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Es tut so weh – Mit dem Tod leben lernen

Es tut so weh – Mit dem Tod leben lernen

Je älter man wird, umso häufiger ist man von Trauernden umgeben oder muss sich selbst damit auseinandersetzen, dass Partner, Freundinnen, Verwandte und Bekannte diese Welt für immer verlassen.

Die Zeit nach einem Trauerfall ist immer eine sehr schwierige. Für die unmittelbar Betroffenen ebenso wie für jene, die Beistand leisten möchten. Denn Trauer ist nicht nur eine normale und natürliche Reaktion auf den Verlust eines geliebten Menschen, sondern auch ein sehr individueller Prozess, den jeder Mensch auf ganz eigene Art und Weise lebt und erlebt. Große Gedrücktheit, Freudlosigkeit, Mutlosigkeit oder depressive Verstimmungen sind ebenso an der Tagesordnung wie Schlafstörungen oder allgemeine Unruhe. Viele Trauernde fühlen sich aufgrund ihres Gesamtzustandes phasenweise auch nicht mehr in der Lage, Alltagsaufgaben zu bewältigen. Der Prozess des Loslassens und der Auseinandersetzung mit den Gefühlen zur geliebten verstorbenen Person, die oft sehr ambivalent sein können, macht nicht nur die Trauerarbeit zu einem unglaublich fordernden Prozess, er macht auch das Helfen durch diese Zeit schwierig.

Grundsätzlich lassen sich bei Menschen vier Phasen der Trauer unterscheiden. Für diese Phasen gibt es keine allgemeingültigen Zeitspannen und auch keine Patentrezepte für deren möglichst rasche Bewältigung. So können Trauernde zum Beispiel innerhalb weniger Stunden zwischen zwei Phasen hin- und herspringen. Aber schon das Wissen über die vier Phasen kann dabei unterstützen, sich nicht ganz so hilflos zu fühlen, wenn man um jemanden trauert oder versucht, einem lieben Freund oder einer Bekannten bei der Trauerbewältigung Beistand zu leisten.

Erste Phase: Schock, Erstarrung & Betäubung

Betroffene wollen das Geschehene zunächst nicht wahrhaben. Sie können und wollen den erlittenen Verlust nicht akzeptieren. Sie wirken dadurch oft versteinert und gefühllos. Nicht selten wird der Verlust geleugnet. Wie ferngesteuert gehen sie den Aufgaben ihres Lebens nach und agieren, als hätte sich nichts verändert. Gleichzeitig stehen sie allerdings unter ständiger extremer Anspannung und Angst.

Zweite Phase: Vorwurf, Verzweiflung & Schmerz

Auf die Schock-Phase folgt die Zeit der chaotischen Emotionen. Der Verlustschmerz wird sehr intensiv erlebt, ist aber immer wieder unterbrochen durch Phasen voller Wut, Angst, Hilflosigkeit, Schuldgefühle und teilweise auch unbegründeter Heiterkeit. Viele Menschen verlieren in dieser Phase an Gewicht, leiden unter Schlafstörungen, suchen nach Schuldigen.

Dritte Phase: Abschied

Dieser emotionalen Achterbahnfahrt folgt die Phase des Suchens und Sich-Trennens. Der Verlust wird immer bewusster.
Einerseits suchen Betroffene in dieser Phase ganz stark nach ihrem verlorenen Partner, beschäftigen sich zum Beispiel intensiv mit Erinnerungsstücken. Andererseits vermeiden sie häufig Plätze und Orte, die an die verstorbene Person erinnern könnten, oder haben den Drang, alles wegzuwerfen, was an diese erinnert.
Diese zwei Verhaltensweisen lassen sich nicht vereinen. Schlussendlich bleibt nur zu akzeptieren, dass der Verlust von Dauer ist.

Vierte Phase: Neuorganisation & Neuorientierung

Nun nimmt das neue Leben, die neue Rolle ohne den geliebten Menschen an der Seite Form an. Das Leben wird reorganisiert, alte Gewohnheiten, die mit der verstorbenen Person zusammenhängen, werden abgelegt, Neues wird gesucht und entdeckt. Der Schmerz lässt nach, ein glückliches, erfülltes Leben rückt wieder in greifbare Nähe.

Auch nach Durchleben dieser vier Phasen kann der Schmerz um einen verstorbenen Menschen immer wieder aufbrechen und zwischendurch auch wieder ebenso heftig wie am ersten Tag erlebt werden. Trauer um einen geliebten Menschen verschwindet nie ganz – wie auch der geliebte Mensch selbst nie ganz verschwindet. Die Betroffenen lernen allerdings, mit dem Verlust umzugehen und ihn als Teil ihres Lebens zu akzeptieren. Im besten aller Fälle schaffen sie es sogar, diesen ohne Verdrängen in ihr Leben zu integrieren.
Unterstützung durch Familie und Freundeskreis, ein Zulassen des Trauerns, ein Gehalten-Werden, Sich-auffangen-Lassen und aktives Zuhören sind dabei von großer Bedeutung.

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Dünn wie Papier oder stark wie Eisen? Ehen auf dem Prüfstand

Dünn wie Papier oder stark wie Eisen? Ehen auf dem Prüfstand

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann lieben sie noch heute? Wo das Märchen des Verliebens aufhört, beginnt eine feste Partnerschaft bzw. Ehe. Aus romantischer Schwärmerei wird eine Beziehung inklusive aller Höhen, Tiefen und gemeinsamen Entscheidungen, die eine dauerhafte Zweierbeziehung so mit sich bringt – und damit auch jede Menge Konfliktpotenzial.

Im Jahr 2024 gab es in Österreich zwar einen Rückgang bei den Eheschließungen, die Zahl der Scheidungen ist allerdings angestiegen: 36,5 % aller Ehen werden nur auf Zeit geschlossen bzw. vorzeitig beendet. Die mittlere Ehedauer bis zur Scheidung beträgt aktuell 10,5 Jahre.

Gibt es ein Rezept für Eheglück?

Ein australisches Forscherteam hat sich mit der Frage beschäftigt, wie es manche Paare ein Leben lang schaffen, sich nicht nur immer wieder zusammenzuraufen, sondern sich gegenseitig wirklich als Bereicherung zu erleben. Mit Hilfe von Onlinefragebögen und Interviews versuchten sie, den Geheimnissen glücklicher Paarbeziehungen auf den Grund zu gehen. Dabei kristallisierten sich fünf solcher geheimer Erfolgszutaten heraus: Entschlossenheit, Altruismus, gemeinsame Werte, Kommunikation und Kompromissbereitschaft.
Doch selbst wenn all diese Voraussetzungen gegeben sind, bietet das tägliche Miteinander jede Menge Möglichkeiten, um zu scheitern.

Beziehungsphasen, Risiken & Nebenwirkungen

Lange Beziehungen lassen sich in drei Phasen unterteilen: von der ursprünglichen Verliebtheit über den Vertrauensaufbau bis hin zur festen Bindung und Loyalität. Richtig gefährlich wird es in Phase 2, der Phase des Vertrauensaufbaus. Nach dem Abebben der anfänglichen Verliebtheit, dem sprichwörtlichen Abnehmen der rosaroten Brille, führen die Eigenheiten des Partners aber auch von einem selbst häufig zu Missstimmungen bis hin zu ernsthaften Zweifeln, ob man bei der Partnerwahl die richtige Entscheidung getroffen hat.

In Phase 3 lauert die Gefahr für langjährige Beziehungen dort, wo auch deren Stärke liegt: Man kennt den anderen mittlerweile richtig gut, ist mit ihm vertraut, an ihn gewöhnt. Der Gewöhnungsfaktor kann dazu führen, dass man sich nichts mehr zu sagen hat. Dass man die Anwesenheit des anderen als selbstverständlich wahrnimmt und ihm daher auch nicht mehr das Gefühl gibt, etwas Besonderes für einen selbst zu sein.

Fühlen sich Partner vom anderen nicht mehr wahrgenommen, wertgeschätzt, begehrt, reagieren sie häufig mit Rückzug oder Aggression, was wiederum beim Gegenüber zu Aggression oder Rückzug führt. Ist so eine negative Beziehungsspirale erst einmal in Gang gesetzt,kann man diese nur noch schwer stoppen.

Kleine Momente, große Wirkung

Wer seine Bedürfnisse kommunizieren kann, ist in Sachen langjährigem Beziehungs- bzw. Eheglück klar im Vorteil. Etliche Probleme können durch offene Kommunikation gelöst werden. Je schneller Belastendes angesprochen wird, desto weniger kann es brodeln und von der berühmten Mücke zum Elefanten anschwellen.

Dafür sollte man einen sicheren Rahmen schaffen, in dem sich beide Partner wohl genug fühlen, offen miteinander zu sprechen und auch Unangenehmes zum Thema zu machen.

Achten Sie im Alltag auch immer wieder zwischendurch bewusst darauf, wie Sie auf Angebote Ihres Partners, eine Verbindung zu Ihnen herzustellen, reagieren.
Nehmen wir an, Ihr Partner macht Sie auf den Sonnenuntergang aufmerksam: Sie können darauf mit emotionaler Zuwendung antworten, neutral oder sogar abweisend. Wer in der Mehrzahl solcher Momente positiv reagiert, hat bessere Chancen auf langfristiges Glück.

Jahr für Jahr die Liebe feiern

Paare sollten sich auch immer wieder bewusst Zeit nehmen, ihre Beziehung gemeinsam zu feiern. Dabei geht es nicht um teure Geschenke, sondern darum, dem Partner wieder einmal zu sagen, was man an ihm liebt und wieviel er einem Wert ist.

Bei Ehepaaren sorgt der Hochzeitstag zumindest einmal jährlich für einen fixen gemeinsamen Festtag. Feiert man nach einem Jahr Ehe noch die papierne Hochzeit, so ist die Beziehung im siebten Jahr laut Jubiläumskalender schon so fest wie Kupfer und beginnt, erste Patina anzusetzen.

Nach 25 gemeinsamen Ehejahren hat man endgültig bleibende Werte geschaffen und feiert demgemäß die silberne Hochzeit, nach 50 Jahren hat die Ehe allen Stürmen standgehalten und sich als fest und kostbar wie Gold erwiesen, nach 65 Jahren sind es eiserne Bande, die Eheleute verbinden, und nach 70 Jahren feiert man die Gnade eines so langen gemeinsamen Lebens.

Wer es zu zweit so weit schafft, freut sich über die Gnade eines langen Lebens, kennt und lebt aber vor allem das wichtigste Geheimnis einer langen Beziehung: gegenseitigen Respekt und Liebe, derer man sich gegenseitig nicht oft genug versichern kann.

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Tipps für den Alltag mit Prothese

Tipps für den Alltag mit Prothese

Der Verlust der Ersten macht stolz, der Verlust der Zweiten macht vor
allem Angst. Das muss allerdings nicht sein! Denn bei Beachtung einiger grundlegender Verhaltensregeln stellt die Verwendung einer Prothese keine Beeinträchtigung des Alltags dar, sondern kann Lebensqualität und Selbstbewusstsein sogar deutlich verbessern.

Wie gewöhne ich mich an meine Dritten?

  • Damit Mund, Kiefer, Zunge und Wangen sich an eine neue Prothese gewöhnen, kann diese rund um die Uhr getragen werden, also auch nachts. Wenn sie allerdings beim Schlafen stört, sollte man sie herausnehmen und gemäß der entsprechenden zahnärztlichen Empfehlung sicher lagern.
  • Anfangs wird die Prothese meist als Fremdkörper empfunden, der vor allem beim Sprechen Probleme bereiten kann. Das Gefühl, mit der Zunge an den Dritten anzustoßen, kann dazu führen, dass man ein Lautes Aussprechen schwieriger Wörter oder gängiger Zungenbrecher verkürzt die Gewöhnungsphase an den Fremdkörper in Ihrem Mund und normalisiert Ihre Aussprache.
  • Anfangs sollte man klebrige, harte oder auch sehr heiße Speisen vermeiden. Mit entsprechender Übung ist aber alles wieder ohne Problem und mit Genuss essbar.
  • Eine gut sitzende Prothese wackelt nicht. Und dauerhafte Druckstellen, Rötungen oder sogar Schmerzen sind eindeutige Hinweise, dass die Prothese angepasst werden muss. Wenden Sie sich daher bei Beschwerden dieser Art unbedingt umgehend an Ihren Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin. In solchen Fällen wird Ihre Prothese einfach entsprechend angepasst, bis sie gut sitzt und Ihr allgemeines Wohlbefinden nicht weiter beeinträchtigt wird.

Wie pflege ich meine Dritten?

  • Auf den Dritten sammeln sich ebenso wie auf den eigenen Zähnen Zahnstein und Bakterien, die Mundgeruch oder Entzündungen hervorrufen können. Sie sollten Ihre Prothese daher zwei bis drei Mal täglich gründlich reinigen.
  • Eine einfache Handbürste ist neben einem Prothesenreinigungsmittel wichtigstes Werkzeug bei der Pflege Ihrer Prothese. Damit kann entsprechender Druck ausgeübt werden. Achten Sie auch auf gründliche Reinigung der Zwischenräume.
  • Herkömmliche Zahnpasta wurde für die Pflege der ersten und zweiten Zähne entwickelt, nicht für die hygienische Reinigung einer Prothese. Auf Prothesen kann sie raue Stellen verursachen.
  • Sollten Sie das Prothesenreinigungsmittel einmal nicht zur Hand haben, können sie die Prothese auch mit einem gering dosierten Spritzer unparfümiertem, geschmacksneutralem und hautschonendem Spülmittel reinigen. Wichtig: Nach der Reinigung gründlich mit lauwarmem Wasser abspülen.
  • Nach Entfernen der Prothese sollten Sie auch Ihren Mundraum pflegen. Säubern Sie Schleimhaut, Zunge und Gaumen täglich mit einer Mundspüllösung.

Was sollten Sie auf keinen Fall tun?

  • Reinigen Sie Ihre Dritten nie mit heißem Wasser und kochen Sie sie auf keinen Fall ab! Prothesen bestehen meist aus Kunststoffen, deren Materialstruktur von heißem Wasser angegriffen wird. Schon bei Temperaturen ab 60 °C können sie sich verformen.
  • Verwenden Sie keine Haushaltsreiniger, Säuren oder sonstige Chemikalien, um Ihre Prothese zu reinigen.
  • Sollte Ihre Prothese einmal „aus dem Leim gehen“ – auf keinen Fall zur Selbsthilfe greifen und kleben! An Ihre Prothese sollten Sie ebenso wie an Ihre Zähne nur Profis lassen!

Abschließend noch etwas, das gerne vergessen wird: Neben Ihren Dritten benötigt auch Ihr Mund- und Rachenraum weiterhin professionelle Pflege und Betreuung.
Zwei Zahnarztbesuche pro Jahr sollten daher auch zum Standardprogramm gehören, wenn Sie mit Prothese unterwegs sind. Nur so können mögliche Unverträglichkeiten gegen Kunststoff, die sich in Form von Bläschen in der Schleimhaut äußern, rechtzeitig festgestellt und behandelt werden.

Ganz abgesehen davon sollte auch der Sitz Ihrer Dritten regelmäßig überprüft werden. Kiefer verändern sich im Laufe der Zeit – je früher eine solche Veränderung diagnostiziert wird, umso problemloser gestaltet sich die Anpassung Ihrer Prothese und der weitere reibungsfreie Alltag mit Ihren Dritten

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Spurenelemente & Vitamine fürs Wohlbefinden?

Spurenelemente & Vitamine fürs Wohlbefinden?

Im Supermarkt, in der Drogerie und auch in der Apotheke: Überall werden heute verschiedene Nahrungsergänzungs-
mittel angeboten. Jede Menge Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, meistens in Tablettenform oder als Kapseln. Aber brauchen wir diese tatsächlich?

Zuerst einmal ist wichtig zu wissen, dass Nahrungsergänzungsmittel keine Medikamente sind. Sie gelten rechtlich als Lebensmittel. Das heißt, sie sollen die Ernährung ergänzen, keine Krankheiten heilen oder lindern.
Wer sich ausgewogen ernährt, braucht üblicherweise keine zusätzlichen Präparate. Es gibt allerdings einige Ausnahmen, bei denen solche sehr wohl Sinn machen, zum Beispiel bei Menschen mit geringem Appetit, Personen mit sehr einseitiger Ernährung oder Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie Diabetes mellitus.

Nahrungsergänzung bei Diabetes mellitus

Bei Personen mit Diabetes mellitus kommt es häufig zu einem Mangel an bestimmten wasserlöslichen Vitaminen. Grund dafür ist der durch den erhöhten Blutzuckerspiegel ausgelöste gesteigerte Harndrang. Besonders davon betroffen sind Vitamin C, das für den Zellschutz wichtige Vitamin E sowie die für Nerven, Blutbildung und Stoffwechsel wichtigen Vitamine B12, B6 und Folsäure. Gezielte Nahrungsergänzung kann hier helfen, allerdings nur nach vorheriger ärztlicher Abklärung.

Vitamin D – vor allem Thema im Herbst und Winter

Auch auf das „Sonnenhormon“ Vitamin D sollten alle, aber besonders Personen mit Diabetes mellitus achten.
In unseren Breitengraden ist ein Mangel nicht ungewöhnlich. Wir nehmen Vitamin D nämlich nicht durch die Nahrung auf, sondern stellen es selbst her. Allerdings muss dafür Sonnenlicht auf unsere Haut treffen. In den dunkleren Herbst- und Wintermonaten, in denen man noch dazu häufig weniger Bewegung im Freien macht, kann hier schnell ein Mangel entstehen.
Unzureichende Vitamin-D-Versorgung kann den Knochenabbau beschleunigen und das Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche erhöhen. Zudem beeinflusst ein Vitamin-D-Mangel auch den Zuckerhaushalt negativ. Denn Vitamin D unterstützt die Insulinproduktion und trägt dadurch zur Blutzuckerregulation bei. Daher kann sich ein Vitamin-D-Mangel bei Diabetiker:innen auch besonders negativ auswirken.

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Altersdiabetes erkennen & aktiv vorbeugen

Altersdiabetes erkennen & aktiv vorbeugen

Rund 720.000 Menschen leiden in Österreich an Diabetes-Typ-2. Nachdem die Erkrankung meist in der zweiten Lebenshälfte auftritt, wird sie oft auch als Altersdiabetes bezeichnet. Die Stoffwechselerkrankung entwickelt sich schleichend und wird oft erst spät bemerkt. Das ist umso gefährlicher, als schwerwiegende Folgen für Organe, Blutgefäße und Nerven drohen: Rund 10.000 Menschen sterben in Österreich jährlich an den Folgen von Diabetes.

Was passiert im Körper?

Unser Körper braucht das Hormon Insulin, um den Zucker aus der Nahrung als Energiequelle nutzen zu können. Bei Typ-2-Diabetes reagieren die Körperzellen nicht mehr richtig auf das freigesetzte Insulin. Wird dann noch zu wenig davon ausgeschüttet, gelangt der Zucker nicht in die Körperzellen und bleibt im Blut, was zu erhöhten Blutzuckerwerten führt.
Folgeerkrankungen eines dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegels sind Durchblutungsstörungen, Nervenschäden, Sehprobleme, Herzinfarkt, Niereninsuffizienz und Schlaganfall.

Wer ist betroffen?

Obwohl die Krankheit meistens in einem Alter ab 50 Jahren auftritt, erkranken zunehmend auch junge Menschen. Neben erblicher Veranlagung, hormonellen Veränderungen und bestimmten Medikamenten ist vor allem ein Risikofaktor dafür verantwortlich: ein ungesunder Lebensstil.
Bewegungsmangel, Stress, ungesunde Ernährung, Übergewicht, hohe Blutfettwerte, Bluthochdruck oder auch Rauchen gehören zu typischen Auslösern für Diabetes-Typ-2.

Wie kann man aktiv vorsorgen?

In allem Übel liegt auch Gutes: Nachdem der Lebensstil so wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung von Typ-2-Diabetes hat, kann eine Umstellung alltäglicher Gewohnheiten das Erkrankungsrisiko erheblich senken bzw. die Krankheit in frühen Stadien sogar zurückdrängen.

  • Ballaststoffreiche Kohlenhydrate lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen. Greifen Sie daher so oft als möglich zu Vollkornprodukten, Gemüse und Hülsenfrüchten. Als Orientierungshilfe bietet sich die Mittelmeerkost an: Auf ihrem Speiseplan stehen vor allem frische, unverarbeitete Lebensmittel, pflanzliche Vielfalt und gesunde Fette, nur selten gibt es rotes Fleisch, verarbeitete Lebensmittel, wie Wurst oder Fertiggerichte, Süßigkeiten und Weißmehlprodukte.
  • Versorgen Sie Ihren Körper mit ausreichend Flüssigkeit! Um die 1,5 Liter Wasser oder ungesüßten Tee sollten Erwachsene täglich trinken. Softdrinks oder Alkohol sollten eine Ausnahme bilden.
  • Schon 30 Minuten Bewegung täglich helfen, das Erkrankungsrisiko zu senken. Je mehr, umso besser. Am besten fängt man mit kleinen Spaziergängen an oder lässt den Aufzug mal links liegen. Bewegung in der Natur hilft außerdem, Körper und Geist zu entlasten und Stress zu reduzieren. Und sie sorgt für einen besseren, gesünderen Schlaf.

Neben einem gesunden Lebensstil sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen und ein achtsamer Umgang mit dem eigenen Körper und den Warnsignalen, die dieser schickt, die beste Vorsorge gegen Altersdiabetes und für Lebensqualität.

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Medikamente & Mahlzeiten

Medikamente & Mahlzeiten

Wer schon einmal einen Beipackzettel gelesen hat, weiß, dass es bei Medika-menten einiges zu beachten gibt. Neben der Art der Einnahme, potenziellen Nebenwirkungen und der richtigen Lagerung gibt es allerdings noch einen weiteren Faktor, der oft vergessen wird, aber beachtet werden sollte: die Nahrungsmittel, die man gemeinsam mit
Medikamenten zu sich nimmt.

Sind Ernährung und Medikament nicht aufeinander abgestimmt, ist es möglich, dass eine sogenannte Arzneimittelwechselwirkung auftritt. Das bedeutet, dass die Wirkung eines Arzneimittels durch eine Substanz verstärkt oder vermindert wird. Manche Wechselwirkungen können hilfreich sein, in den meisten Fällen führen sie aber zu unerwünschten Nebenwirkungen.

Die Tasse Kaffee

Bei Arzneimitteln gegen Depression und auch einigen anderen Psychopharmaka vermindert Kaffee aufgrund der darin enthaltenen Gerbstoffe die Wirksamkeit und gefährdet dadurch den Therapieerfolg. Das gilt auch für schwarzen und grünen Tee. Wer seinen Schlaf schätzt, sollte außerdem nie Ciprofloxacin (ein Antibiotikum), Cimetidin (ein Magensäurehemmer) oder Prednison (ein Glukokortikoid/Kortison) mit Koffein kombinieren. Nach deren Einnahme kann der Körper das im Kaffee enthaltene Koffein nämlich schlechter verarbeiten: Der Kaffee wirkt länger und stärker, und es kann zu unangenehmem Herzrasen kommen.

Verbotene Frucht: Grapefruit

Ja, richtig gelesen: Wer Grapefruitsaft mit bestimmten Medikamenten mischt, tut seinem Körper nicht unbedingt etwas Gutes. Grapefruit lässt die Wirkung einiger Arzneimittel nämlich in die Höhe schießen oder verringert sie erheblich. Unter der Einwirkung von Grapefruitsaft können häufig auch Hautausschläge, Schwindel oder Kopfschmerzen auftreten.
Vermeiden sollte man Grapefruit zum Beispiel in Kombination mit Cholesterin- oder Blutdrucksenkern bzw. Herzmedikamenten. Ähnliche Effekte können auch bei Äpfeln, Orangen, Pomelos und Granatäpfeln auftreten.

Fetthaltiges Essen

Damit die Leber richtig arbeiten und unser Blut von unerwünschten Substanzen befreien kann, sollte sie bei der Einnahme von Medikamenten nicht mit fettigem Essen beschäftigt sein. Medikamente wie der Betablocker Propranolol können dann nämlich der ersten Leberkontrolle entgehen und stärker wirken als gewohnt. Auch die Wirkung von Blutdrucksenkern wird von fettigem Essen beeinflusst.

Milchprodukte

Milchprodukte enthalten Kalzium. Dieser Mineralstoff ist für die Knochen wichtig, mit einigen Arzneimitteln gemeinsam kann er allerdings im Magen schwerlösliche Verbindungen eingehen. In der Folge nimmt der Körper die Medikamente schlechter auf, sodass diese ihre Wirkung nicht voll entfalten können. Aufpassen sollte man bei Antibiotika, wie Ciprofloxacin, Norfloxacin und Doxycyclin, bei Osteoporosemitteln sowie Alendronsäure oder Risedron-säure und dem Schilddrüsenhormon L-Thyroxin.

Risiken und Nebenwirkungen

Medikamente wirken am besten, wenn sie richtig eingenommen werden. Wer gut informiert ist, kann Wechselwirkungen vermeiden. Es lohnt sich also jedenfalls, genau hinzuschauen und bei Ihrem Arzt oder Ihrer Apothekerin nachzufragen – für Ihre Gesundheit, Ihr Wohlbefinden und Ihre Lebensqualität.

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Herbstzeit ist Kürbiszeit

Herbstzeit ist Kürbiszeit

Der Kürbis wird zwar meist als Gemüse bezeichnet, botanisch gesehen ist das allerdings nicht korrekt. Wegen der Kerne, die frei im Fruchtfleisch liegen, gehört er zu den Beerengewächsen, genauer zu den Panzerbeeren. Von den 800 Arten sind rund 200 Sorten essbar.

Ein Allrounder für den gesunden Speiseplan

Mit seinem hohen Wasseranteil von 90 % und durchschnittlich nur 25 Kilokalorien pro 100 Gramm Fruchtfleisch ist der Kürbis ideales Nahrungsmittel für alle, die ihr Gewicht im Blick behalten wollen. Zusätzlich dazu enthalten Kürbisse viele Ballaststoffe. Diese helfen nicht nur, Blutzuckerwerte auszugleichen, sie machen auch lange satt und kurbeln die Verdauung an und sind daher optimale Unterstützung beim gesunden Abnehmen.

Neben Ballaststoffen enthalten Kürbisse auch viele Carotine. Diese sekundären Pflanzenstoffe sind entzündungshemmend, wirken sich positiv auf die Augengesundheit und unser Immunsystem aus und unterstützen bei der Senkung des Risikos von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Dazu kommen noch Vitamin B1, B2, B6 und Vitamin C – was den Kürbis dank seiner Unterstützung bei der Abwehr von Infektionen zum perfekten Bestandteil unseres Speiseplans zu Beginn der Erkältungssaison macht!

Das kleine ABC der Speisekürbisse

Grundsätzlich unterscheidet man Sommer- und Winterkürbisse. Sommerkürbisse haben eine dünnere Schale, die mitgegessen werden kann. Dafür sind sie allerdings auch kürzer haltbar als ihre winterlichen Kollegen. Um Ihnen die Orientierung im reichhaltigen herbstlichen Kürbisangebot zu erleichtern, finden Sie nachfolgend eine Übersicht über die gängigsten Speisekürbisse mit Tipps und Vorschlägen für Gerichte.

  • Hokkaido: Der knallorange Klassiker in jedem Supermarktregal ist vielseitig verwendbar: Kürbissuppe, Chutney, Kürbiskuchen – Sie haben die Qual der Wahl. Die Schale kann mitgegessen werden, sie ist sogar reichhaltig an Beta-Carotin und Vitamin A.
  • Butternuss: Dieser längliche, milde Kürbis sollte zwar geschält werden, hat dafür aber wenig Kerne. Sein Fruchtfleisch mit buttrig-nussigem Aroma wird beim Garen sogar cremig.
  • Besonders geeignet ist er für Aufstriche, Pürees oder auch Kuchen.
  • Muskatkürbis: Das Fruchtfleisch des gerippten, dunkelgrün bis bläulichen Kürbisses ist leuchtgelb und hat eine feine Muskatnote. Die Schale ist zwar dünn, sollte aber trotzdem entfernt werden. Muskatkürbisse können bis zu 40 Kilogramm schwer werden, weswegen sie sich sehr gut für Marmelade, Suppe oder Kompott eignen.
  • Bischofsmütze: Eigentlich ist dieser Kürbis aufgrund seiner besonderen Form ein Zierkürbis, allerdings ist er einer der wenigen seiner Art, die genießbar sind. Nur die Schale und den oberen Teil der Mütze kann man nicht essen. Deswegen wird er ausgehöhlt und mit einer Suppe oder einem Auflauf gefüllt, um das süßlich-würzige Fruchtfleisch zu ergänzen.
  • Pattinson-Kürbis: Dieser kleine Vertreter seiner Art erinnert geschmacklich an Artischocken. Kleinere Exemplare können roh und mit Schale verzehrt werden. Wegen seiner flachen, linsenförmigen Form hat er auch seinen Spitznamen bekommen: Ufo-Kürbis. Zu genießen ist er in Suppen, als Beilage oder im Salat. Das Motto dabei: Je kleiner, desto geschmackvoller!
  • Spaghettikürbis: Diese gelb-grün gestreifte, ovale Züchtung aus Japan birgt in ihrem Inneren eine Besonderheit: Wird der Kürbis gegart, zerfällt sein Fruchtfleisch in spaghettiähnliche Fäden. Die Schale wird nicht gegessen, sie dient als Behälter für die Gemüsenudeln, die man mit Kräutern oder auch jeder beliebigen Lieblingssauce verfeinern kann. Auch falsche Kartoffelpuffer kann man aus den Kürbisfäden zubereiten.

Kürbis-Fazit?

Der Kürbis und alles, was er mitbringt, sind eine echte Bereicherung für jeden Speiseplan. Nährstoffreich, gut bekömmlich und einfach in der Zubereitung ist er wie gemacht für die schnelle, gesunde Küche.
Also: Ran an den Kürbis – Sie werden es nicht bereuen!

Schnelle Kürbissuppe

Zutaten für 4 Personen:

  • 800 g Kürbis
  • 1 Zwiebel
  • etwas Butter oder Pflanzenöl
  • 600 ml Gemüsesuppe
  • 100 ml Cremefine
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Curry, …

Zubereitung:

Hokkaido in zwei Hälften schneiden und die Kürbiskerne entfernen. Den Kürbis sowie eine Zwiebel in Würfel schneiden und in einem Topf mit etwas Butter kurz anbraten. Mit Gemüsesuppe und Cremefine ablöschen und 15 bis 20 Minuten köcheln lassen. Anschließend pürieren und je nach Geschmack mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Curry oder auch Ingwer verfeinern. Kürbiskerne und Kürbiskernöl sind ein perfektes Topping.

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Artikel-Header: Ein Teller mit einem deftigen Eintopf aus Kartoffeln, Rindfleisch und Karotten

Ein Topf, der alles kann!

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Ein Topf, der alles kann!

Wenn die Nächte wieder länger werden und die Tage kälter, spüren wir, dass wir unseren Energiehaushalt umstellen sollten. Denn die fehlende Sonne schlägt sich aufs Gemüt. Doch dafür gibt eine einfache Lösung: den Eintopf! Er hält nicht nur warm bei kalten Temperaturen, sondern erfüllt auch die Seele mit Glück.

Lang lang ist`s her…

Die Geschichte des Eintopfs geht bis in die Steinzeit zurück – wenn auch nicht mit diesem Namen. Die Kochweise des Eintopfs ist auf die frühere Ausstattung des Haushalts mit nur einer Kochstelle zurückzuführen. Zudem wurde er über dem Feuer in einem Kessel zubereitet und dort war eben nur Platz für einen Topf. Die Bezeichnung „Eintopf “ ließ aber länger auf sich warten. Im deutschsprachigen Raum war das – meist zusammengewürfelte – Essen als „Durcheinander“ bekannt. Obwohl also bis weit ins 19. und 20. Jahrhundert dieses Gericht zum Ernährungsalltag gehörte, fehlte der zusammenfassende Begriff Eintopf.

Einen weiteren Siegeszug konnte der Ernährungsklassiker bei der Militärkost verbuchen. Im Deutsch-Französischen Krieg ersetzte die sogenannte Gulaschkanone 1910 die vorher üblichen größeren Feldküchen. Doch auch da ging das Wort Eintopf noch nicht in den Sprachgebrauch über. Erst mit dem 1. Weltkrieg wurde die Bezeichnung neu geschaffen. Als Kriegsnahrung dienten die Eintopfgerichte sowohl zur Ernährung der hungrigen Bevölkerung als auch den Soldaten im Kriegsdienst. Und das mit gutem Grund: Sie benötigten weniger Kochgeschirr und das Gericht ermöglichte eine umfassende Nutzung aller Nahrungsressourcen. Bei der breiten Bevölkerung fand das einfache Essen aber nur bedingt Anklang, was dazu führte, dass der Begriff kaum in der Literatur verwendet wurde.

Im zweiten Weltkrieg luden die Nationalsozialisten den Eintopf mit ihrer populistischen Ideologie auf, und zwar mit der Einführung des sogenannten Eintopfsonntags.

Beliebt rund um den Globus

Egal ob Gaisburger Marsch oder Erbsen- und Linseneintopf. Internationale Vertreter sind unter anderem Irish Stew, Bouillabaisse, Caldeirada (portugiesischer Fischeintopf), Borschtsch und das klassische Gulasch.

Rund um die Welt kennt und schätzt man Eintopf. So findet er sich in jeder Landesküche wieder, mit eigenen regionalen Abweichungen. In Österreich findet sich die Eintopftradition vor allem im Alt-Wiener Suppentopf wieder. In den frühesten österreichischen Kochbüchern ist er als Ohly, Oley, Ollio und Allapatrida zu finden. Der eigentlich spanische Eintopf wird aus vielerlei Fleisch- und Gemüsesorten am besten für viele Esser zubereitet, da die Zutatenliste sehr variabel ist.

Zudem können praktischerweise fast alle „Restln“ verbraucht werden. Lediglich auf die Kombination von Proteinen (Fleisch, Fisch oder Tofu) mit Gemüse und einer kohlenhydrathaltigen Beilage wie Kartoffeln, Nudeln oder Graupen kommt es an.

Keine schnelle Küche!

Die wichtigste Zutat aller Eintopfgerichte ist Zeit. So unterschiedlich die vielen Eintopf-Rezepte aus aller Welt auch sind, sie alle haben eine längere Zubereitungszeit gemeinsam.

Die genauen Kochzutaten sind dabei nahezu frei wählbar. Durch das lange Köcheln bei niedriger Temperatur auf dem Herd verschmelzen die einzelnen Aromen zu einem köstlichen Ganzen. Wie für jedes gute Essen gilt dabei auch für den Eintopf: Je besser die Zutaten, umso besser das Endergebnis und der Geschmack.

Der Eintopf ist ein Gericht zum Entschleunigen und nichts, was sich in 20 Minuten auf den Tisch zaubern lässt. Während allerdings die Zutaten im Topf vor sich hin brodeln, kann man sich getrost anderen Dingen widmen.

Rezept: Wachau Eintopf

Zutaten für 4 Personen:

  • 400 g Rindfleisch (gekocht)
  • 200 g Rindfleisch (gekocht, für die Pofesen)
  • 1 l Rindsuppe
  • 600 g Erdäpfel
  • 1 Knolle Sellerie
  • 2 Stk. gelbe Rüben
  • 2 Stk. Karotten
  • 1 Stk. Lauch
  • 1/2 Stk. Kohlkopf,
  • 1 Stk. Karfiol (oder Brokkoli)
  • 8 Scheiben Brot (dünn geschnitten) x Salz, Pfeffer, Lorbeer und Thymian (oder Majoran)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Öl (zum Herausbacken)

Zubereitung:

Waschen und schälen Sie die verschiedenen Gemüsesorten. Schneiden Sie anschließend den Knollensellerie, den Kohl, die Rüben und Karotten sowie den Lauch und die Erdäpfel in großzügige Scheiben.
Den Karfiol oder Brokkoli in Röschen zerteilen. Geben Sie das Gemüse getrennt in etwas Salzwasser und kochen Sie es bissfest. Dann schichten sie dieses nacheinander mit dem geschnittenen Fleisch in einen Topf. Übergießen sie es mit der Suppe, würzen sie es, kochen sie es kurz auf und lassen sie es am Herdrand oder bei sehr mäßiger Hitze ziehen. In der Zwischenzeit schneiden Sie für die Pofesen das Rindfleisch in Scheiben. Legen Sie es jeweils zwischen 2 Brotscheiben und backen Sie es in heißem Fett knusprig. Den Wachau Eintopf anrichten und mit den knusprigen Pofesen servieren.

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Großaufnahme von Tarock-Karten.

Tarock – Das königliche Kartenspiel

Großaufnahme von Tarock-Karten.

Tarock – Das königliche Kartenspiel

Was hatten Sigmund Freud, Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms gemeinsam? Richtig! Sie spielten Tarock!

Tarock gehört zu den ältesten tradierten Kartenspielen der Welt. Sein Ursprung liegt im 15. Jahrhundert. Heutzutage kursieren rund 13 lokale Tarockformen in Europa. In der Schweiz pflegt man die lokalen Varianten „Troccas“ und „Troggu“, in Deutschland „Cego“. In Österreich ist das über 200 Jahre zelebrierte Tarock-Königrufen seit 2024 sogar ein von der UNESCO anerkanntes immaterielles Kulturerbe und steht damit in einer Linie mit der Spanischen Hofreitschule oder der Blasmusik.
Doch selbst beim Kulturerbe Königsrufen gibt es regional unterschiedliche Hausregeln und Spielvariationen. Die Grundregeln des Königrufens sind zwar österreichweit einheitlich, bei Spielansagen und Prämien scheiden sich aber die Geister. Dieser Umstand hat offizielle österreichweite Turniere lange Zeit sehr schwierig gemacht.

Lasset die Spiele beginnen!

Begonnen hat Turniertarock schließlich im Jahr 1995 in Oberösterreich mit dem Raiffeisen Tarockcup im Zentrum Helfenberg. Im Jahr 2000 vernetzten sich die österreichweiten Turnierserien, und 2008 war es dann schließlich soweit: Zum ersten Mal wurde ein österreichweites Finale im Königrufen ausgetragen und der „Österreichische Tarockkönig“ gekrönt. 184 Tarockspieler:innen aus ganz Österreich versammelten sich damals im Casino Linz zu einem hochkarätigen Turnier, das einer inoffiziellen Staatsmeisterschaft gleichkam.
Seither findet jedes Jahr im April das Tarock-Österreich-Finale statt. Austragungsort ist traditionell das Casino Linz. Die Teilnahme ist nur über eine erfolgreiche Qualifikation möglich: Wer sich im Laufe der Spielsaison bei einem der sieben offiziellen Tarockcups durchsetzt (Hausruckviertler, Kärntner, Raiffeisen, Sauwald, Steirischer, Tiroler, Wiener Zeitung), darf beim Finale um den Titel „Österreichischer Tarockmeister“ antreten.

Partnersuche leicht gemacht …

Lust zum Tarockieren, aber das Gegenüber fehlt? In diesem Fall kann geholfen werden!
Mit der Tarockapp kann man direkt gegen den Computer spielen. Die App herunterladen, Level und Spielart auswählen, und schon kann man direkt kostenfrei loslegen. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Webseiten, die es möglich machen, entweder gegen den Computer oder auch gegen Menschen zu spielen.
Auf diesen Webseiten und auch jenen der Tarockcups gibt es außerdem oft Foren, in denen man sich mit Gleichgesinnten austauschen und auch jede Menge Tipps zu aktuellen Tarock-Runden in den verschiedenen Regionen erhalten kann. Hier kann man sich übers Internet vernetzen und anschließend von Angesicht zu Angesicht gegen- und miteinander spielen.
Aufgrund seiner Komplexität ist das Tarockieren übrigens auch ein hervorragendes Training fürs Gedächtnis. Aber egal, ob man allein zur Unterhaltung spielt oder gegen andere Personen bei einem Turnier antritt: Im Mittelpunkt steht der Spaß! Und der ist beim Königrufen in jedem Fall garantiert.

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Eine Mann und eine Frau stehen mit ihren E-Bikes in einer blühenden Blumenwiese und lächeln sich an.

Vom Drahtesel zum Pedelec

Eine Mann und eine Frau stehen mit ihren E-Bikes in einer blühenden Blumenwiese und lächeln sich an.

Vom Drahtesel zum Pedelec

Je wärmer es wird, desto mehr E-Bikes flitzen durch die Straßen. Die Sonne scheint, der Helm sitzt, die fesche neue Jacke schützt vor Wind. Da kann doch nichts mehr schiefgehen, oder?

Ganz so einfach ist es leider nicht. E-Bikes lassen zwar sogar passionierte Sportmuffel neue Freude am Fahrradfahren spüren, indem sie es einfacher machen, längere Strecken zurückzulegen oder auch hügelige Landschaften auf zwei Rädern zu erobern. Allerdings ist mit den steigenden Verkäufen auch die Zahl der Unfälle in die Höhe geschossen. Daher sollte man sich vor Kauf eines E-Bikes schlau machen, um nicht nur flott, sondern auch sicher auf zwei Rädern unterwegs zu sein.

E-Bike oder Pedelec?

Der Begriff „E-Bike“ bedeutet „Zweirad mit Motor“. Das heißt, dass ein E-Bike eigentlich ein Moped ist, das ohne Pedalantritt fährt: ein elektrisch angetriebenes Fahrrad ohne Tretunterstützung.
In den letzten Jahren hat sich der Begriff „E-Bike“ allerdings als Überbegriff bei uns eingebürgert. Was die meisten meinen, wenn sie heute von einem E-Bike sprechen, ist eigentlich ein „Pedelec“ – ein Fahrrad mit elektrischem Antriebsassistenten mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h.
Für alle, die es schneller wollen, gibt es das „S-Pedelec“. Um dieses zu fahren, muss man nicht nur mindestens 16 Jahre sein, man braucht auch einen Führerschein. Mit S-Pedelecs dürfen in den Städten keine Fahrradwege genutzt werden, und es besteht Helmpflicht.

Herstellerfirmen bringen so gut wie jedes Jahr ein neues Modell auf den Markt. Für die Fahrradhändler heißt es dann, Platz in Lager und Geschäft zu schaffen. Im Zeitfenster von Ende August bis Mai lohnt es sich daher, sich regelmäßig über Angebote zu informieren – Top-E-Bikes aus der Vorsaison kann man dann oft zu günstigen Preisen ergattern.

Sicher unterwegs?

Wie alles im Leben erfordert auch das sichere Fahren mit dem E-Bike Übung. Über die Funktionsweise der Batterie, der Unterstützungsstufen und der Bremsen des Bikes informiert man sich am besten gleich direkt beim Kauf. Die erste Ausfahrt sollte dann auf einem freien Platz ohne Verkehr erfolgen. Dort kann man sich mit den Eigenheiten des neuen Zweirads vertraut machen und den sicheren Umgang damit üben.

Ein Paar sitzt auf ihren Fahrrädern und lächelt in die Kamera.

Anfahren und Abbremsen fühlen sich aufgrund der Motorunterstützung anfangs vielleicht ungewöhnlich an. Beim Üben kann man mit einer niedrigen Unterstützungsstufe starten, um sich dann langsam „raufzuschalten“. Beim Bremsen sollte man darauf achten, die Bremsen gleichmäßig zu betätigen. Der Sattel sollte so eingestellt sein, dass man den Boden mit den Füßen gut erreichen kann.

Los geht‘s!

Wer sich mit dem neuen E-Bike ausreichend vertraut gemacht hat, kann den ersten Ausflug planen. Auch hierbei gibt es ein paar Dinge zu beachten. So sollte etwa die Reichweite des Akkus zur Länge der Strecke passen. Häufig gibt es auf beliebten Fahrradtour-Strecken auch E-Bike-Ladestationen, Tourismusbüros der jeweiligen Region können beim Finden dieser weiterhelfen.Für längere Touren kann man auch einen ein Ersatzakku einplanen.

Und obenrum?
Auch ohne Helmpflicht sollte dieser zur Grundausstattung gehören. Aktuell hat der OGH entschieden, dass E-Bike-Fahrer:innen ohne Helm bei einem unverschuldeten Unfall mit Kopfverletzung eine Mitschuld tragen. Abgesehen davon erhöht ein Helm die Sicherheit beträchtlich.

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