immer ab. Dünne Spiralkabel und Zahlenschlösser mit weniger als fünf Ziffern sind kein wirkliches Hindernis für Langfinger. Die größte Sicherheit bieten stabile Bügelschlösser ab 12 Millimeter Rohrstärke oder Panzerkabelschlösser. Auch die Kombination von zwei Schlössern, zum Beispiel eines einfachen Rahmenschlosses mit einem teuren Bügelschloss, lässt potenzielle Diebe nach einfacherer Beute suchen.

Keine zusätzlichen Verlockungen!

Generell geht Älterwerden mit einer schrittweisen Abnahme von Muskelkraft, Seh- und Hörvermögen einher. Auch das Gehirn verändert sich: die Dichte der Synapsen nimmt ab. Das führt dazu, dass sich die Reaktionszeit verlängert und die Fähigkeit zum Problemlösen sowie zum vorausschauenden Handeln abnehmen. Mit höherem Alter fällt auch Multitasking schwerer, die gleichzeitige Verarbeitung mehrerer Informationen. Unabhängig von den direkten Veränderungen des Körpers werden auch häufiger regelmäßig Medikamente eingenommen, die die Fahrtauglichkeit beeinträchtigen können.

  • Machen Sie Ihr Fahrrad nicht attraktiver als es ohnehin schon ist.
  • Wertgegenstände haben in Satteltaschen oder auf dem Gepäckträger nichts verloren.
  • Auch Fahrradcomputer oder andere wertvolle Komponenten sollten Sie immer mitnehmen, wenn Sie Ihr Rad abstellen.
  • Selbst das Fahrradwerkzeug sollten Sie in Sicherheit bringen. Findige Gelegenheitsdiebe nutzen dieses gerne zum Knacken des Schlosses.

Langzeitparker?

Stellen Sie Ihr Fahrrad wenn möglich in einem versperrbaren Raum ab. Auch hier sollten Sie auf zusätzliche Sicherung mit einem Fahrradschloss nicht verzichten. Wenn Sie Ihr Fahrrad über Nacht im Freien parken müssen, sollten Sie einen gut beleuchteten, möglichst stark frequentierten Standort wählen. Generell sollten Sie darauf achten, Ihren „Parkplatz“ regelmäßig zu wechseln.

Mehrere Fahrräder gemeinsam abzuschließen erhöht die Sicherheit.

Mehr Sicherheit für E-Bikes

In E-Bikes sind oft bereits Rahmenschlösser integriert. Diese lassen sich allerdings leicht knacken und ermöglichen es, das Bike einfach wegzutragen. Die größte Sicherheit bieten wie beim normalen Fahrrad stabile Bügel- oder Panzerkabelschlösser. Achten Sie auch beim E-Bike auf die Sicherung der Einzelkomponenten! Der Akku sollte selbst auch bei kürzeren Stopps abgeschlossen bzw. mitgenommen werden. Das Lichtsystem, die Pedale oder die Sattelstützen sind bei Langfingern ebenfalls beliebt. Falls Sie Ihr E-Bike über einen längeren Zeitraum parken, sollten Sie diese Teile vorbeugend abbauen und mitnehmen.

Vorsorge für den Fall der Fälle

Auch wenn Sie alle Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigen, sind Sie vor einem Diebstahl nicht gefeit. Erstellen Sie daher vorsorglich einen Steckbrief Ihres Fahrrades: Notieren Sie Marke, Rahmennummer und besondere Merkmale und machen Sie ein Foto. Anhand dieser Infos kann Ihr Rad im Fall der Fälle einfacher identifiziert werden. Natürlich können Sie auch eine Versicherung abschließen und sich so Schadenersatz für den Fall eines Diebstahls sichern. Die Jahresprämie variiert abhängig vom Wert des Fahrrades und dem Leistungsumfang der Versicherung.

Zu alt fürs Steuer?

Zu alt fürs Steuer?

In einigen europäischen Ländern, wie Norwegen oder Schweden, muss man ab 75 Jahren regelmäßig Fahrtauglichkeitsprüfungen absolvieren. Aber wie ist das eigentlich in Österreich?

Immer wieder diskutieren Medien und Politik auch in Österreich über eine regelmäßig verpflichtende Überprüfung der Fahrtauglichkeit ab einem gewissen Alter. Denn Autofahrer ab 65 Jahren verursachen zwar laut aktueller Verkehrsstatistik weniger Unfälle als jüngere Fahrer, sie legen allerdings auch deutlich weniger Kilometer zurück. Berücksichtigt man die gefahrenen Kilometer bei der Unfallratenberechnung, so steigt die Unfallrate der Autofahrer ab dem 70. Lebensjahr überproportional, ab dem 80. nimmt sie rapide zu.

Was der Gesetzgeber vorschreibt

In Österreich gibt es für Senioren mit B-Führerschein weder eine verpflichtende Fahrtauglichkeitskontrolle, noch eine verpflichtende ärztliche Begutachtung. In der Straßenverkehrsordnung ist allerdings festgehalten, dass ein Fahrzeug nur gelenkt werden darf, wenn sich der Fahrer in einer körperlichen und geistigen Verfassung befindet, in der er sein Fahrzeug beherrschen und den Vorschriften folgen kann. Kurz: Der Lenker trägt die Verantwortung selbst.

Fahrer mit der Lenkberechtigung C oder D müssen ab 60 Jahren alle zwei Jahre
ein ärztliches Gutachten machen. Dabei werden u.a. Farb- und Entfernungssehen überprüft.

Was bringt das Alter?

Generell geht Älterwerden mit einer schrittweisen Abnahme von Muskelkraft, Seh- und Hörvermögen einher. Auch das Gehirn verändert sich: die Dichte der Synapsen nimmt ab. Das führt dazu, dass sich die Reaktionszeit verlängert und die Fähigkeit zum Problemlösen sowie zum vorausschauenden Handeln abnehmen. Mit höherem Alter fällt auch Multitasking schwerer, die gleichzeitige Verarbeitung mehrerer Informationen. Unabhängig von den direkten Veränderungen des Körpers werden auch häufiger regelmäßig Medikamente eingenommen, die die Fahrtauglichkeit beeinträchtigen können.

Das Alter hat allerdings auch positive Auswirkungen. Denn ältere Autofahrer können im Regelfall auf mehr Erfahrung zurückgreifen. Und sie zeigen weniger Risikobereitschaft und haben generell ungefährlichere Fahrgewohnheiten: Laut einer Untersuchung der Schweizer Beratungsstelle für Unfallverhütung meiden sie das Fahren zu Hauptstoßzeiten sowie in der Nacht.

Behalten Sie das Steuer in der Hand!

Die Möglichkeit, sich frei zu bewegen, sichert Unabhängigkeit und Selbständigkeit. Diese Unabhängigkeit ist allerdings nur sicher, wenn man die eigene Fahrtüchtigkeit regelmäßig kontrolliert und bei Anzeichen der Einschränkung Profis zu Rate zieht.

2021 hat die österreichische Polizei altersunabhängig 2.454 Führerscheine wegen gesundheitlicher Nichteignung abgenommen. Bessert sich der Gesundheitszustand, kann man mit einem entsprechenden ärztlichen Gutachten den Führerschein wiedererlangen.

Autofahrerklubs bieten die Möglichkeit zum professionellen Check der eigenen Fahrtauglichkeit. Simulationsübungen am Computer kombiniert mit praktischen Testfahrten im normalen Straßenverkehr liefern die Grundlage für ein detailliertes Gutachten.

Denken Sie immer daran: Das Steuer in der Hand behält nur, wer den Kopf nicht in den Sand steckt! Sich etwaigen Einschränkungen und Problemen zu stellen, ist der erste Schritt, diese erfolgreich aus dem Weg zu räumen …

Fahrtraining ist wichtig!

Ein Mangel an Fahrpraxis wirkt sich in allen Altersgruppen problematisch aus. Im Rahmen von
Fahrsicherheitstrainings wird das eigene Reaktions- und Konzentrationsvermögen auf die Probe gestellt und die Fahrtüchtigkeit nicht nur aufrechterhalten, sondern auch gezielt verbessert.

Anspruch auf Witwenpension?

Anspruch auf Witwenpension?

Unser Leben wird aktuell jedes Monat teurer. Die Lebenshaltungskosten steigen stetig, die Einkommen nicht bzw. bei weitem nicht im selben Ausmaß. Für viele Paare wäre das tägliche Überleben mit nur einem Einkommen bzw. einer Pension nicht mehr zu finanzieren.
Stirbt der geliebte Partner, so kommt in diesen Fällen zum unglaublich großen persönlichen Verlust noch der existenz- bedrohliche Verlust eines Einkommens dazu. Die Witwen- bzw. Witwerpension (im weiteren Text vereinfachend „Witwenpension“ genannt), soll diesen finanziellen Verlust ausgleichen helfen.

Voraussetzung: aufrechte Partnerschaft

Um Anspruch auf Witwenpension zu haben, muss eine aufrechte Partnerschaft bestanden haben. Eingetragene Partnerschaften sind Ehen gleichgestellt, bei nicht eingetragenen Lebensgemeinschaften besteht kein Anspruch.

Achtung: Wartezeit

Die Wartezeit bzw. Mindestversicherungszeit ist die für einen Pensionsanspruch erforderliche Mindestanzahl an Beitrags- bzw. Versicherungsmonaten.
Hat der/die Verstorbene bereits selbst eine Pension bezogen, gilt die Wartezeit als erfüllt. Das ist auch der Fall, wenn der/die Verstorbene zwar noch nicht in Pension war, aber mindestens 180 Beitragsmonate der Pflichtversicherung bzw. der freiwilligen Versicherung oder 300 Versicherungsmonate angesammelt hatte. Stirbt jemand vor seinem 50. Geburtstag, so muss er in den letzten zehn Jahren mindestens 60 Versicherungsmonate angesammelt haben. Ab einem Sterbedatum nach dem 65. Geburtstag müssen innerhalb der letzten 30 Jahre 180 Versicherungsmonate angefallen sein.
Stirbt jemand nach dem 50. aber vor dem 65. Geburtstag, so gilt eine Übergangsregelung: für jedes weitere Monat ist ein weiteres Versicherungsmonat erforderlich, allerdings wird der Zeitraum, in dem dieses Versicherungsmonat gesammelt werden musste, nicht nur um ein Monat nach vorne, sondern auch nach hinten verlängert.

Sicherung des Anspruchs

Witwenrente wird nicht automatisch gewährt: die Anspruchsberechtigten müssen einen Antrag stellen. Wurde bereits eine Pension bezogen, muss der Antrag beim Pensionsversicherungsträger gestellt werden, ansonsten dort, wo der Verstorbene in den vergangenen 15 Jahren versichert war.
Grundsätzlich reicht ein formloses Schreiben, Formulare und Dokumente können nachgereicht werden. Dem Formular sind Nachweise über Einkünfte des Verstorbenen und des Hinterbliebenen sowie Sterbeurkunde, Heirats- oder Partnerschaftsurkunde und die Staatsbürgerschaftsnachweise beizulegen.

Einschränkungen?

Auf die Dauer von 30 Monaten ist der Anspruch auf Witwenpension beschränkt,

  • wenn der/die Hinterbliebene zum Todeszeitpunkt des Partners noch keine 35 Jahre alt gewesen ist. (Ausnahmefall: mindestens 10 Jahre Ehedauer)
  • wenn der/die Verstorbene bei der Eheschließung bereits Pensionist oder älter als 65 Jahre (Männer) bzw. 60 Jahre (Frauen) war.

Wurde ein Kind in der Ehe geboren bzw. ist die Witwe zum Todeszeitpunkt schwanger, so gelten diese Beschränkungen nicht. Falls der/die Verstorbene bereits Pension bezogen hat, gelten abhängig vom Altersunterschied der Partner folgende Vorgaben zur Erreichung eines unbefristeten Pensionsanspruchs:

AltersunterschiedMindestdauer Ehe
bis zu 20 Jahre3 Jahre
20 bis 25 Jahre5 Jahre
Mehr als 25 Jahre10 Jahre

War der/die Verstorbene bereits älter als 65 Jahre (Mann) bzw. 60 Jahre (Frau) und hat noch keine Pension bezogen, so besteht bereits nach 2 Jahren Ehe oder eingetragener Partnerschaft unbefristeter Pensionsanspruch, falls der/die Hinterbliebene zum Zeitpunkt des Todes des Partners das 35. Lebensjahr bereits vollendet hatte.

Bei einer neuen Verehelichung oder Verpartnerung wird der unbefristete Pensionsanspruch mittels einer einmaligen Abfertigung in Höhe der 35-fachen Witwenpension abgegolten.

Höhe und Auszahlung

Die Höhe der Witwenpension wird aus dem Verhältnis der Einkommen beider Partner berechnet. Berechnungsgrundlage sind die Bruttoeinkommen der letzten zwei Jahre. Maximal kann sie 60 % der Pension der/des Verstorbenen betragen. Ausgezahlt wird die Pension jeweils am 1. des Folgemonats.

Bei Unklarheiten nach einem Todesfall sollte man direkt mit der Pensionsversicherung Kontakt aufnehmen unter www.pv.at oder telefonisch unter 050 303.

Weitere Infos finden Sie auf:
www.arbeiterkammer.at
www.oesterreich.gv.at

Mobbing in der Partnerschaft

Mobbing in der Partnerschaft

Paare sind ganz unterschiedlich. Die einen können auch in Gesellschaft nicht voneinander lassen, halten Händchen, werfen sich verliebte Blicke zu, hängen an den Lippen des anderen. Bei anderen wieder erkennt man als Außenstehender auf den ersten Blick oft überhaupt nicht, dass sie zusammengehören. Schlimm wird es dann, wenn man die Zusammengehörigkeit zweier Menschen an den mehr oder weniger unterschwelligen Boshaftigkeiten erkennt, die diese miteinander austauschen. Solche eiskalten Schlagabtäusche bringen selbst Außenstehende zum Frösteln.

Vor Streit in der Partnerschaft ist niemand gefeit. In aufgeheizter Stimmung reicht manchmal schon ein falscher Blick oder ein falsches Wort. Im Eifer des Gefechts rutscht dann schnell auch mal Beleidigendes heraus, das einem nach Verrauchen der ersten Wut aber auch gleich wieder leid tut. Man versöhnt sich und kehrt in eine liebevolle Beziehung zurück, die durch gegenseitigen Respekt und Wertschätzung geprägt ist.

Gibt es diese Rückkehr in eine harmonische Beziehung nicht, geht es bei Konflikten in erster Linie darum, den anderen zu verletzen und nicht, ein Problem anzusprechen und eine gemeinsame Lösung dafür zu finden, werden Abwertung und Minderschätzung in der Partnerschaft zum System, wird ständig kritisiert, gestichelt und lächerlich gemacht, so spricht man von Mobbing in der Partnerschaft.

Was war eigentlich der Auslöser?

Mobbing in einer Partnerschaft entsteht, wenn man mit dem Partner unzufrieden ist oder sich selbst in der Beziehung nicht angenommen und akzeptiert fühlt.
Meistens gibt es keinen bestimmten Vorfall, der dazu führt, dass man den anderen ständig mit Kritik eindeckt, schlecht über ihn spricht, ihn vor anderen lächerlich macht oder ihn schlicht und einfach ignoriert und mit eisigem Schweigen straft. Viele kleine Enttäuschungen und Verletzungen, über die nicht gesprochen wird, machen Liebespartner zu Mobbern.
Liegt die Ursache im eigenen Minderwertigkeitsgefühl, so fühlt man sich dadurch, dass man den anderen abwertet, demütigt oder herabsetzt, selbst aufgewertet. Für den kurzen Moment der Erniedrigung besitzt man Macht und Kontrolle über den anderen und ist diesem nicht unterlegen.
Liegt die Ursache in der Unzufriedenheit mit dem anderen, so findet der Mobber meist keine andere Möglichkeit, dem Partner seine Unzufriedenheit zu kommunizieren.

So oder so – Mobbing innerhalb einer Partnerschaft entsteht aus Schwäche und Hilflosigkeit. Aus der Ohnmacht, einen bestehenden Konflikt zu klären bzw. überhaupt zum Thema zu machen.
Besonders mobbinggefährdet sind daher auch Menschen, die in einem Haushalt aufgewachsen sind, in dem ständig oder gar nicht gestritten wurde. Denn wer nicht gelernt hat, Konflikte respektvoll anzusprechen und zu lösen, findet oft keinen anderen Ausweg, als zum Mobber zu werden.

Es mag vielleicht seltsam klingen, aber früh genug zu streiten ist einer der besten Wege, um Mobbing in der Partnerschaft zu verhindern. Denn das Ausleben von Konflikten, das direkte Ansprechen von Problemen mit dem Ziel, eine Lösung zu finden, bietet die Möglichkeit, sich gegenseitig besser kennenzulernen. Man setzt sich mit den Wünschen und Gefühlen des Partners auseinander und lernt, den anderen besser zu verstehen und sich in ihn einzufühlen. Werden Konflikte
totgeschwiegen, so nimmt man sich und dem Partner diese Chance.

Streiten will gelernt sein:

Ein paar einfache Tipps helfen dabei, einen Streit bei allem aufgestauten Ärger schlussendlich nicht nur in Gehässigkeit und gegenseitige Verletzungen abgleiten zu lassen.

  • Keine „DU-Sätze“: Wer versucht, sein Anliegen in einen „ICH-Satz“ zu verpacken, kann eher verhindern, dass sich das Gegenüber angegriffen fühlt. „Du hörst mir nie zu!“ kann auch anders gesagt werden: „Ich fühle mich unglaublich hilflos, wenn ich das Gefühl habe, gegen eine Wand zu sprechen“. Selbst in aufgeheizter Stimmung bleibt so die Möglichkeit, aufeinander zuzugehen.
  • Kleine Fehler und Macken akzeptieren lernen: Kein Mensch ist perfekt, und nicht jeder Kritikpunkt ist es auch wirklich wert, angesprochen zu werden. Daher sollte man überlegen, wie wichtig die jeweiligen Ärgernisse sind und über Kleinigkeiten, die die gegenseitige Zuneigung nicht gefährden, hinwegsehen.

Wer bei allen Schwächen schlussendlich doch zuerst das Gute im anderen sieht, streitet lösungsorientiert und nicht nur, um den anderen zu verletzen. Damit steht der liebevollen Versöhnung und einer gesunden Partnerschaft nichts mehr im Weg.

Achtung – LEO:
Für die Austragung von Konflikten sollten gemeinsam Regeln festgehalten werden. So kann etwa ein Codewort festgelegt werden, das beide Partner verwenden können, wenn ein Streit zu eskalieren droht. Nach Nennung dieses Codewortes kann z.B. fünf Minuten geschwiegen werden. Es kann aber auch Aufforderung sein, dass sich jeder eine halbe Stunde zurückzieht und aufschreibt, was ihn verletzt, was ihm wichtig ist, was er sich wünscht. Oder es ist einfach Signal dafür, dass man dringend eine Umarmung vom Partner braucht.

Gemeinsam unabhängig

Gemeinsam unabhängig

Etwa ein Drittel der österreichischen Pensionistinnen und Pensionisten lebt allein, das sind rund 576.000 Menschen. Bei aller Unabhängigkeit, die das Alleinleben mit sich bringt, besteht allerdings auch die Gefahr, sich allein zu fühlen.
Umso wichtiger ist es, die eigene Wohnsituation nicht erst zum Thema zu machen, wenn konkreter Unterstützungs- bzw. Pflegebedarf besteht. Denn wer damit trotz Unzufriedenheit mit der eigenen Wohnsituation bis zur Betreuungsnotwendigkeit wartet, nimmt sich selbst die Chance auf ein erfülltes Wohnen und Leben abseits des Singlehaushalts.

Wohngemeinschaften – nicht nur etwas für Studenten!

Eine Wohngemeinschaft, kurz: WG, ist die ideale Wohnform für alle, die zwar einen Rückzugsbereich für sich haben möchten, es aber grundsätzlich genießen, im Alltag nicht allein, sondern unter Menschen zu sein. Von einer WG spricht man, wenn sich mehrere Personen, die in keinem familiären oder partnerschaftlichen Verhältnis zueinander stehen, eine Wohnung teilen. Neben den Gemeinschaftsräumen, die gemeinsam genutzt werden, das sind meist Küche, Badezimmer, Toilette und gegebenenfalls Wohnzimmer, hat jedes WG-Mitglied ein eigenes Zimmer, in das es sich zurückziehen kann.
Bei der grundsätzlichen Entscheidung für eine WG gilt es, sich selbst möglichst gut in seinen Bedürfnissen einzuschätzen.
Wer schnell von anderen genervt ist, sich nicht wegen Alltagsdingen mit anderen abstimmen möchte und lieber seine Ruhe hat, ist in einer WG fehl am Platz. Wer gerne mit anderen Menschen zusammen ist und auch kein Problem damit hat, sein Verhalten auf allgemein gültige Regeln bzw. die Bedürfnisse anderer abzustimmen, der sollte in einer WG kein Problem haben.

Die verschiedenen Persönlichkeiten, die sich den WG-Wohnraum teilen, machen das Leben jedes einzelnen WG-Mitglieds deutlich abwechslungsreicher, vielfältiger und bunter.
Nachteil ist allerdings, dass man in einer WG sehr „eng“ miteinander ist, intime Lebensbereiche miteinander teilt und sich bei Problemen im täglichen Zusammenleben nicht wirklich aus dem Weg gehen kann. Insofern ist es nicht nur wichtig, grundsätzlich zu hinterfragen, ob man für diese Wohnform geeignet ist. Wenn man sich dafür entscheidet, muss man auch darauf achten, dass man die richtigen WG-Mitglieder findet bzw. mit diesen gut zueinander passt.

Senioren-WG

Diese Wohnform, die verschiedene Betreiber anbieten, etwa der Samariterbund, wird laut Fonds Soziales Wien in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Um in eine Senioren-WG einziehen zu können, muss man Pensionsbezieher sein. Einige Senioren-WGs bieten die Möglichkeit einer Betreuung an: jemanden, der gemeinsam mit den WG-Bewohnern den Alltag gestaltet, kocht und die Freizeit verbringt. Je nach Laune und Mobilität kann der Alltag alleine gestaltet oder auf entsprechendes Angebot zurückgegriffen werden. Je nach Betreiber bewegen sich die Mieten je nach Zimmergröße um die 400 bis 800 Euro.

Generationsübergreifende WG

Ein junges Konzept ist „Wohn-Buddy“ vom Unternehmen WEG. Wohnraum soll dabei nachhaltig und über Generationen hinweg genutzt werden. Über www.wohnbuddy.com vermitteln sie WGs für Jung & Alt und schaffen damit eine erschwingliche Form des Zusammenlebens. Jüngere helfen Älteren und umgekehrt. Eine Partei bietet die Zimmer an – die andere zahlt Miete und hilft im Alltag.

Ähnlich funktioniert das Projekt „Wohnen für Hilfe“. Bei diesem wird die Miete allerdings in Arbeitszeit bezahlt. 1m² Wohnfläche bedeutet 1h Arbeitszeit bzw. Hilfe im Monat. Zielgruppe des Projekts sind Student-Innen und Menschen, die Hilfe im Haus, in der Wohnung oder im Garten benötigen.

Gemeinschaftliches „Wohngrätzl“

Wem eine WG zu viel Eingriff in seine Privatsphäre ist, der findet seine Traum-Wohnsituation eventuell in generationsübergreifenden Nachbarschaften: in „Wohngrätzln“. So entstand etwa mit „Gleis 21“ ein vielfältiges Wohnprojekt im Wiener Sonnwendviertel, das Menschen verschiedener Generationen, kultureller und sozialer Hintergründe in Achtsamkeit und Wertschätzung miteinander verbindet. Das Mitbestimmungs- und -gestaltungsrecht jedes Bewohners sowie zahlreiche Begegnungsmöglichkeiten bereichern den Alltag von Jung und Alt.

Vorteile:

  • Man ist nicht allein.
  • Man teilt sich die Wohnkosten mit anderen, sodass diese im Regelfall niedriger ausfallen.
  • Man kann Freunde fürs Leben finden, mit denen man auch gern gemeinsam Zeit verbringt.
  • Man kann sich tägliche Aufgaben teilen, zum Beispiel den Einkauf.

Nachteile:

  • Man hat weniger Privatsphäre.
  • Man muss sich an Gemeinschaftsregeln halten.
  • Es kann zu Konflikten rund um die Aufteilung von Gemeinkosten kommen, zum Beispiel die Strom- und Heizkosten.
  • Die Aufteilung von Gemeinschaftsarbeiten kann sich schwierig gestalten, zum Beispiel Reinigen der Gemeinschaftsräume, Müllentsorgung, …
  • Bei ähnlichem Tagesrhythmus kann es zu Engpässen bei der Nutzung von Bad und Toilette kommen.

Nach oben scrollen