Startseite

Altersdiabetes erkennen & aktiv vorbeugen

Altersdiabetes erkennen & aktiv vorbeugen

Rund 720.000 Menschen leiden in Österreich an Diabetes-Typ-2. Nachdem die Erkrankung meist in der zweiten Lebenshälfte auftritt, wird sie oft auch als Altersdiabetes bezeichnet. Die Stoffwechselerkrankung entwickelt sich schleichend und wird oft erst spät bemerkt. Das ist umso gefährlicher, als schwerwiegende Folgen für Organe, Blutgefäße und Nerven drohen: Rund 10.000 Menschen sterben in Österreich jährlich an den Folgen von Diabetes.

Was passiert im Körper?

Unser Körper braucht das Hormon Insulin, um den Zucker aus der Nahrung als Energiequelle nutzen zu können. Bei Typ-2-Diabetes reagieren die Körperzellen nicht mehr richtig auf das freigesetzte Insulin. Wird dann noch zu wenig davon ausgeschüttet, gelangt der Zucker nicht in die Körperzellen und bleibt im Blut, was zu erhöhten Blutzuckerwerten führt.
Folgeerkrankungen eines dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegels sind Durchblutungsstörungen, Nervenschäden, Sehprobleme, Herzinfarkt, Niereninsuffizienz und Schlaganfall.

Wer ist betroffen?

Obwohl die Krankheit meistens in einem Alter ab 50 Jahren auftritt, erkranken zunehmend auch junge Menschen. Neben erblicher Veranlagung, hormonellen Veränderungen und bestimmten Medikamenten ist vor allem ein Risikofaktor dafür verantwortlich: ein ungesunder Lebensstil.
Bewegungsmangel, Stress, ungesunde Ernährung, Übergewicht, hohe Blutfettwerte, Bluthochdruck oder auch Rauchen gehören zu typischen Auslösern für Diabetes-Typ-2.

Wie kann man aktiv vorsorgen?

In allem Übel liegt auch Gutes: Nachdem der Lebensstil so wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung von Typ-2-Diabetes hat, kann eine Umstellung alltäglicher Gewohnheiten das Erkrankungsrisiko erheblich senken bzw. die Krankheit in frühen Stadien sogar zurückdrängen.

  • Ballaststoffreiche Kohlenhydrate lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen. Greifen Sie daher so oft als möglich zu Vollkornprodukten, Gemüse und Hülsenfrüchten. Als Orientierungshilfe bietet sich die Mittelmeerkost an: Auf ihrem Speiseplan stehen vor allem frische, unverarbeitete Lebensmittel, pflanzliche Vielfalt und gesunde Fette, nur selten gibt es rotes Fleisch, verarbeitete Lebensmittel, wie Wurst oder Fertiggerichte, Süßigkeiten und Weißmehlprodukte.
  • Versorgen Sie Ihren Körper mit ausreichend Flüssigkeit! Um die 1,5 Liter Wasser oder ungesüßten Tee sollten Erwachsene täglich trinken. Softdrinks oder Alkohol sollten eine Ausnahme bilden.
  • Schon 30 Minuten Bewegung täglich helfen, das Erkrankungsrisiko zu senken. Je mehr, umso besser. Am besten fängt man mit kleinen Spaziergängen an oder lässt den Aufzug mal links liegen. Bewegung in der Natur hilft außerdem, Körper und Geist zu entlasten und Stress zu reduzieren. Und sie sorgt für einen besseren, gesünderen Schlaf.

Neben einem gesunden Lebensstil sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen und ein achtsamer Umgang mit dem eigenen Körper und den Warnsignalen, die dieser schickt, die beste Vorsorge gegen Altersdiabetes und für Lebensqualität.

Altersdiabetes erkennen & aktiv vorbeugen Read More »

Medikamente & Mahlzeiten

Medikamente & Mahlzeiten

Wer schon einmal einen Beipackzettel gelesen hat, weiß, dass es bei Medikamenten einiges zu beachten gibt. Neben der Art der Einnahme, potenziellen Nebenwirkungen und der richtigen Lagerung gibt es allerdings noch einen weiteren Faktor, der oft vergessen wird, aber beachtet werden sollte: die Nahrungsmittel, die man gemeinsam mit
Medikamenten zu sich nimmt.

Sind Ernährung und Medikament nicht aufeinander abgestimmt, ist es möglich, dass eine sogenannte Arzneimittelwechselwirkung auftritt. Das bedeutet, dass die Wirkung eines Arzneimittels durch eine Substanz verstärkt oder vermindert wird. Manche Wechselwirkungen können hilfreich sein, in den meisten Fällen führen sie aber zu unerwünschten Nebenwirkungen.

Die Tasse Kaffee

Bei Arzneimitteln gegen Depression und auch einigen anderen Psychopharmaka vermindert Kaffee aufgrund der darin enthaltenen Gerbstoffe die Wirksamkeit und gefährdet dadurch den Therapieerfolg. Das gilt auch für schwarzen und grünen Tee. Wer seinen Schlaf schätzt, sollte außerdem nie Ciprofloxacin (ein Antibiotikum), Cimetidin (ein Magensäurehemmer) oder Prednison (ein Glukokortikoid/Kortison) mit Koffein kombinieren. Nach deren Einnahme kann der Körper das im Kaffee enthaltene Koffein nämlich schlechter verarbeiten: Der Kaffee wirkt länger und stärker, und es kann zu unangenehmem Herzrasen kommen.

Verbotene Frucht: Grapefruit

Ja, richtig gelesen: Wer Grapefruitsaft mit bestimmten Medikamenten mischt, tut seinem Körper nicht unbedingt etwas Gutes. Grapefruit lässt die Wirkung einiger Arzneimittel nämlich in die Höhe schießen oder verringert sie erheblich. Unter der Einwirkung von Grapefruitsaft können häufig auch Hautausschläge, Schwindel oder Kopfschmerzen auftreten.
Vermeiden sollte man Grapefruit zum Beispiel in Kombination mit Cholesterin- oder Blutdrucksenkern bzw. Herzmedikamenten. Ähnliche Effekte können auch bei Äpfeln, Orangen, Pomelos und Granatäpfeln auftreten.

Fetthaltiges Essen

Damit die Leber richtig arbeiten und unser Blut von unerwünschten Substanzen befreien kann, sollte sie bei der Einnahme von Medikamenten nicht mit fettigem Essen beschäftigt sein. Medikamente wie der Betablocker Propranolol können dann nämlich der ersten Leberkontrolle entgehen und stärker wirken als gewohnt. Auch die Wirkung von Blutdrucksenkern wird von fettigem Essen beeinflusst.

Milchprodukte

Milchprodukte enthalten Kalzium. Dieser Mineralstoff ist für die Knochen wichtig, mit einigen Arzneimitteln gemeinsam kann er allerdings im Magen schwerlösliche Verbindungen eingehen. In der Folge nimmt der Körper die Medikamente schlechter auf, sodass diese ihre Wirkung nicht voll entfalten können. Aufpassen sollte man bei Antibiotika, wie Ciprofloxacin, Norfloxacin und Doxycyclin, bei Osteoporosemitteln sowie Alendronsäure oder Risedron-säure und dem Schilddrüsenhormon L-Thyroxin.

Risiken und Nebenwirkungen

Medikamente wirken am besten, wenn sie richtig eingenommen werden. Wer gut informiert ist, kann Wechselwirkungen vermeiden. Es lohnt sich also jedenfalls, genau hinzuschauen und bei Ihrem Arzt oder Ihrer Apothekerin nachzufragen – für Ihre Gesundheit, Ihr Wohlbefinden und Ihre Lebensqualität.

Medikamente & Mahlzeiten Read More »

Herbstzeit ist Kürbiszeit

Herbstzeit ist Kürbiszeit

Der Kürbis wird zwar meist als Gemüse bezeichnet, botanisch gesehen ist das allerdings nicht korrekt. Wegen der Kerne, die frei im Fruchtfleisch liegen, gehört er zu den Beerengewächsen, genauer zu den Panzerbeeren. Von den 800 Arten sind rund 200 Sorten essbar.

Ein Allrounder für den gesunden Speiseplan

Mit seinem hohen Wasseranteil von 90 % und durchschnittlich nur 25 Kilokalorien pro 100 Gramm Fruchtfleisch ist der Kürbis ideales Nahrungsmittel für alle, die ihr Gewicht im Blick behalten wollen. Zusätzlich dazu enthalten Kürbisse viele Ballaststoffe. Diese helfen nicht nur, Blutzuckerwerte auszugleichen, sie machen auch lange satt und kurbeln die Verdauung an und sind daher optimale Unterstützung beim gesunden Abnehmen.

Neben Ballaststoffen enthalten Kürbisse auch viele Carotine. Diese sekundären Pflanzenstoffe sind entzündungshemmend, wirken sich positiv auf die Augengesundheit und unser Immunsystem aus und unterstützen bei der Senkung des Risikos von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Dazu kommen noch Vitamin B1, B2, B6 und Vitamin C – was den Kürbis dank seiner Unterstützung bei der Abwehr von Infektionen zum perfekten Bestandteil unseres Speiseplans zu Beginn der Erkältungssaison macht!

Das kleine ABC der Speisekürbisse

Grundsätzlich unterscheidet man Sommer- und Winterkürbisse. Sommerkürbisse haben eine dünnere Schale, die mitgegessen werden kann. Dafür sind sie allerdings auch kürzer haltbar als ihre winterlichen Kollegen. Um Ihnen die Orientierung im reichhaltigen herbstlichen Kürbisangebot zu erleichtern, finden Sie nachfolgend eine Übersicht über die gängigsten Speisekürbisse mit Tipps und Vorschlägen für Gerichte.

  • Hokkaido: Der knallorange Klassiker in jedem Supermarktregal ist vielseitig verwendbar: Kürbissuppe, Chutney, Kürbiskuchen – Sie haben die Qual der Wahl. Die Schale kann mitgegessen werden, sie ist sogar reichhaltig an Beta-Carotin und Vitamin A.
  • Butternuss: Dieser längliche, milde Kürbis sollte zwar geschält werden, hat dafür aber wenig Kerne. Sein Fruchtfleisch mit buttrig-nussigem Aroma wird beim Garen sogar cremig.
  • Besonders geeignet ist er für Aufstriche, Pürees oder auch Kuchen.
  • Muskatkürbis: Das Fruchtfleisch des gerippten, dunkelgrün bis bläulichen Kürbisses ist leuchtgelb und hat eine feine Muskatnote. Die Schale ist zwar dünn, sollte aber trotzdem entfernt werden. Muskatkürbisse können bis zu 40 Kilogramm schwer werden, weswegen sie sich sehr gut für Marmelade, Suppe oder Kompott eignen.
  • Bischofsmütze: Eigentlich ist dieser Kürbis aufgrund seiner besonderen Form ein Zierkürbis, allerdings ist er einer der wenigen seiner Art, die genießbar sind. Nur die Schale und den oberen Teil der Mütze kann man nicht essen. Deswegen wird er ausgehöhlt und mit einer Suppe oder einem Auflauf gefüllt, um das süßlich-würzige Fruchtfleisch zu ergänzen.
  • Pattinson-Kürbis: Dieser kleine Vertreter seiner Art erinnert geschmacklich an Artischocken. Kleinere Exemplare können roh und mit Schale verzehrt werden. Wegen seiner flachen, linsenförmigen Form hat er auch seinen Spitznamen bekommen: Ufo-Kürbis. Zu genießen ist er in Suppen, als Beilage oder im Salat. Das Motto dabei: Je kleiner, desto geschmackvoller!
  • Spaghettikürbis: Diese gelb-grün gestreifte, ovale Züchtung aus Japan birgt in ihrem Inneren eine Besonderheit: Wird der Kürbis gegart, zerfällt sein Fruchtfleisch in spaghettiähnliche Fäden. Die Schale wird nicht gegessen, sie dient als Behälter für die Gemüsenudeln, die man mit Kräutern oder auch jeder beliebigen Lieblingssauce verfeinern kann. Auch falsche Kartoffelpuffer kann man aus den Kürbisfäden zubereiten.

Kürbis-Fazit?

Der Kürbis und alles, was er mitbringt, sind eine echte Bereicherung für jeden Speiseplan. Nährstoffreich, gut bekömmlich und einfach in der Zubereitung ist er wie gemacht für die schnelle, gesunde Küche.
Also: Ran an den Kürbis – Sie werden es nicht bereuen!

Schnelle Kürbissuppe

Zutaten für 4 Personen:

  • 800 g Kürbis
  • 1 Zwiebel
  • etwas Butter oder Pflanzenöl
  • 600 ml Gemüsesuppe
  • 100 ml Cremefine
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Curry, …

Zubereitung:

Hokkaido in zwei Hälften schneiden und die Kürbiskerne entfernen. Den Kürbis sowie eine Zwiebel in Würfel schneiden und in einem Topf mit etwas Butter kurz anbraten. Mit Gemüsesuppe und Cremefine ablöschen und 15 bis 20 Minuten köcheln lassen. Anschließend pürieren und je nach Geschmack mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Curry oder auch Ingwer verfeinern. Kürbiskerne und Kürbiskernöl sind ein perfektes Topping.

Herbstzeit ist Kürbiszeit Read More »

Artikel-Header: Ein Teller mit einem deftigen Eintopf aus Kartoffeln, Rindfleisch und Karotten

Ein Topf, der alles kann!

Artikel-Header: Ein Teller mit einem deftigen Eintopf aus Kartoffeln, Rindfleisch und Karotten

Ein Topf, der alles kann!

Wenn die Nächte wieder länger werden und die Tage kälter, spüren wir, dass wir unseren Energiehaushalt umstellen sollten. Denn die fehlende Sonne schlägt sich aufs Gemüt. Doch dafür gibt eine einfache Lösung: den Eintopf! Er hält nicht nur warm bei kalten Temperaturen, sondern erfüllt auch die Seele mit Glück.

Lang lang ist`s her…

Die Geschichte des Eintopfs geht bis in die Steinzeit zurück – wenn auch nicht mit diesem Namen. Die Kochweise des Eintopfs ist auf die frühere Ausstattung des Haushalts mit nur einer Kochstelle zurückzuführen. Zudem wurde er über dem Feuer in einem Kessel zubereitet und dort war eben nur Platz für einen Topf. Die Bezeichnung „Eintopf “ ließ aber länger auf sich warten. Im deutschsprachigen Raum war das – meist zusammengewürfelte – Essen als „Durcheinander“ bekannt. Obwohl also bis weit ins 19. und 20. Jahrhundert dieses Gericht zum Ernährungsalltag gehörte, fehlte der zusammenfassende Begriff Eintopf.

Einen weiteren Siegeszug konnte der Ernährungsklassiker bei der Militärkost verbuchen. Im Deutsch-Französischen Krieg ersetzte die sogenannte Gulaschkanone 1910 die vorher üblichen größeren Feldküchen. Doch auch da ging das Wort Eintopf noch nicht in den Sprachgebrauch über. Erst mit dem 1. Weltkrieg wurde die Bezeichnung neu geschaffen. Als Kriegsnahrung dienten die Eintopfgerichte sowohl zur Ernährung der hungrigen Bevölkerung als auch den Soldaten im Kriegsdienst. Und das mit gutem Grund: Sie benötigten weniger Kochgeschirr und das Gericht ermöglichte eine umfassende Nutzung aller Nahrungsressourcen. Bei der breiten Bevölkerung fand das einfache Essen aber nur bedingt Anklang, was dazu führte, dass der Begriff kaum in der Literatur verwendet wurde.

Im zweiten Weltkrieg luden die Nationalsozialisten den Eintopf mit ihrer populistischen Ideologie auf, und zwar mit der Einführung des sogenannten Eintopfsonntags.

Beliebt rund um den Globus

Egal ob Gaisburger Marsch oder Erbsen- und Linseneintopf. Internationale Vertreter sind unter anderem Irish Stew, Bouillabaisse, Caldeirada (portugiesischer Fischeintopf), Borschtsch und das klassische Gulasch.

Rund um die Welt kennt und schätzt man Eintopf. So findet er sich in jeder Landesküche wieder, mit eigenen regionalen Abweichungen. In Österreich findet sich die Eintopftradition vor allem im Alt-Wiener Suppentopf wieder. In den frühesten österreichischen Kochbüchern ist er als Ohly, Oley, Ollio und Allapatrida zu finden. Der eigentlich spanische Eintopf wird aus vielerlei Fleisch- und Gemüsesorten am besten für viele Esser zubereitet, da die Zutatenliste sehr variabel ist.

Zudem können praktischerweise fast alle „Restln“ verbraucht werden. Lediglich auf die Kombination von Proteinen (Fleisch, Fisch oder Tofu) mit Gemüse und einer kohlenhydrathaltigen Beilage wie Kartoffeln, Nudeln oder Graupen kommt es an.

Keine schnelle Küche!

Die wichtigste Zutat aller Eintopfgerichte ist Zeit. So unterschiedlich die vielen Eintopf-Rezepte aus aller Welt auch sind, sie alle haben eine längere Zubereitungszeit gemeinsam.

Die genauen Kochzutaten sind dabei nahezu frei wählbar. Durch das lange Köcheln bei niedriger Temperatur auf dem Herd verschmelzen die einzelnen Aromen zu einem köstlichen Ganzen. Wie für jedes gute Essen gilt dabei auch für den Eintopf: Je besser die Zutaten, umso besser das Endergebnis und der Geschmack.

Der Eintopf ist ein Gericht zum Entschleunigen und nichts, was sich in 20 Minuten auf den Tisch zaubern lässt. Während allerdings die Zutaten im Topf vor sich hin brodeln, kann man sich getrost anderen Dingen widmen.

Rezept: Wachau Eintopf

Zutaten für 4 Personen:

  • 400 g Rindfleisch (gekocht)
  • 200 g Rindfleisch (gekocht, für die Pofesen)
  • 1 l Rindsuppe
  • 600 g Erdäpfel
  • 1 Knolle Sellerie
  • 2 Stk. gelbe Rüben
  • 2 Stk. Karotten
  • 1 Stk. Lauch
  • 1/2 Stk. Kohlkopf,
  • 1 Stk. Karfiol (oder Brokkoli)
  • 8 Scheiben Brot (dünn geschnitten) x Salz, Pfeffer, Lorbeer und Thymian (oder Majoran)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Öl (zum Herausbacken)

Zubereitung:

Waschen und schälen Sie die verschiedenen Gemüsesorten. Schneiden Sie anschließend den Knollensellerie, den Kohl, die Rüben und Karotten sowie den Lauch und die Erdäpfel in großzügige Scheiben.
Den Karfiol oder Brokkoli in Röschen zerteilen. Geben Sie das Gemüse getrennt in etwas Salzwasser und kochen Sie es bissfest. Dann schichten sie dieses nacheinander mit dem geschnittenen Fleisch in einen Topf. Übergießen sie es mit der Suppe, würzen sie es, kochen sie es kurz auf und lassen sie es am Herdrand oder bei sehr mäßiger Hitze ziehen. In der Zwischenzeit schneiden Sie für die Pofesen das Rindfleisch in Scheiben. Legen Sie es jeweils zwischen 2 Brotscheiben und backen Sie es in heißem Fett knusprig. Den Wachau Eintopf anrichten und mit den knusprigen Pofesen servieren.

Ein Topf, der alles kann! Read More »

Großaufnahme von Tarock-Karten.

Tarock – Das königliche Kartenspiel

Großaufnahme von Tarock-Karten.

Tarock – Das königliche Kartenspiel

Was hatten Sigmund Freud, Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms gemeinsam? Richtig! Sie spielten Tarock!

Tarock gehört zu den ältesten tradierten Kartenspielen der Welt. Sein Ursprung liegt im 15. Jahrhundert. Heutzutage kursieren rund 13 lokale Tarockformen in Europa. In der Schweiz pflegt man die lokalen Varianten „Troccas“ und „Troggu“, in Deutschland „Cego“. In Österreich ist das über 200 Jahre zelebrierte Tarock-Königrufen seit 2024 sogar ein von der UNESCO anerkanntes immaterielles Kulturerbe und steht damit in einer Linie mit der Spanischen Hofreitschule oder der Blasmusik.
Doch selbst beim Kulturerbe Königsrufen gibt es regional unterschiedliche Hausregeln und Spielvariationen. Die Grundregeln des Königrufens sind zwar österreichweit einheitlich, bei Spielansagen und Prämien scheiden sich aber die Geister. Dieser Umstand hat offizielle österreichweite Turniere lange Zeit sehr schwierig gemacht.

Lasset die Spiele beginnen!

Begonnen hat Turniertarock schließlich im Jahr 1995 in Oberösterreich mit dem Raiffeisen Tarockcup im Zentrum Helfenberg. Im Jahr 2000 vernetzten sich die österreichweiten Turnierserien, und 2008 war es dann schließlich soweit: Zum ersten Mal wurde ein österreichweites Finale im Königrufen ausgetragen und der „Österreichische Tarockkönig“ gekrönt. 184 Tarockspieler:innen aus ganz Österreich versammelten sich damals im Casino Linz zu einem hochkarätigen Turnier, das einer inoffiziellen Staatsmeisterschaft gleichkam.
Seither findet jedes Jahr im April das Tarock-Österreich-Finale statt. Austragungsort ist traditionell das Casino Linz. Die Teilnahme ist nur über eine erfolgreiche Qualifikation möglich: Wer sich im Laufe der Spielsaison bei einem der sieben offiziellen Tarockcups durchsetzt (Hausruckviertler, Kärntner, Raiffeisen, Sauwald, Steirischer, Tiroler, Wiener Zeitung), darf beim Finale um den Titel „Österreichischer Tarockmeister“ antreten.

Partnersuche leicht gemacht …

Lust zum Tarockieren, aber das Gegenüber fehlt? In diesem Fall kann geholfen werden!
Mit der Tarockapp kann man direkt gegen den Computer spielen. Die App herunterladen, Level und Spielart auswählen, und schon kann man direkt kostenfrei loslegen. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Webseiten, die es möglich machen, entweder gegen den Computer oder auch gegen Menschen zu spielen.
Auf diesen Webseiten und auch jenen der Tarockcups gibt es außerdem oft Foren, in denen man sich mit Gleichgesinnten austauschen und auch jede Menge Tipps zu aktuellen Tarock-Runden in den verschiedenen Regionen erhalten kann. Hier kann man sich übers Internet vernetzen und anschließend von Angesicht zu Angesicht gegen- und miteinander spielen.
Aufgrund seiner Komplexität ist das Tarockieren übrigens auch ein hervorragendes Training fürs Gedächtnis. Aber egal, ob man allein zur Unterhaltung spielt oder gegen andere Personen bei einem Turnier antritt: Im Mittelpunkt steht der Spaß! Und der ist beim Königrufen in jedem Fall garantiert.

Tarock – Das königliche Kartenspiel Read More »

Eine ältere Frau und ein Mann sitzen auf dem Sofa im Wohnzimmer und schauen in ihre Tablets.

Digitaler Nachlass und der letzte Wille

Eine ältere Frau und ein Mann sitzen auf dem Sofa im Wohnzimmer und schauen in ihre Tablets.

Digitaler Nachlass und der letzte Wille

So gut wie jeder hat ihn, aber kaum jemand kümmert sich zu Lebzeiten darum: Ein digitaler Nachlass besteht aus Zugängen zu E-Mail-Konten, E-Banking, Profilen auf sozialen Netzwerken und allen anderen Daten, die man so auf Computer, Tablet oder Handy gespeichert hat.

Personen, die zu Lebzeiten online aktiv waren, hinterlassen jede Menge digitaler Spuren, die mit ihrem Tod nicht einfach verschwinden. Für die Erb:innen kann das zu bürokratischen Herausforderungen und zusätzlicher emotionaler Belastung führen. Denn nach jedem Todesfall wird ein Verlassenschaftsverfahren durch Notar:innen eingeleitet, um das Vermögen und die Erbberechtigten festzustellen.
Treten diese ihr Erbe an, so geht auch der digitale Nachlass der Verstorbenen auf sie über. Falls keine Vorsorge hierfür getroffen wurde, müssen sie die Online-Aktivitäten der verstorbenen Person rekonstruieren, um gegebenenfalls Verträge und Mitgliedschaften kündigen zu können.

Mit einer Passwortliste vorsorgen

Vorsorge zu Lebzeiten erleichtert nicht nur das Dasein der eigenen Erbberechtigten. Sie unterstützt einen zu Lebzeiten auch dabei, die eigenen Online-Aktivitäten besser im Griff zu haben und bei all den Accounts und Online-Mitgliedschaften, die man heute so sammelt, nicht den Überblick zu verlieren. Denn die wichtigste Vorsorgemaßnahme ist die Erstellung einer Account- bzw. Passwortliste. Das heißt, dass Passwort, die verwendete E-Mail-Adresse und gegebenenfalls Nutzernamen oder Kundennummer notiert werden. Und das für jeden Account bzw. jedes Portal, auf dem man sich persönlich registriert hat.
Häufig wird einem erst bewusst, bei wie vielen verschiedenen Diensten man sich persönlich registriert hat, wenn man versucht, diese zu erfassen. Dass Onlinebanking, die digitale Signatur oder auch Finanzonline ganz oben auf der Liste stehen, ist klar, dass auch Mailadressen oder Social Media Accounts, wie etwa Facebook oder WhatsApp angeführt werden sollten, ist einem vielleicht auch noch bewusst, aber was war da sonst noch so alles …?
Um eine vollständige Übersicht zu erhalten, kann ein Blick ins E-Mail-Postfach und in den Browserverlauf helfen.

Nachdem mehrere Parteien Recht auf Einsicht ins Testament haben, sollte man die Passwortliste separat vom Testament speichern. Am besten auf einem USB-Stick. Oder man druckt sie aus und bewahrt die Druckvariante an einem sicheren, nur den Erb:innen zugänglichen Ort auf.
Halten Sie in der Passwortliste am besten auch gleich fest, welche konkreten Wünsche Sie für die verschiedenen Netzwerke bzw. Accounts haben. Manche Dienste bieten die Möglichkeit, das direkt in den Nutzereinstellungen festzuhalten, bei einigen kann man auch einen eigenen Nachlasskontakt festlegen.

Und wenn nicht vorgesorgt wurde?

Schätzungen zufolge gibt es mittlerweile weltweit Milliarden verlassener Accounts im Netz, die darauf warten, geschlossen bzw. aufgelöst zu werden. Wenn Sie sich als Hinterbliebene auf die Online-Spurensuche begeben müssen, sind Sie also wahrlich nicht allein mit dieser Aufgabe.
Ein sinnvoller Ausgangspunkt, um Online-Aktivitäten nachzuvollziehen, ist das E-Mail-Postfach der verstorbenen Person. Nicht nur bekommt man durch personalisierte Mails einen ersten Überblick über bestehende Registrierungen bzw. aktive Accounts, oft hat man über erhaltene Mails auch gleich direkt die Möglichkeit, Passwörter zurückzusetzen und Accounts zu löschen.
Hat man keinen Zugriff auf den Mail-Account der verstorbenen Person bzw. deren Passwörter, so kann man z.B. Dokumente an den Kundenservice der verschiedenen Plattformen bzw. Serviceanbieter schicken, um Löschungen jener Accounts zu beantragen, von denen man weiß.

Oft gibt es standardisierte Verfahren mit vorgefertigten Antragsformularen, die den bürokratischen Aufwand deutlich minimieren. Meist braucht man für solche Löschungen die Sterbeurkunde, einen Personalausweis der beantragenden sowie der verstorbenen Person und das Testament beziehungsweise die Einantwortungsurkunde (offizieller Nachweis der Rechtsnachfolge).

Digitaler Nachlass und der letzte Wille Read More »

Ein Auto mit einem Blechschaden am rechten vorderen Scheinwerfer.

Parkschaden?!

Ein Auto mit einem Blechschaden am rechten vorderen Scheinwerfer.

Parkschaden?!

Es passiert schneller, als man denkt: Ein bisschen bei der Länge des Autos verschätzt oder kurz unaufmerksam, und schon ist der Schaden passiert! Wer nicht auch noch eine hohe Geldstrafe wegen Fahrerflucht zahlen möchte, sollte Parkschäden ohne unnötigen Aufschub der nächsten Polizeiinspektion melden.

Was tun im Fall der Fälle?

Dockt man beim Parkversuch an ein anderes Fahrzeug an, muss man anhalten, den Schaden überprüfen und gegebenenfalls auch die Kontaktdaten austauschen, um den Schaden abzuwickeln.
Ist der Geschädigte nicht vor Ort, was bei den meisten Parkschäden der Fall ist, sind Sie als Verursacher verpflichtet, die Polizei zu informieren. Dokumentieren Sie den Schaden am besten mit Ihrer Handykamera und melden Sie diesen bei der nächsten Polizeistation. Wer nur einen Zettel hinterlässt, begeht rechtlich gesehen Fahrerflucht. Und bei Fahrerflucht drohen Anzeige und hohe Geldstrafe.

Und was tun als Geschädigter?

Sie kommen zu Ihrem geparkten Fahrzeug und sehen, dass jemand es beschädigt hat? Dokumentieren Sie den Schaden mit Ihrer Handykamera und melden Sie ihn bei der nächsten Polizeistation. Denn auch bei entsprechendem Versicherungsschutz ist eine offizielle Anzeige des Parkschadens Voraussetzung für die Versicherungsleistung.

Parkschaden?! Read More »

Großaufnahme einer Hand die einen Notfallknopf hält.

Technik, die mitdenkt

Großaufnahme einer Hand die einen Notfallknopf hält.

Technik, die mitdenkt

Im Alltag kann schnelle Hilfe lebenswichtig sein – moderne Notrufsysteme und smarte Alltagshelfer bieten einfache und effektive Unterstützung, um zu Hause Sicherheit und Selbstständigkeit zu bewahren.

Hilfe direkt am Handgelenk

Schnell kann es passieren, dass man von einem Moment auf den nächsten Hilfe benötigt. Ein einfacher Weg, Hilfe anzufordern, ist ein sogenanntes Rufhilfegerät. Dieses trägt man am Handgelenk oder auch um den Hals. Drückt man im Notfall auf den Alarmknopf, so wird man direkt mit der Notrufzentrale verbunden. Auch wenn man nicht in der Lage ist zu sprechen, kennt die Notrufzentrale die für die Hilfeleistung nötigen Daten und kann entsprechend handeln. Zusätzlich kann man auch eine Kontaktperson angeben, die direkt nach der Notrufzentrale informiert wird. Etwaige Zusatzfunktionen, wie zum Beispiel Sturzerkennung, helfen, den Alltag noch sicherer zu gestalten.
Angeboten wird dieser Service vom Samariterbund, der Caritas und vielen anderen Anbietern. Abhängig vom Notrufgerät und dem Leistungsumfang des Notrufsystems fallen unterschiedlich hohe einmalige sowie laufende Kosten an.

Weitere smarte Helfer

Neben Notrufgeräten werden auch andere technische Hilfsmittel immer
beliebter.

So erleichtert etwa ein Schlüsselsafe Einsatzkräften im Notfall den Zugang in die Wohnung. Dasselbe gilt auch für elektronische Türöffner. Mit diesen kann man die Eingangstür von einem anderen Ort in der Wohnung aus öffnen und den Einsatzkräften den Zugang ermöglichen.
Eigene Falldetektoren und Inaktivitätsmelder sind ebenfalls sehr beliebt. Erstere müssen am Körper getragen werden und melden einen Sturz weiter. Inaktivitätsmelder werden entweder am Körper getragen oder an Objekten, wie dem Kühlschrank, befestigt. Wird dann zum Beispiel die Kühlschranktür für einen ungewöhnlich langen Zeitraum nicht geöffnet, so erfolgt ein automatischer Notruf.
Hilfe bei Bedrohung durch Dritte liefert eine sogenannte Überfalltaste. Mit ihr kann man im Fall eines Einbruchs einen stillen Alarm senden.

Digitale Haushaltshilfen

Nicht nur zur Erhöhung der Sicherheit in den eigenen vier Wänden gibt es technische Hilfsmittel. Auch die Hausarbeit kann man sich erleichtern. So sind etwa Saug- und Wischroboter mittlerweile ein weit verbreiteter, beliebter Ersatz für Staubsauger und Wischmopp. Sie fahren eigenständig durch die Räume und saugen und putzen. Dank eingebauter Sensoren scheitern neuere Modelle auch immer seltener an Hindernissen.

Wer noch tiefer in die digitale Welt eintauchen möchte, kann sich ein sogenanntes „sprachgestütztes Assistenzsystem“ zulegen. Diese werden von Google oder Amazon angeboten.

Aktivieren kann man sie durch kurze Sätze bzw. Befehle. Je nach Befehl, den man dem Gerät erteilt, kann es zum Beispiel Personen anrufen, Musik abspielen oder auch einfach nur Fragen beantworten, wie etwa jene nach der aktuellen Wetterprognose. Aus vielen Haushalten sind diese persönlichen Assistenten heute kaum mehr wegzudenken.

Technische Geräte mit Sprachsteuerung

Schlüsselsafe, elektronischer Türöffner, Falldetektor, Inaktivitätsmelder und noch eine Überfalltaste? All diese Möglichkeiten kombiniert scheinen vielleicht ein wenig viel. Wer sich aber die passenden herauspickt, kann sich den eigenen Alltag um einiges erleichtern und auch an Sicherheit gewinnen.

Technik, die mitdenkt Read More »

Großaufnahme einer Hand, die das schmerzhafte Handgelenk der anderen Hand umfasst.

Polyneuropathie – Wenn Nerven leiden

Großaufnahme einer Hand, die das schmerzhafte Handgelenk der anderen Hand umfasst.

Polyneuropathie – Wenn Nerven leiden

Taubheitsgefühl in den Händen, Kribbeln in den Füßen oder brennende Schmerzen in den Beinen – viele ältere Menschen kennen solche Beschwerden, ohne genau zu wissen, woher sie kommen. Häufig steckt eine sogenannte Polyneuropathie dahinter: eine Erkrankung der Nerven, die schleichend beginnt und den Alltag zunehmend beeinträchtigt.

Was ist Polyneuropathie?

Wörtlich bedeutet der Begriff Polyneuropathie „Erkrankung vieler Nerven“. Von dieser Erkrankung des peripheren Nervensystems sind vor allem die langen Nervenbahnen in den Armen und Beinen betroffen. Die Nerven leiten Reize, wie Berührungen, Temperatur oder auch Schmerz, nicht mehr richtig weiter. Betroffene spüren oft ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Füßen oder Händen.

Manche klagen auch über brennende oder stechende Schmerzen, die vor allem nachts auftreten. Andere merken, dass ihre Muskeln schwächer werden oder sie beim Gehen unsicher sind.
Nachdem sich die Beschwerden meist langsam entwickeln, bleibt die Krankheit oft lange unbemerkt. Im fortgeschrittenen Stadium kann es aber sogar zu Gleichgewichtsstörungen und Gehunfähigkeit kommen.

Ursachen und Risikofaktoren

Polyneuropathie kann viele verschiedene Ursachen haben. Am häufigsten tritt sie im Zusammenhang mit Diabetes auf, vor allem wenn der Blutzucker über längere Zeit schlecht eingestellt ist. Auch ein Mangel an bestimmten Vitaminen, besonders Vitamin B12, kann die Nerven schädigen. Weitere Risikofaktoren sind Alkoholmissbrauch, Chemotherapie, Nierenfunktionsstörungen oder auch Infektionen. In manchen Fällen liegt eine erbliche Veranlagung vor, oft bleibt die genaue Ursache auch unklar.

Diabetische Polyneuropathie

Bei Menschen mit Diabetes kann ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel Poly-neuropathie verursachen. Die Blutgefäße, die die Nerven versorgen, werden verengt oder blockiert, sodass die Nerven nicht genug Nährstoffe erhalten. Diese Unterversorgung führt schließlich zu einer Schädigung der Nerven.
Diabetische Polyneuropathie äußert sich häufig in Taubheitsgefühlen und Kribbeln in den Füßen, brennenden Schmerzen – insbesondere in der Nacht –, einem verminderten Schmerzempfinden, wodurch Verletzungen oft unbemerkt bleiben, sowie in Muskelschwäche und einer dadurch bedingten Gangunsicherheit.

Weil Menschen mit Nervenschäden Schmerzen oder Druckstellen oft nicht bemerken, können auch kleine Verletzungen unbemerkt bleiben. Diese heilen dann schlecht und können sich leicht entzünden. Im schlimmsten Fall entwickeln sich daraus offene Wunden bin hin sogar zu so schweren Schäden, dass eine Amputation nötig wird.

Füße eines älteren Mannes

Diagnose und Behandlung

Um eine Polyneuropathie zu erkennen, führen Ärzt:innen zunächst ein ausführliches Gespräch über die Beschwerden und mögliche Vorerkrankungen, wie etwa Diabetes oder Vitaminmangel. Anschließend werden die Nervenfunktionen im ganzen Körper überprüft. Dazu gehören Tests des Berührungs- und Temperaturempfindens, der Muskelkraft und der Reflexe. Auch Gleichgewicht und Koordination können untersucht werden. Bei Bedarf folgen weiterführende Untersuchungen, wie die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit.

Therapieoptionen

Bei Polyneuropathie gibt es keine Heilung, es gibt aber Möglichkeiten zur Linderung der Symptome.
Die Behandlung richtet sich nach der jeweiligen Ursache. Ist zum Beispiel schlecht eingestellter Diabetes die Ursache, ist eine gute Blutzuckereinstellung besonders wichtig. Auch ein Mangel an Vitaminen kann gezielt behandelt werden.
Um die Beschwerden zu lindern, können Medikamente gegen Nervenschmerzen eingesetzt werden. Ergänzend helfen oft Krankengymnastik, Bewegungsübungen und spezielle Fußpflege, um das Gleichgewicht zu verbessern und Verletzungen zu vermeiden. Wichtig ist, die Nerven möglichst früh zu schützen und regelmäßig ärztlich kontrollieren zu lassen.

Hochtontherapie

Eine weitere Behandlungsoption ist die Hochtontherapie, bei der hochfrequente elektrische Impulse eingesetzt werden, um die Nerven zu stimulieren und die Beschwerden zu lindern.
Der Ablauf der Therapie ist einfach: An den betroffenen Körperstellen werden Elektroden angebracht, sodass die hochfrequenten Impulse tief ins Gewebe eindringen, direkt auf den Muskel einwirken und die Nervenaktivität
positiv beeinflussen können.

Viele Patient:innen berichten von einer spürbaren Erleichterung. Es empfiehlt sich, die Therapie in enger Absprache mit der behandelnden Ärztin oder dem Therapeuten auszuprobieren, um herauszufinden, ob sie auch für
einen selbst eine gute Option ist.

Täglich aufs Neue …

Der Alltag bietet jede Menge Gelegenheit, um sich und seinen Nerven Gutes zu tun. Bequeme, gutsitzende Schuhe mit weicher Sohle schützen die Füße vor Druckstellen. Wer regelmäßig barfuß läuft, sollte besonders vorsichtig sein, um Verletzungen zu vermeiden. Tägliche Fußkontrolle hilft, kleine Wunden oder Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Bewegung, wie Spazierengehen, Radfahren oder leichte Gymnastik, regt die Durchblutung an und unterstützt die Nervenfunktion.

Hören Sie auf Ihren Körper und holen Sie sich rechtzeitig ärztlichen Rat, wenn sich etwas verändert. Polyneuropathie ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Aber eine frühzeitige Diagnose und gezielte Maßnahmen können helfen, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten.

Polyneuropathie – Wenn Nerven leiden Read More »

Header-Artikel: Innenansicht von Passagieren und Kabinenpersonal in einem Flugzeug

Reiserisiko Thrombose

Header-Artikel: Innenansicht von Passagieren und Kabinenpersonal in einem Flugzeug

Reiserisiko Thrombose

Zeit für eine Auszeit? Bevor man im Urlaub Neues entdecken oder auch einfach nur entspannen kann, steht oft eine längere Reise mit Auto, Bahn oder Flugzeug an. Das lange Sitzen birgt das Risiko einer Thrombose.

Thromben sind Blutgerinnsel, die sich in Gefäßen bilden. In wenigen Stunden kann ein kleines Gerinnsel zu einem Blutpfropfen heranwachsen und die Adern verstopfen – am häufigsten geschieht so etwas in den Venen der Beine. Meist entstehen dadurch keine Beschwerden; wenn überhaupt, bemerken die Betroffenen leichte ziehende Schmerzen in der Wade, ein Spannungsgefühl oder „schwere Beine“. Problematisch wird die Sache, wenn sich der Thrombus löst und über den Blutkreislauf in die Lunge wandert. Das kann zu einer lebensgefährlichen Durchblutungsstörung führen, einer sogenannten Lungenembolie. Seltener sind auch andere Organe, wie Herz oder Hirn, betroffen.

Thrombose – ein reines Economy- Class-Syndrom?

Reisethrombosen werden vor allem mit Flugreisen in Verbindung gebracht. Durch den stark erhöhten Luftdruck in der Kabine dehnen sich die Venen aus, wodurch der Blutfluss langsamer wird und das Gerinnungsrisiko steigt. Auch die geringe Luftfeuchtigkeit in Flugzeugen sorgt für „dickes Blut“, da der Körper generell Flüssigkeit verliert. Dazu kommt das lange Sitzen mit abgewinkelten Beinen in den engen Sitzreihen der Flugzeuge, das den Blutfluss zusätzlich behindert.

Tatsächlich ist das Thromboserisiko bei längeren Aufofahrten allerdings nur unwesentlich geringer als im Flugzeug. Denn ausschlaggebend ist das Sitzen, nicht das Verkehrsmittel, in dem man sitzt. Der Unterschied besteht vor allem darin, dass die Verhältnisse im Auto meist weniger beengt sind und man jederzeit Pausen einlegen kann, um Bewegung zu machen. Auch Computer-Thrombosen, bedingt durch stundenlanges Sitzen vor dem Computer, sind in der Medizin mittlerweile ein Begriff. Der Knackpunkt für Thrombosen ist immer langes unbewegtes Sitzen gepaart mit bestimmten Risikofaktoren.

Risikogruppen

Ein hohes Thromboserisiko besteht bei Personen, die bereits eine Thrombose oder Lungenembolie erlitten haben, auch bei Fällen im Verwandtenkreis ist erhöhte Vorsicht geboten.
Ebenso gefährdet sind Menschen mit Herzschwäche, Tumoren und Gipsverbänden am Bein.
Sonstige bekannte Risikofaktoren sind entzündliche Darmerkrankungen, Krampfadern sowie Beinlähmungen. Hat man binnen sechs Wochen vor der geplanten Reise einen Herzinfarkt oder eine Beinverletzung erlitten, wirkt sich dies ebenfalls risikoerhöhend aus. Allgemein erhöhte Thrombosegefahr besteht darüber hinaus für RaucherInnen, Übergewichtige, Frauen während und kurz nach der Schwangerschaft sowie generell für Menschen über 50.

Auf Warnsignale achten

Statistisch gesehen ist das Risiko einer Reisethrombose gering. Fluggesellschaften gehen von etwa ein bis zwei Fällen pro 10.000 Reisenden aus. Dennoch sollten Kribbeln oder Schmerzen in den Beinen bei langen Reisen unbedingt als Warnsignale wahrgenommen werden. Gymnastik hilft zwar beim Lösen kleiner Thromben, halten die Symptome nach der Reise an, sollte aber umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.
Atemnot, plötzliche Brustschmerzen und Beklemmungsgefühl sind kritische Zeichen einer Embolie, bei denen sofort Hilfe gesucht werden muss. Da Thrombosen mitunter langsam durch den Körper wandern, können sie auch erst Tage oder sogar Wochen nach einer Reise auftreten.

Tipps zur Thrombosevermeidung

  • Ausreichend Flüssigkeitszufuhr Ein bis zwei Gläser Wasser pro Stunde sind ein guter Richtwert. Alkohol sollte nicht konsumiert werden, da dieser zu Flüssigkeitsverlust führt.
  • Bewegung Im Flugzeug oder Zug sollte man so oft wie möglich kurze Sitzpausen einlegen, bei denen man zumindest einige Schritte macht. Für längere Autofahrten empfiehlt es sich, etwa alle 90 bis 120 Minuten eine kleine Pause einzulegen, in der die Beine bewegt werden. Als effektive Übung im Sitzen hilft die „Wadenpumpe“, das Blut aus den Beinen zu transportieren: die Füße dafür flach auf den Boden stellen, abwechselnd Fersen und Zehen heben und wieder auf den Boden drücken.
  • Sitzposition wechseln Die Sitzposition sollte regelmäßig gewechselt werden. Übereinandergeschlagene Beine sind zu vermeiden, insbesondere beim Schlafen.
  • Kompressionstrümpfe Angehörige einer Risikogruppe sollten Kompressionsstrümpfe tragen. Diese verengen die Adern vor allem im Fesselbereich und unterstützen die Venenklappen, sodass der Rückfluss des Blutes verbessert wird.
  • Medikamentöse Vorbeugung ÄrztInnen können vor Reiseantritt ein blutverdünnendes Medikament injizieren. Nach ärztlicher Anweisung ist auch die Selbstanwendung möglich.

Reiserisiko Thrombose Read More »

Nach oben scrollen