Warum Sie lästiges Aufstoßen oder Magenbrennen nicht ignorieren sollten und was Sie dagegen tun können.
Was passiert im Körper?
Der Übergang zwischen Speiseröhre und Magen ist durch Muskeln verschlossen. Diese öffnen sich kurz, wenn vermischte Nahrung dort einlangt. Anschließend verschließen sie sich wieder, sodass der Mageninhalt nicht zurückfließen kann. Nach einer üppigen Mahlzeit, manchmal aber auch ohne ersichtlichen Grund kann es vorkommen, dass sich der Verschluss am Mageneingang lockert bzw. ungewollt öffnet. Luft oder Magensaft können wieder nach oben in die Speiseröhre gelangen und diese reizen. Das Ergebnis ist Sodbrennen.
Was ist die eigentliche Ursache?
Meist wird die Magensäure für Sodbrennen verantwortlich gemacht. Das ist aber kein Zeichen der Übersäuerung, sondern ein Zeichen der richtigen Säure am falschen Platz. Tatsächlich können starker Druck auf den Magen oder ein fehlerhaft arbeitender Schließmuskel am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen die Übeltäter sein.
Viele Betroffene machen die Erfahrung, dass Stress oder der Verzehr bestimmter Lebensmittel ihre Beschwerden verstärkt oder auslöst. So kommt es zum Beispiel nach fett-, säurehaltigem oder scharfem Essen, Kaffee- oder auch Nikotinkonsum häufiger zu Rückfluss vom saurem Mageninhalt in die Speiseröhre. Auch hastiges Essen, körperliche Anstrengung oder bestimmte Körperhal- tungen, etwa das Vorbeugen, können zu den unangenehmen Symptomen führen. Medikamente gegen Bluthochdruck oder die „Pille“ können die Beschwerden verstärken.
Genuss ohne unerwünschte Nebenwirkungen?
Wer öfter unter Sodbrennen leidet, sollte zuerst seine Ernährungsgewohnheiten hinterfragen. Langsames Essen und ausreichendes Kauen helfen, die Magensäure im Magen zu halten. Außerdem sollte man leichte Kost, viele kleine Mahlzeiten und Kräuter-Heiltees zu sich nehmen und sich abendlich „kurzhalten“. Auch der Verzicht auf Alkohol und säurefördernde Lebensmittel, wie fettiges Fleisch oder säurehaltiges Obst, schützen vor Sodbrennen.
Häufiges Sodbrennen kann zu einer Speiseröhrenentzündung oder zu „Barrett-Ösophagus“ führen. Letzteres ist eine krankhafte Veränderung der unteren Schleimhaut der Speiseröhre, bei der sich das Risiko für Speiseröhrenkrebs verzehnfacht. Daher sollten Sie sich, falls alle Maßnahmen gegen Sodbrennen nicht helfen, ärztlichen Rat holen. Neben einer Ernährungsumstellung oder Medikamenten kann bei sehr starken Beschwerden auch eine Anti-Reflux-Operation helfen. Bei dieser wird der obere Teil des Magens um das untere Ende der Speiseröhre gelegt und dort an Zwerchfell, Magen oder Speiseröhre festgenäht.
Sodbrennentagebuch dass man eine Zecke niemals mit Öl oder Klebstoff beträufeln soll? Sie stirbt zwar, während ihres Todeskampfes pumpt sie allerdings noch eine hohe Zahl an Erregern ins Blut ihres Opfers.
Mit rund 80.000 Eingriffen jährlich ist die Grauer Star-OP die häufigste Operation in Österreich.
Was ist Grauer Star?
Beim Grauen Star trübt sich die Linse nach und nach ein, sie färbt sich grau. Diese häufige Augenerkrankung, die auch „Katarakt“ genannt wird, entwickelt sich meist erst bei Menschen über 50 Jahren, mit dem Alter nimmt das Erkrankungsrisiko stetig zu. Das einzige Symptom von Grauem Star ist der Sehverlust. Betroffene sehen zunehmend unscharf, Kontraste und Farben verschwimmen. Vor allem bei diffuser Beleuchtung entsteht das Gefühl, durch einen Schleier oder Nebel zu schauen. Manche entwickeln auch eine hohe Blendungsempfindlichkeit.
Diagnose & Behandlung
Nachdem die Symptome sich meist schleichend verstärken, nehmen viele Menschen sie lange Zeit nicht wahr bzw. führen sie auf andere Ursachen zurück, wie etwa Müdigkeit oder ein altersbedingtes Nachlassen der Sehfähigkeit. Zur eindeutigen Feststellung von Grauem Star führt der Augenarzt eine Spaltlampenuntersuchung durch: Die Pupille wird medikamentös erweitert, um mit Hilfe der Spaltlampe, einem speziellen Mikroskop, die vorderen Teile des Auges zu untersuchen. Einzig wirksame Behandlungsmethode von Grauem Star ist eine Operation. Wann diese sinnvoll ist, hängt davon ab, wie stark der Sehverlust das Leben beeinträchtigt. Zusätzlich dazu müssen auch andere Augenerkrankungen, wie etwa Grüner Star, mit einbezogen werden.
Die Operation, bei der die getrübte Linse durch ein künstliches Linsenimplantat ersetzt wird, erfolgt im Regelfall ambulant unter örtlicher Betäubung mittels Augentropfen. Erst wird die Linse des Auges zerkleinert und entfernt, anschließend wird eine Kunstlinse implantiert. Das dauert insgesamt nur ca. 15 Minuten.
Die Zeit nach der OP
Nach der Operation wird das operierte Auge verbunden und mit einer durchsichtigen Plastikschale geschützt. Bei der Nachkontrolle nach 24 Stunden wird der Verband entfernt, das Auge muss nun regelmäßig mit Augentropfen eingetropft werden. Der Großteil der Patienten sieht schon nach dem Eingriff gut, manche sehen anfangs noch eingetrübt, was sich im Regelfall innerhalb weniger Tage klärt.
Die komplette Heilungsphase dauert 4 bis 6 Wochen. Druck und Stress können dem Heilungsprozess schaden, schweres Heben und anstrengende Tätigkeiten sollten daher vermieden werden. Zur Minimierung des Infektionsrisikos sollte man außerdem vorübergehend auf Schwimmbad, Sauna und Solarium verzichten. Während der Heilungsphase sollten außerdem keine Sehhilfen genutzt werden. So fällt es dem Gehirn leichter, sich auf die neuen Sehverhältnisse einzustellen.
Und was ist der Nachtstar?
Bei rund einem Fünftel aller Katarakt- Operierten entsteht nach der OP eine Trübung im hinteren Teil des Auges. Diese ist ungefährlich und geht mit denselben Symptomen wie Grauer Star einher: unscharfem Sehen, Blendungsempfindlichkeit, schlechter Nachsicht. Mit einem speziellen Laser kann der Nachstar ambulant entfernt werden.
Der magische Speiseplan für einen prickelnden Abend.
Sie haben Ihr ganzes Herzblut in die Gestaltung eines gelungenen Dinners for two gelegt, mit Liebe eingekauft und mit Gefühl gekocht, und der Abend endet trotz aller Bemühungen nur mit einem vollen Bauch und ohne jedes erotische Knistern? – Vielleicht haben Sie ja einfach nur zu den falschen Zutaten gegriffen …
Schon in der Antike hat man nach Mitteln und Wegen gesucht, die Potenz und Lust von Mann und Frau zu steigern. Aphrodite, die griechische Göttin der Liebe, wurde zur Namenspatronin für Hilfsmittelchen jeglicher Art, denen eine positive Auswirkung auf das Liebesleben nachgesagt wird: die Aphrodisiaka.
Essen mit allen Sinnen
Nahrungsmittel, die immerhin im Zentrum des lustvollen Aktes des Essens stehen, gehörten von Beginn an zu den beliebtesten Aphrodisiaka. Bis heute wird so manchem Gemüse oder Gewürz eine besondere Wirkung auf Begierde und Lustempfinden nachgesagt. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten keine unmittelbare Wirkung von Aphrodisiaka belegen. Tatsächlich gibt es allerdings Lebensmittel, wie zum Beispiel die Gewürze Chili und Ingwer, die den Kreislauf anregen und die Durchblutung fördern. Ein Ergebnis, das bei einer lustvollen Begegnung durchaus von Nutzen sein kann.
Andere Lebensmittel punkten aufgrund ihrer Form, die die Fantasie anregt und in richtiger Atmosphäre lustvoll stimmt: Der Spargel als Phallus-Symbol, die Avocado als Sym- bol für den männlichen Hodensack oder auch die Feige als Symbol des weiblichen Geschlechts zählen zu jenen Lebensmitteln, die ihren Ruf als Aphrodisiaka ihrer eindeutig zweideutigen Form zu verdanken haben.
Manche Lebensmittel verfügen über Inhaltsstoffe, die in gewisser Weise beim Liebesspiel bzw. beim Liebeswerben unterstützen. So enthalten zum Beispiel Sellerie und Trüffel Androstenol, einen Stoff, der auch im Männerschweiß vorkommt. Meeresfrüchte wie Austern, Venusmuscheln, Hummer und Kaviar enthalten große Mengen an Eiweiß und Zink. Diese regen die Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron an. Dies ist allerdings nicht der einzige Grund für die aphrodisierende Wirkung, die man diesen in unseren Breitengraden exotischen Lebensmitteln nachsagt. Nicht zuletzt ist es wohl auch das besondere Ambiente, in dem diese besonderen Lebensmittel gegessen werden, die man sich nicht täglich „gönnt“ und daher auch besonders lustvoll genießt.
Aphrodisiaka einst und jetzt
In der Geschichte der Aphrodisiaka gelten exotische, schwer erschwingliche Lebensmittel schon seit jeher als besonders lustfördernd. Dieser Tatsache haben es auch unsere Kartoffeln und Tomaten zu verdanken, dass sie im 16. und 17. Jahrhundert, als sie frisch in unseren Breiten „gelandet“ waren, als Aphrodisiaka galten. Auch Alkohol wird gern als Aphrodisiakum eingesetzt. Er enthemmt und schafft es somit, kurzfristig Lust zu wecken. Zu viel davon macht allerdings müde und führt beim Mann oft zu Erektionsstörungen. Als Ersatz empfiehlt sich ein vitaminreicher alkoholfreier Cocktail, der fit und vital macht. Kakao und Schokolade enthalten Serotonin, auch bekannt als „Glückshormon“. Wie der Name schon sagt, macht dieser Botenstoff des Gehirns glücklich und zufrieden. Allerdings sollte man sich darauf beschränken, diese nur als Appetitanreger einzusetzen, zu viel davon macht nämlich träge und müde.
Anregender Fenchel, enthemmender Lauch oder Dill, stimulierender Ingwer, auflockernde Marillen, erotische Erdbeeren, Energie spendende Trauben, berauschende Muskatnuss, aufmunternder Kerbel, luststeigernde Minze, belebender Rosmarin, verführerischer Zimt – für welche Bestandteile und Gewürze Sie sich bei Ihrem persönlichen erotischen Menü auch immer entscheiden mögen: Am wichtigsten ist es, die richtige Atmosphäre für einen genussvollen Abend zu zweit zu schaffen. Wenn Sie dann noch darauf achten, dass leichte Gerichte serviert werden, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Denn schwer Verdauliches sorgt beim Mann dafür, dass das Blut zum Magen strömt. Um die Früchte Ihres gelungenen Abendessens bei Kerzenschein ernten zu können, ist dieses allerdings an anderer Stelle gefragt …
200 Euro Förderung für die Reparatur von Haushaltsgeräten
Sie möchten etwas gegen den verschwendenden Ressourcenverbrauch tun – wissen aber nicht wie? Ein einfacher Schritt für alle ist es, die eigenen Haushaltsgeräte reparieren zu lassen, anstatt sofort ein neues zu kaufen. Elektro- und Elektronikgeräte reparieren zu lassen, ist ökologisch, praktisch und mit der Reparaturbonus-Förderung für private Haushalte sehr günstig.
Was kann ich reparieren lassen?
Grundsätzlich wird die Reparatur von fast allen Elektro- und Elektronikgeräten im privaten Haushalt gefördert, also alles was ein Kabel, Batterie oder Akku und/oder Stecker hat. Darunter fallen normalerweise alle elektronischen Haushaltsgeräte. Also egal ob Staubsauger, Waschmaschine oder Wasserkocher. Aber natürlich kann der Bon auch für Unterhaltungselektronik genutzt werden wie TV-Geräte, Stereoanlagen und Laptops. Zusätzlich kann auch ein Kostenvoranschlag für eine Reparatur gefördert werden. Dabei werden bis zu 30 Euro aus dem Fördertopf finanziert.
Wie funktioniert der Reparaturbonus?
Grundsätzlich können 50 % der Reparaturkosten durch den Bonus bezahlt werden, allerdings ist der Betrag mit 200 Euro gedeckelt. In der Praxis bedeutet das: Bei einer Reparatur mit Gesamtkosten von 400 Euro werden 200 Euro übernommen und 200 Euro selbst bezahlt. Bei höheren Reparaturkosten wird nur der gedeckelte Betrag von 200 Euro übernommen und der Rest ist selbst zu zahlen. Bei geringeren Kosten der Reparatur werden immer 50 % übernommen und die andere Hälfte selbst gezahlt.
Dabei ist es unerheblich wie sich die Summe der anfallenden Kosten zusammensetzt. Übernommen werden also sowohl die Arbeitszeit (inkl. Anfahrtskosten), die Materialkosten, die Versandkosten bei Material und Ersatzteilbestellungen als auch die Arbeitszeit für Erstellung des Kostenvoranschlages.
Wie kann ich den Bonus einlösen?
Auf www.reparaturbonus.at können Privatpersonen in ganz Österreich den Reparaturbonus anfordern. Nach Anmeldung kann jeweils für ein zu reparierendes Gerät ein Bon genutzt werden.
Wichtig: Die Einlösefrist des Reparaturbonus beträgt drei Wochen und dieser verfällt danach. Der Bonus kann auch nicht im Nachhinein beantragt werden. Wenn ein Reparaturbon abgelaufen ist, kann jedoch ein neuer beantragt und genutzt werden. Sie können somit mehrere Bons gleichzeitig nutzen, allerdings nur für unterschiedliche Geräte. Der Reparaturbonus kann beantragt werden, solange Fördermittel vorhanden sind, längstens jedoch bis 31.12.2023. Einlösbar ist der Bonus nur bei registrierten Partner-Betrieben die an der Förderaktion beteiligt sind. Diese können unter www.reparaturnetzwerk.at für Wien abgerufen und nach der gesuchten Kategorie gefiltert werden.
Das Leben wird teurer und es ist vorerst kein Ende in Sicht. Damit trotzdem mehr von der Pension übrig bleibt, haben wir Spartipps für den Haushalt gesammelt. Vieles ist Ihnen sicher geläufig, manches muss man sich aber trotzdem immer wieder bewusst machen!
Strom und Gas
Besonders sinnvoll ist es, sich zu überlegen, wie man den hauseigenen Strom- und Gasverbrauch reduzieren kann. Ganz klar, frieren will niemand. Gleichzeitig animieren stetig steigende Heizkosten aber auch nicht gerade dazu, mit dem Thermostat sorglos umzugehen. Denn jedes zusätzliche Grad Wärme schlägt je nach Heizgerät mit rund fünf Prozent Mehrkosten zu Buche. Ganz abgesehen davon, dass man damit seiner Geldbörse einen Gefallen tut, betätigt man sich damit gleichzeitig auch noch als Klimaschützer!
Auch wenn es mit einigem Informationsaufwand verbunden ist, sollte man sich überlegen, vom Standardanbieter zu einem Billiganbieter zu wechseln – damit kann gerade zur Zeit der Energieteuerung einiges gespart werden!
Sparen im Alltag
Neben einem Anbieterwechsel gibt es aber auch in vielen Bereichen des Haushalts die Möglichkeit, durch gezielte Aktionen die Effizienz der Energienutzung zu steigern und damit den Energieverbrauch zu reduzieren:
Der Kühlschrank Er ist einer der größten Stromfresser in jedem Haushalt.
Achten Sie schon bei der Küchenplanung darauf, wohin Sie Ihr Gerät stellen! Stellen Sie es nie neben eine Heizung, den Herd oder den Geschirrspüler. Jedes Grad mehr Umgebungstemperatur bedeutet 6% mehr Stromverbrauch.
Tauen Sie Ihren Kühlschrank mindestens zwei Mal im Jahr ab und befreien Sie den äußersten Wärmetauscher von Staub.
Kontrollieren Sie die Kühltemperatur Ihres Geräts: 7°C halten die Speisen lange kühl und frisch. Jedes Grad weniger bei der Kühltemperatur bedeutet 10% mehr Energieverbrauch.
Beim Kochen
Verwenden Sie den kleinstmöglichen Topf und stellen Sie ihn auf die passende Platte.
Kochen Sie mit Deckel unf verwenden Sie glatte Töpfe – diese verkürzen die Kochzeit. Kochen Sie außerdem mit nicht zu viel Wasser.
Nutzen Sie die Nachwärme von Herdplatten und Backrohr – oft kann man bereits 10 Minuten vor Ende der Gardauer den Herd abdrehen.
Licht
Der beste Tipp beim Thema Beleuchtung ist sogleich der günstigste: Nutzen Sie das Tageslicht so lang und gut wie möglich aus.
Im Gang oder in Treppenhäusern kann sich der Einbau einer Abschaltautomatik lohnen, somit kann man nicht vergessen, das Licht abzudrehen.
Drehen Sie das Licht in nicht benutzten Räumen ab.
Die Verwendung von LED-Leuchten lässt ebenfalls mehr Geld im Portemonnaie übrig.
Waschen
Nutzen Sie das Fassungsvermögen von Geschirrspüler und Waschmaschine aus und nehmen Sie die Geräte nur voll in Betrieb. Spülen mit der Hand ist in jedem Fall „teurer“, da man hier immer mehr Wasser verbraucht.
Das Teuerste beim Wäschewaschen ist das Warmwasser. Kleidung, die einen normalen Verschmutzungsrad aufweist, wird bei 40°C sauber! Kochen Sie Wäsche nur dann aus, wenn es unbedingt notwendig ist.
Achten Sie bei Ihrer Waschmaschine auf die Schleuderkraft! Wenn Sie Ihre Wäsche in einem Wäschetrockner trocknen, sollten Sie mit 1200 Umdrehungen schleudern, zum Trocknen auf der Leine reichen 1000.
Im Badezimmer gilt, dass Duschen weniger Wasser verbraucht als ein Vollbad. Pro Vollbad können Sie etwa drei bis vier Mal jeweils etwa fünf Minuten duschen.
Elektronische Geräte
Verwenden Sie abschaltbare Steckdosen und Verteilersteckleisten, wann immer Sie können. Der Stand-by-Modus frisst nämlich übers Jahr gesehen ganz schön viel Energie.
Fenster
Schlecht isolierte Fenster führen tatsächlich dazu, dass man sein Geld zum Fenster hinauswirft! Fenster und Türen neu abzudichten kostet zwar etwas Zeit und Geld, ist aber eine sehr sinnvolle Investition.
Achten Sie außerdem beim Lüften darauf, dass die Fenster nicht den ganzen Tag gekippt sind. Öffnen Sie diese nur kurz, aber dafür mehrmals täglich. So erfolgt der Luftaustausch gründlicher und schneller!
Haushaltsversicherung Grundsätzlich deckt die Haushaltsversicherung Schäden an beweglichen Gegenständen im eigenen Haushalt ab. Als Schutz gegen Schadenersatzansprüche Dritter ist im Regelfall auch eine private Haftpflichtversicherung inkludiert. Das Wichtigste bei Abschluss einer Haushaltsversicherung ist deren Abstimmung auf Ihre persönliche Situation:
Je größer der Selbstbehalt, umso niedriger wird die zu zahlende Versicherungsprämie. Werden kleinere Schäden im Rahmen von 70 bis 100 Euro selbst übernommen, so kann bis zu einem Fünftel der Prämie eingespart werden.
Wenn Sie weder Glastüren noch große Fensterflächen in Ihrer Wohnung haben, sollten Sie auf eine Glasbruchversicherung verzichten. So können Sie bis zu einem Drittel der Prämie einsparen.
Alarmanlagen, Sicherheitstüren und sonstige Schutzmaßnahmen reduzieren Ihre Versicherungsprämie. Informieren Sie Ihren Versicherungsvertreter daher unbedingt, wenn Sie zusätzliche Sicherungseinrichtungen in Ihrem Haushalt installieren.
Informieren Sie sich bei Versicherungsabschluss über die günstigsten Zahlungsmodalitäten. Oft ist eine jährliche Zahlung der Prämie kostengünstiger.
Wenn Sie Ihren Haushalt durch Anschaffungen, Um- oder Zubauten aufwerten, sollten Sie auch die Versicherung entsprechend „aufwerten“. Das Sparen am falschen Ort kann im Schadensfall jede Menge Geld kosten!
Achtung: Wenn Sie den zu versichernden Haushalt weniger als 270 Tage im Jahr bewohnen, so kann aufgrund des erhöhten Gefahrenpotenzials ein Zuschlag von mehr als 200 Prozent verrechnet werden.
Haben Sie gewusst, …
dass ein tropfender Wasserhahn pro Monat 170 Liter Wasser vergeudet?
dass pro WC-Spülung rund 14 Liter frisches Wasser „den Bach hinunter“ gehen? Bei Nutzung der Spartaste sind es nur 3 Liter.
Nellie Bly – Die Pionierin des investigativen Journalismus
In 72 Tagen um die Welt …
Elizabeth Jane Cochran sollte das Unmögliche möglich machen und die Erde entgegen aller Erwartungen von Jules Verne, der schon 79 Tage für eine Frau für unwahrscheinlich hielt, die Erde in 72 Tagen umrunden – doch das ist noch nicht einmal das Interessanteste an ihr.
Die Weltenbummlerin wurde 1864 im amerikanischen Pennsylvania geboren. Ihr Vater verstarb in ihrem 6. Lebensjahr und hinterließ ihre Mutter mit 14 Kindern in Armut. Eigentlich wollte Elizabeth Cochran Lehrerin werden, doch das Geld fehlte, um die Ausbildung zu beenden. Das Aufwachsen in unterprivilegierten Verhältnissen führte ihr deutlich vor Augen, dass sie für den eigenen Lebensunterhalt selbst arbeiten muss und keine familiäre Unterstützung erwarten kann. Den Grundstein für ihre weitere Karriere legte dann aber ein Leserbrief.
Die Kolumnistin Nellie Bly
Der von Cochran verfasste Leserbrief an die Tageszeitung „Pittsburgh Dispatch“ befasste sich höchst kritisch mit einem bereits erschienenen Artikel zur klassischen frauenfeindlichen Rollenverteilung – anonym unter- schrieben mit „Einsames Waisenmädchen“. Dieser schlug so hohe Wellen, dass der Chefredakteur nach der Autorin des Briefes mit Hilfe einer Zeitungsannonce suchte.
So geschah es, dass Elisabeth Jane Cochran zu einem Treffen in die Redaktion kam und als Kolumnistin mit dem Pseudonym Nellie Bly wieder ging. Der Plan des Chefredakteurs war es – wie Ende des 19. Jahrhunderts sehr verbreitet – Bly auf die Themen Kochen und Lifestyle anzusetzen, so wie es sich für eine Frau damals gehörte.
Doch da hatte er die Rechnung ohne seine aufstrebende Journalistin gemacht. Als sogenannte „Girl Stunt Reporterin“ prägte sie den Journalismus nachdrücklich. Auch wenn heute hauptsächlich die Männer der damaligen Zeit als Enthüllungsjournalisten in die Geschichte eingingen, waren es junge Frauen, die dieses Berufsbild prägten. Sie alle enthüllten wichtige gesellschaftliche Missstände und brachten diese unter Einsatz ihrer physischen und psychischen Kräfte an die Öffentlichkeit. Sie wurden von der Leserschaft nahezu verehrt und ließen die Kassen der Verleger durch hohe Auflagen klingeln. So war es auch mit Nellie Bly. Statt sich hinter Blumendeckchen und Kochrezepten zu verstecken, wagte sie den Sprung in den Investigativ-Journalismus. Gleich zu Beginn schrieb sie eine Artikelserie zum Alltag und Leben von FabrikarbeiterInnen.
Das Leben als Abenteurerin
Doch es kam, wie es kommen musste: Trotz erfolgreicher Enthüllungsreportagen wurde sie in die Redaktion für Frauenthemen versetzt und sollte über Kunstgeschichte und Mode berichten. Frustriert über ihre berufliche Entwicklung verließ Nellie die Zeitung und nahm eine Anstellung als Korrespondentin in Mexiko an. Ein halbes Jahr lang berichtete sie über Armut und Korruption, bis die mexikanische Regierung sie zwang, Mexiko zu verlassen.
Zurück in Amerika blieb ihr nicht viel anderes übrig als Theaterkritiken bei der „Pittsburgh Dispatch“ zu verfassen. Auch diese Tätigkeit konnte ihr keine Freude bereiten. 1887 folgte sie ihrem Herzen und reichte nicht nur ihre Kündigung ein, sondern krempelte ihr ganzes Leben um und übersiedelte nach New York. Nach einiger Zeit der Arbeitslosigkeit und Ablehnung vieler Verleger und Chefredakteure auf Grund ihres Geschlechts, fand sie einen Job bei der Zeitung „New York World“, dessen Verleger niemand geringerer als Joseph Pulitzer war – dessen Journalismus-Auszeichnung wir alle kennen. Zu diesem Zeitpunkt konnte niemand auch nur ahnen, welchen Berühmtheitsstatus Nellie Bly noch erreichen sollte.
Der größte journalistische Erfolg
Noch im selben Jahr veröffentlichte sie ihre erste Reportage bei der „New York World“ mit dem Titel „Zehn Tage im Irrenhaus“, welche auch in Buchform erhältlich war. Für diesen höchst erfolgreichen Bericht beschloss Nellie, sich unter einem falschen Vorwand selbst für 10 Tage in eine Nervenheilanstalt einweisen zu lassen und die Behandlung am eigenen Leib zu erfahren. Die Reportage darüber strotzte nur so von Missständen, Mangelernährung und Missbrauch.
Der Bericht verdeutlichte die katastrophalen Bedingungen in der sich die Frauen in der Irrenanstalt in Blackwells Island damals behandeln lassen mussten. Nach Nellie Blys Analyse waren dort nicht nur psychisch beeinträchtigte Frauen untergebracht, sondern sehr wohl auch viel gesunde Frauen, die „nur“ zu arm waren, um anderswo ihr Leben zu führen. Die Veröffentlichung schlug solche Wellen, dass der Bürgermeister von New York die Einrichtung renovieren ließ und das Einweisungsverfahren überarbeitete.
Auf diesen Erfolg folgten viele weitere – so schrieb sie unter anderem über Arbeitsrechtler, deckte einen Korruptionsskandal auf und berichtete über die dunklen Zustände der unterprivilegierten Gesellschaftsschichten. Sie prägte nicht nur thematisch den Enthüllungsjournalismus sondern auch durch ihren revolutionären literarischen Erzählstil aus der Ich-Perspektive.
Weltreise
Zwei Jahre nach ihrem bisher größten Erfolg brach Nellie Bly zu ihrer Weltreise auf. Inspiriert von dem Roman „In 80 Tagen um die Welt“ von Jules Verne sollte dieser einem Realitätscheck unterzogen werden. Entgegen ihren eigenen Erwartungen stürzte sich die „New York World“ geradezu auf das Vorhaben und brachte es auf ihre Titelseite. Gleichzeitig sollte nämlich auch eine Journalistin von der „Cosmopolitan das gleiche Vorhaben wagen – lediglich andersherum.
Am 14. November 1889 ging die erfolgreiche Journalistin an Board der Augusta Victoria. Nachdem sie in London das Schiff verließ, ging es über den Suez-Kanal nach Indien, Japan und China wieder zurück in die USA. Für die Reise genutzt wurde jegliches damals zur Verfügung stehende Verkehrsmittel – egal ob Zug oder Kutsche.
72 Tage, 6 Stunden und 11 Minuten, nachdem Nellie Bly die Augusta Victoria betreten hatte, kam sie wieder in den USA an. Freudig wurde sie von der Presse bereits erwartet. Ihr Reisebericht „In 72 Tagen um die Welt“ verfasste sie im Alter von 26 Jahren. Dieser lässt sich bis heute äußerst unterhaltsam lesen.
Nach der aufregenden Weltreise hörte Bly auf zu berichten und nahm einen lukrativen Job als Autorin von Fortsetzungsromanen für das wöchentlich erscheinende New York Family Story Paper an. Die ersten Kapitel basierten auf dem realen Prozess gegen Eva Hamilton. Zwischen 1889 und 1895 schrieb sie elf Romane.
Von der Autorin zur Geschäftsfrau
1895 heiratete Nellie Bly im Alter von 33 Jahren den millionenschweren Fabrikanten Robert Seaman. Dieser war zum Zeitpunkt der Eheschließung bereits 73 Jahre alt. Aufgrund der schlechten Gesundheit ihres Mannes kehrte sie dem Journalismus den Rücken und trat im Jahr 1904 die Nachfolge ihres Mannes als Leiterin der Iron Clad Manufacturing Co. an.
Auch in dieser Funktion bewies sie Können und erhielt Patente für eine neuartige Milchkanne und eine stapelbare Mülltonne. Eine Zeit lang war sie eine der führenden Industriellen der Vereinigten Staaten. Aber ihre Nachlässigkeit in der Mitarbeiterführung endete im Bankrott der Iron Clad Manufacturing Co.
Sie wechselte daraufhin zurück in den Journalismus. Im Jahr 1913 sagte sie in einem Bericht über die Suffragetten das genaue Jahr der Einführung des Frauenwahlrechts in den USA voraus: 1920. Sie berichtete u. a. auch über die Ostfront des 1. Weltkriegs. Nellie Bly war die erste Frau, die das Kriegsgebiet zwischen Serbien und Österreich besuchte.
Nach einem mehr als aufregendem und ereignisreichen Leben stirbt Nellie Bly im Alter von 57 Jahren an einer Lungenentzündung im St. Mark’s Hospital in New York City.
Sie prägte eine ganze Sparte des Journalismus durch ihre Arbeit und ihren persönlichen Schreibstil. Leider ist Nellie Bly in der Geschichtsschreibung nicht die gleiche Ehre wie den Männern zu Teil geworden und bis heute ist sie kaum bekannt. Jedoch war sie es, die zusammen mit anderen mutigen Frauen, die Berichterstattung völlig neu definierte.
Die Hand hat vielleicht Nerven: Beim Karpaltunnelsyndrom (KTS) sorgen eingeklemmte Nerven für Taubheit und Schmerzen.
Das Karpaltunnelsyndrom ist eine Einklemmung des Mittelhandnervs im Karpaltunnel, der sich im Handgelenk befindet, und eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Frauen sind etwa dreimal häufiger betroffen als Männer, insgesamt leiden bis zu 10% der Bevölkerung darunter.
Die taube Hand
Begünstigt wird die Entstehung des Karpaltunnelsyndroms durch Übergewicht, schwere körperliche Arbeit, Diabetes Mellitus, langjährige Dialyse sowie eine Schilddrüsenunterfunktion. Aber auch genetische Faktoren spielen eine Rolle: So kann der Karpaltunnel von Geburt eng sein. Eine Verengung kann aber auch durch Fehlbelastungen im Handgelenk, chronisch-entzündliche Schwellungszustände der Sehnenscheiden und Brüche im Handgelenk entstehen.
Typisches Anzeichen für ein KTS ist das temporäre „Einschlafen“ der Hände, anfangs nur nachts. Bei zunehmender Ausprägung kommen zuerst Miss-Empfindungen wie Kribbeln und schließlich Schmerzen dauerhaft hinzu, die bis in den Arm ausstrahlen können. Vergrößert sich der Druck auf den Nerv weiter, sind Muskelschwund am Daumenballen sowie eine gestörte Greiffunktion der Hand die Folge.
Therapie
In frühen Stadien des KTS kann ein Verzicht auf beschwerdeauslösende Tätigkeiten bzw. der Einsatz von speziellen Schienen und Verbänden eine Besserung bewirken. Auch Wärme- oder Kältetherapie kann zur Durchblutungssteigung bzw. zur Senkung der Entzündungsaktivität angewendet werden.
Schlechtestenfalls muss ein Karpaltunnelsyndrom operativ saniert werden. Dabei wird ein Band, das die Karpaltunnel begrenzt, durchtrennt, wodurch Nerven und Blutgefäße von dem auf sie wirkenden Druck entlastet werden. Der Eingriff erfolgt üblicher- weise ambulant und unter örtlicher Betäubung.
Die Beschwerden eines KTS sind allerdings auch charakteristisch für andere Krankheiten, wie Sehnenschei- denentzündung, Borreliose oder Erkrankungen der Wirbelsäule. Die Diagnose wird daher von NeurologInnen mittels schmerzfreier Messung der Nervenleitgeschwindigkeit bestätigt. HausärztInnen können mit einfachen Provokationstests Hinweise auf ein sich anbahnendes KTS finden, weshalb man bei auftretenden Symptomen einen Verdacht im Rahmen einer Untersuchung unbedingt ansprechen sollte.
1884 erhielt Waldemar Haffkine seinen Studienabschluss der Zoologie an der Universität von Odessa – mit Auszeichnung. Als 1860 in der Ukraine geborener Sohn jüdischer Eltern blieben ihm jedoch jegliche akademische Karrieremöglichkeiten versagt. Durch seinen Professor Louis Pasteur gefördert, erhielt Haffkine schließlich Laborzugang. Und hier begannen seine ersten Experimente.
Sein besonderes Talent wurde von Louis Pasteur persönlich erkannt. Nachdem Waldemar Haffkine im Jahr 1888 am Pasteur-Institut in Paris zuerst in die Bibliothek verbannt wurde, erhielt er einen Platz im Forschungslabor seines Professors. Erst wenige Jahrzehnte zuvor hatte die Cholera-Pandemie Russland und Europa erreicht.
Haffkine experimentierte also so lange mit Cholera- und Thyphusbakterien, bis es ihm gelang laboreigene Cholerabakterien zu kultivieren.
In weiterer Folge konnte er sogar Immunpräparate gegen Cholera entwickeln. Indem Haffkine Nagetiere mit einem Serum infizierte, wurde die hohe Abwehrkraft erfolgreich nachgewiesen. Der unglaublich beeindruckte Pasteur bat 1891 die russische Regierung, die Impfung an Menschen zu testen. In den mit Cholera verseuchten Gebieten wollte er die Wirksamkeit nachweisen. Die russische Regierung lehnte jedoch ab. Die Begründung war, Haffkine sei Zoologe und kein Arzt, und könne somit keine derartige medizinische Neuentwicklung zu Stande bringen. Dieses Vorurteil verfolgte den Wissenschaftler sein Leben lang.
Die Choleraimpfung
Waldemar Haffkine gab jedoch nicht auf. Unermüdlich forschte er weiter an der Isolierung von Cholerabakterien. Schließlich gelang ihm der Durchbruch: die totale Immunisierung in Tierversuchen.
Nach diesem Erfolg verabreichte er sich selbst am 18. Juli 1892 eine sehr hohe Dosis seines neu entwickelten Impfstoffs. Die einzigen Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen und leichtes Fieber. Haffkine konnte es kaum glauben – ihm war eine medizinische und wissenschaftliche Sensation gelungen! Ein Meilenstein in der Geschichte der Impfmedizin. Der erst 33-Jährige erhielt, auf Bitte von Pasteur, im Jahr 1894 die Möglichkeit, sein Choleraserum im heutigen Indien zu testen. In Kalkutta, der Hauptstadt der britischen Kolonie Britisch-Indien, herrschte im Frühjahr die jährliche Cholera-Saison mit tausenden Toten und einer hilflosen Administration. Keiner hatte eine Lösung, die vielen Todesfälle zu verringern. Doch Haffkine hatte den Grund sehr schnell ausgemacht. In den Wassertanks, die die Bevölkerung der Slums mit Wasser versorgten, wies er Cholerabakterien nach.
Er verbrachte Wochen in den ärmsten Vierteln Kalkuttas und impfte manche Familienangehörige und andere nicht. Bereits nach kurzer Zeit kristallisierte sich heraus, dass die Geimpften trotz des verunreinigten Wassers nicht erkrankten. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Die Behörden boykottierten jedoch die Impfung und setzten auf altbewährte Methoden wie Isolation von ganzen Straßenzügen und Desinfektion. Ohne den gewünschten Effekt. Nach wenigen Wochen bildeten sich Warteschlangen vor Haffkines Büro, da die Slumbewohner ihm und seiner Impfung vertrauten. Viele warteten bis zu 12 Stunden, um sich impfen zu lassen. Dieser Erfolg wurde von Plantagenbesitzern bemerkt, die ihn zur Impfung seiner Mitarbeiter einluden. Begeistert nahm Haffkine die Einladung an und konnte einem Großteil der Arbeiter damit das Leben retten. Wissenschaftlich gelang ihm – mit dieser Masse an Probanden – endlich der Durchbruch.
1895 musste er auf Grund einer Malariaerkrankung wieder nach Europa zurückkehren. Das Serum wurde im heutigen Indien jedoch weiter verimpft und in Bombay entstand, durch Haffkine initiiert, das erste Institut für Mikrobiologie des Landes. Seiner akademischen Karriere in Europa stand nichts mehr im Wege. Doch eine weitere Pandemie stand schon in den Startlöchern.
Die Pest
1896 erreichte die Pest ausgehend von China über den internationalen Schiffsverkehr Bombay. Mit den üblichen Methoden versuchten die britischen Behörden die Seuche in den Griff zu bekommen. Ohne Erfolg. Die Todeszahlen schnellten in die Höhe und übertrafen die der Cholera bei Weitem. Der Gouverneur von Bombay erinnerte sich an Haffkine und bat ihn um Hilfe. Wenige Tage später begann Haffkine mit seiner Forschung in Bombay. Mit seiner fanatischen „Worcaholic- Mentalität“ verbrachte er buchstäblich Tag und Nacht im Labor. Auch diesmal trauten ihm die etablierten Mediziner nicht. Haffkine sei schließlich „nur“ Zoologe. Bereits wenige Wochen nach Be- ginn der Experimente hatte er einen Erfolg bei infizierten Ratten zu verbuchen: Nach dem gleichen Prinzip, mit der er schon die Choleraimpfung entwickelte.
Nach der Verabreichung einer deutlich erhöhten Dosis an sich selbst, zeigte Haffkine am 10. Januar 1897 die geringen Nebenwirkungen auf. In einem Gefängnis wurde das Se- rum auf Bitte der Stadtregierung an die Häftlinge verimpft – mit großem Erfolg. Spätestens jetzt war jede einzelne kritische Stimme verstummt.
In einem eigens gebauten Produktionsgebäude wurde der Impfstoff produziert und anschließend Millionen Indern verabreicht. Queen Victoria erhob den Forscher 1901 in den Ritterstand, und Haffkine erhielt von der Regierung ein eigenes Forschungszentrum mit über 50 Mitarbeitern.
Der Fall
Im Dorf Milkowal in Punjabi starben im März 1902 19 Menschen nach der Impfung. Die Zeit der Kritiker Waldemar Haffkines war wieder einmal gekommen. Ihm wurde vorgeworfen, das Impfserum in zu hohen Mengen produziert zu haben, ohne die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen gewährleisten zu können. Er wurde als Leiter seines Instituts sang- und klanglos entlassen und kehrte anschließend verletzt nach England zurück.
Alle bisherigen Vorurteile sammelten sich in einer aggressiven Schmutzkampagne gegen ihn. Er sei kein Arzt, sondern nur Zoologe und außerdem sowieso viel zu jung und als Krönung wurde sogar seine Herkunft und Religion genutzt, um Haffkine zu diskreditieren.
Später ergaben lang angelegte Untersuchungen, dass nicht das Serum, sondern seine fehlerhafte Lagerung die Ursache für die Todesfälle war. Folglich war Haffkines Assistent für die Misere verantwortlich.
Viele angesehene Wissenschaftler riefen zu seiner Verteidigung auf, die endgültige Rettung kam von Nobelpreisträger Ronald Ross. Er warf den Kritikern eine Fälschung der Tatsachen vor. Weiters kritisierte er die Verleumdung Haffkines, obwohl sein entwickeltes Serum erfolgreich millionenfach weiter verimpft worden war.
Zwar bekam Haffkine im Jahr 1907 endlich eine Stelle als Direktor des „Calcutta Biological Laboratorys“ angeboten, aber sein Ruf verfolgte ihn weiter. Trotz weiteren Forschungserfolgs wurde ihm verboten, neue Impfstoffe an Menschen zu testen, und die Propaganda seiner Gegner kam nicht zum Stillstand. Mit nur 55 Jahren gab er sich schließlich geschlagen und zog sich nach Lausanne zurück, wo er sich dem Schreiben von wissenschaftlichen Artikeln widmete.
Rund zehn Jahre später wurde ihm zumindest ein Teil seiner verdienten Anerkennung zugestanden. Das kleine Labor in Bombay, in dem seine eigentliche Weltkarriere begann, wurde in „The Haffkine Institute“ umbenannt. Heute ist es das Zentrum der Corona-Forschung Indiens.
1930 starb Haffkine in Frankreich. 20 Jahre zuvor als „Retter der Menschheit“ gepriesen, druckte lediglich eine lokale jüdische Zeitung einen Nachruf. Da war er bereits vergessen von der Welt.
In einer Wohngemeinschaft leben – ist das nicht nur etwas für StudentInnen?
Betreutes Wohnen für SeniorInnen ist ein relativ „junges“ Wohnkonzept, das für gewöhnlich als Zwischenstufe zwischen einer Betreuung in den eigenen vier Wänden und – falls es nötig werden sollte – Pflegeheimen gilt. Im Vordergrund steht nicht die umfassende medizinische Versorgung der BewohnerInnen, sondern vielmehr die Bereitstellung eines optimierten Lebensumfeldes, also gewissermaßen „Dauer-Urlaub“.
Eine Pflege durch Fachpersonal ist im Normalfall nicht im Angebot inbegriffen und muss stattdessen über mobile Dienste wie Caritas oder Hilfswerk abgedeckt werden. Auch daran ist abzulesen, an wen sich das Angebot richtet, denn: Wer intensive Pflege benötigt, ist mit einem Pflegeheim oder einer 24-Stunden- Hilfe in den eigenen vier Wänden aller Wahrscheinlichkeit nach bes- ser beraten als mit einer betreuten Wohneinheit. Das zeigt auch die Statistik: Die meisten BewohnerInnen befinden sich in Pflegestufe 1 bis max. 3, das Durchschnittsalter liegt bei rüstigen 70 Jahren. Neuankömmlinge sind noch einmal etwas jünger, nämlich um die 65. Bei einer drastischen Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes empfiehlt sich die Übersiedlung in ein Pflegeheim. Von einem Tag auf den anderen aus der WG hinausgeworfen wird aber natürlich niemand.
Fast alles inklusive …
Ein eigenes Haus zu besitzen ist nach wie vor der Traum vieler ÖsterreicherInnen, den sich viele im Laufe ihres Lebens auch erfüllen. Und wie das eben mit Träumen so ist, fällt es schwer, sie wieder loszulassen. Das kann zu Problemen führen, wenn das frühere Traumdomizil mit fortschreitendem Alter plötzlich nicht mehr bewältigbare Herausforderungen an seine BewohnerInnen stellt: Die Gartenarbeit wird beschwerlich, notwendige Reparaturen können nicht mehr selbstständig durchgeführt werden, und warum in aller Welt hat man beim Bau nicht bedacht, dass all die vielen Räume auch regelmäßig gesäubert werden müssen? Objektiv gesehen ist die beste Lösung, sich im Guten von seinem Heim zu trennen und sich eine praktischere Bleibe zu suchen. Und genau hier kommt betreutes Wohnen ins Spiel. Den BewohnerInnen wird zur Verfügung gestellt, was sie wirklich brauchen – und das ohne unerwünschten Schnickschnack, aber auch ohne Einschränkungen. Denn ein hohes Ausmaß an Selbstbestimmung wird als essenziell betrachtet. Damit die Kosten im überschaubaren Bereich bleiben, sind die Domizile meistens eher klein; der Standard besteht aus einem Zimmer mit eigenem Badezimmer. Dabei handelt es sich aber nur um das private Reich, in das man sich zurückziehen kann – die allgemein zugänglichen Bereiche, in denen sich die BewohnerInnen – ganz wie in einer „richtigen“ WG – treffen können, kommen noch dazu. Wem das etwas zu viel „Gemeinschaft“ und zu wenig „Privatleben“ ist, der kann auch nach einer Wohneinheit Ausschau halten, bei der die eigene Stube geräumiger ist. Das schlägt sich dann allerdings auch in einer höheren Miete nieder.
Stichwort: Miete
Mehr Platz für mehr Geld – so weit, so wenig überraschend. Mit welchen Kosten muss also gerechnet werden? Miete und Betriebskosten bewegen sich im Normalfall im unteren Bereich dessen, was für Wohnungen der entsprechenden Größe üblich ist, dazu kommen noch Pauschalen für Betreuungsleistungen. Für ein Domizil mit 45 Quadratmetern muss man je nach Bundesland mit einem monatlichen Aufwand von etwa 600 bis 900 Euro rechnen – ohne Zusatzleistungen, aber auch abzüglich allfälliger Beihilfen.
Da betreutes Wohnen keinen gesetzlichen Rahmenbedingungen unterliegt, lässt sich keine allgemeine Aussage über die Qualität bzw. die Ausstattung betreuter Wohneinrichtungen treffen. Ein Lokalaugenschein ist daher unabdingbar. Meist ist es auch kein Problem, die BewohnerInnen bzw. potenziellen MitbewohnerInnen kennenzulernen, denn immerhin ist gegenseitige Sympathie eine wichtige Basis für das Zusammenleben.
Wohneinheiten können auf Wunsch auch zu zweit bezogen werden. Dann empfiehlt es sich aber wahrscheinlich wirklich, nach einer etwas größeren betreuten Wohnung Ausschau zu halten – es sei denn, man möchte sich fühlen wie zu Studentenzeiten.
Unerfreuliche WG-Nebenwirkungen wie etwa die bei jungen Leuten üblichen Streitereien, wer denn nun mit dem Putzen an der Reihe ist, fallen dank der Reinigungsdienste auf jeden Fall weg!
Die Netzhaut ist die innerste Schicht des Auges. Ab einem Alter von etwa 40 bis 50 Jahren wird sie anfälliger für Erkrankungen.
Schädigungen der Netzhaut sind eine ernste Sache – denn im Gegensatz zu Sehfehlern wie z.B. Kurzsichtigkeit lassen sie sich nicht so einfach korrigieren. Eine rasche Erkennung hilft die Sehfähigkeit zu erhalten.
Makuladegeneration
Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist die bei weitem häufigste Form von Netzhautschädigungen und tritt vornehmlich bei Menschen ab 50 auf. In Österreich leiden rund 200.000 Menschen an AMD. Verursacht wird sie durch schleichende Veränderungen der Hautstruktur. Risikofaktoren sind neben dem Alter auch das Rauchen, Bluthochdruck, Arteriosklerose und der intensive Kontakt mit UV-Strahlung.
Die Makula selbst ist die Region des schärfsten Sehens im Auge, des sogenannten gelben Flecks – damit werden jene Sachen gesehen, die wir mit unseren Augen fixieren.
Die Medizin unterscheidet zwischen der trockenen und der feuchten Makuladegeneration. Die Mehrzahl aller Betroffenen leidet unter trockener AMD, die langsam voranschreitet und erst im Spätstadium zu deutlichen Verschlechterungen des Sehvermögens führt.
Feuchte AMD schreitet rascher voran und kann innerhalb weniger Monate zu schwersten Sehbehinderungen führen. Es kommt es zu Abhebungen und Rissen in der Netzhaut und zu Narbenbildung im Bereich des gelben Flecks.
Jährlich erkranken 3.000 bis 4.000 Menschen an feuchter AMD. Hier wachsen krankhafte Blutgefäße in die sensible Zone der Makula hinein, sodass es zu irreversiblen Zellschäden innerhalb dieses Netzhautareals kommt. Obwohl diese Form nur etwa 15 bis 20% aller Fälle ausmacht, ist sie für 9% aller Erblindungen in Folge von AMD verantwortlich. Da AMD keine Schmerzen verursacht, wird sie häufig erst spät erkannt. Ein frühes Anzeichen ist das Verschwimmen von Schrift vor den Augen. Weden gerade Linien als gebogen wahrgenommen, deutet das auf eine feuchte AMD hin. Bei fortschreitender Erkrankung sehen Betroffene im Zentrum ihres Gesichtsfeldes immer schlechter, bis nur noch ein dunkler Punkt zurückbleibt. Meist ist zu Beginn der Erkrankung nur ein Auge betroffen, das zweite folgt später nach. Einmal verlorene Sehfähigkeit lässt sich nicht mehr wiederherstellen, weshalb eine ehestmögliche Behandlung entscheidend ist, meist durch eine Laserbestrahlung des Auges. Der Vorgang ist schmerzfrei und hält das Fortschreiten der Erkrankung auf bzw. verlangsamt sie. Die Bestrahlung kann allerdings kleine Sehfehler verursachen, die als Schatten im Sichtfeld wahrgenom- men werden.
Netzhautablösung
Insbesondere DiabetikerInnen und Menschen, die wegen eines grauen Stars operiert wurden, laufen Gefahr, an einer Netzhautablösung zu erkranken – aber auch eine kürzlich erfolgte Augenverletzung sowie Kurzsichtigkeit gelten als Risikofaktoren. Auch eine Netzhautablösung verursacht meist keine Schmerzen. Allerdings nehmen Betroffene typischerweise schwarze/rote Schleier oder „Rußregen“ wahr. Dabei handelt es sich um durch Risse in der Netzhaut eindringende Flüssigkeit. Die Folge ist, dass sie sich von den äußeren Schichten des Augapfels ablöst, die Sinneszellen werden nicht mehr mit Nährstoffen versorgt, und es kommt ohne Behandlung langsam zu einer Erblindung. Dieser Vorgang des Ablösens kann auch die Wahrnehmung von Lichtblitzen hervorrufen.
Zur Therapie einer Netzhautablösung werden Risse und Löcher in der Regel mit einem Laser behandelt. Eine umfangreiche Netzhautablösung muss operativ saniert werden, indem z.B. eine Kunststoffplombe vernäht oder auch der Glaskörper entfernt wird. Dadurch kann eine Verschlechterung der Sicht aufgehalten bzw. eine bereits erfolgte Degeneration zumindest teilweise rückgängig gemacht werden.
Ein früher Behandlungszeitpunkt ist für einen positiven Verlauf essentiell; dann gelingt es zumeist, zumindest 80% der Sehleistung zu erhalten. Um einer Netzhauterkrankung vorzubeugen, empfehlen Experten ab dem 40. Lebensjahr regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen – insbesondere beim Vorliegen von Risikofaktoren, auf die man den Augenarzt am besten auch aufmerksam macht.