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Fingerspiele als Training für Alt und Jung

Fingerspiele als Training für Alt und Jung

Einfach, aber umso wirksamer: Fingerspiele sind ein wertvolles Instrument in der Förderung der ganzheitlichen Entwicklung von Kindern. Jede lebendig gestaltete Wiederholung eines noch so banal wirkenden Reims ist ein Booster für die kindliche Entwicklung. Das Spiel mit Stimme und Bewegung macht nicht nur Spaß, sondern auch ganz viel Sinn.

Indem die Kinder zuhören, zuschauen und versuchen, das Gesehene und Gehörte nachzuahmen, wird nicht nur ihre Sprachentwicklung gefördert, auch Feinmotorik, Konzentration und Koordinationsfähigkeit werden trainiert. Und auch die Großeltern profitieren! Denn mit den wiederholten koordinierten Handbewegungen trainieren sie gezielt die Beweglichkeit, Kraft und neuronale Ansteuerung der Finger.

Sprachförderung

Mit Fingerspielen kann der Wortschatz der Kinder ganz einfach und spielerisch erweitert werden. Die Verwendung von Reimen und das mehrfache Wiederholen helfen dabei, die neuen Begriffe besser im Gedächtnis zu behalten.
Und der gezielte Einsatz von Tonhöhe und Sprachmelodie verleiht der Fingerspiel-Geschichte nicht nur eine besondere Stimmung, die Kinder üben sich auch selbst in deren Verwendung. Und das alles, während sie ihre auditive Wahrnehmung trainieren.

Das Zählen mit den Fingern verankert nicht nur neue Wörter, sondern auch Zahlen in unserem Gehirn. Mit Fingerspielen wird das Kennenlernen von Zahlenreihen spielerisch vorbereitet.

Feinmotorik

Beim Nachmachen werden die Feinmotorik und Geschicklichkeit der Hände trainiert, die Kinder lernen, einzelne Finger gezielt einzusetzen. Dabei werden nicht nur Beweglichkeit und Stärke der Hände und Finger gefördert, gleichzeitig verbessert sich auch die Koordinationsfähigkeit von Auge und Hand. Die Kinder trainieren, bei Anderen Beobachtetes selbst umzusetzen. Sie üben den durch Sprache initiierten und auf Sprache abgestimmten Einsatz ihrer Hände.

Kognitive Entwicklung

Je mehr Sinne in den Lernprozess eingebunden sind, umso größer ist der Lerneffekt. Durch die Kombination von visuellen, auditiven und taktilen Reizen beim Fingerspiel werden nicht nur neue Begriffe oder Zahlen besser im Gehirn verankert, sondern die gesamte Konzentrationsfähigkeit und Leistungsfähigkeit des Gehirns verbessert.
Das mehrfache Wiederholen sorgt auch dafür, dass die Kinder logische Abfolgen wahrnehmen, erkennen und selbständig vorhersehen können.

Gemeinsam Erlebtes verbindet

Ganz nebenher fördern gemeinsame Fingerspiele auch noch das Gemeinschaftsgefühl, die Nähe zwischen den Generationen. Das gemeinsame Tun ein und derselben Sache und die Freude daran schaffen ein Gefühl der Verbundenheit.
Durch das Bewegen der Finger und das gemeinsame Nachsprechen der dazugehörigen Reime werden gemeinsam Geschichten erlebt. Und diese Geschichten kann man nicht nur jederzeit und überall wiederholen und erleben, sie vermitteln auch noch spielerisch Wissen, fördern die frühkindliche Entwicklung und regen die Phantasie an.

Eine dicke weiße Wolke,mit beiden Händen eine Wolke formen
die schwebt über unserem Haus.mit den Händen über dem Kopf ein Dach formen
Ich winke ihr und ruf ihr zu:winken und anschließend die Hände um den Mund legen
Komm Wolke, schüttle dich doch aus!die Hände schütteln)
Sie antwortet nicht, doch dann ganz leiseZeigefinger vor den Mund
machen sich dicke Tropfen auf die Reise.alle 10 Finger einzeln bewegen
Der erste Tropfen landet auf meinem Kopf.an den Kopf tippen
Der zweite frech auf meiner Nasenspitze.an die Nasenspitze greifen
Der dritte fliegt direkt auf meine Hand.eine Handfläche ausbreiten
Der vierte mitten in eine riesige Pfütze.Arme weit ausstrecken
Und der fünfte – nanu …Hände fragend mit den Handflächen nach oben seitlich ausstrecken
der landet ganz vorn auf meinem Schuh.eine Fußspitze in die Hand nehmen
Jetzt heißt es: Schnell in die
Regenjacke hinein!
Arme verschränken, dabei die Hände an den Oberarm legen
Ich will ja nicht von oben bis unten nass sein.Arme erst nach oben strecken, dann nach unten und dabei schütteln

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Heast Oida?!? – Jugendsprache verbindet

Heast Oida?!? – Jugendsprache verbindet

Der Dialektbegriff „Heast“, altbekannt als erstaunter Ausruf oder auch kritischer Einwurf, wurde 2024 zum österreichischen Jugendwort des Jahres gewählt. Das Wort „Oida“, Jugendwort des Jahres 2018, ist ebenfalls ein Dauerbrenner und über die Generationen bekannt. Andere Begriffe, wie das deutsche Jugendwort des Jahres 2025 „das crazy“, sind für Nicht-mehr-Jugendliche deutlich schwieriger zu verstehen.

Was ist Jugendsprache?

Jugendsprache bezeichnet die Art und Weise, wie junge Menschen miteinander sprechen und schreiben. Sie ist ein lebendiger Teil der Alltagssprache und spiegelt das Lebensgefühl und die Lebenswelt Jugendlicher wider.
Aus linguistischer Sicht gibt es nicht die eine Jugendsprache, sondern viele unterschiedliche Sprechweisen, die sich je nach Region, sozialem Umfeld und Interessen unterscheiden. Und all diese Sprechweisen verändern sich ständig: Wörter tauchen auf, verschwinden wieder oder bekommen neue Bedeutungen.

Woher kommen die wichtigsten Einflüsse?

Ein wesentlicher Motor jugendsprachlicher Entwicklung ist die Musik – allen voran Rap und Hip-Hop. Kaum ein anderes Genre arbeitet so intensiv mit Wortspielen, neuen Ausdrucksformen und bewussten Regelbrüchen. Dabei entstehen kreative Neuschöpfungen, die zugleich identitätsstiftend wirken.
Die Begriffe werden heute in Windeseile über soziale Netzwerke verbreitet. Was früher lokal begrenzt war, kann sich innerhalb weniger Tage weltweit durchsetzen. Diese Dynamik zeigt, wie stark Popkultur, Globalisierung und digitale Medien die Sprache junger Menschen prägen, und wie schnell sich neue Wörter, Formen und Bedeutungen ausbreiten.

Ein weiterer wesentlicher Einfluss kommt von Migrantensprachen. Das zeigt sich besonders in Großstädten, wo viele Sprachen aufeinandertreffen. Ganz selbstverständlich werden hier Ausdrücke aus anderen Sprachräumen und Kulturen aufgegriffen, mit Dialekt oder Umgangssprache vermischt und so neue Formen des Ausdrucks geschaffen.
Dieser Prozess ist nichts Neues. So haben zum Beispiel auch viele scheinbar typisch wienerische Begriffe ihre Wurzeln in anderen Sprachen. Der „Deschek“ stammt zum Beispiel aus dem Ungarischen, während die Wiener:innen das „Beisl“ und die „Palatschinken“ dem Tschechischen zu verdanken haben.

Warum ist Jugendsprache wichtig?

Jugendsprache dient jungen Menschen als bewusstes Mittel zur Abgrenzung von der Erwachsenenwelt. Indem Wörter neu gedeutet, kreativ kombiniert oder aus anderen Sprachen übernommen und mit neuen Bedeutungen versehen werden, hebt man sich vom Erwachsenenidiom ab. Man setzt diesem ganz Neues oder Altbekanntes in neuem Outfit entgegen, schafft eine eigene sprachliche Kultur und signalisiert damit nicht nur die Abgrenzung von Älteren, sondern auch die Zugehörigkeit zur jungen Generation.
Statt als Bedrohung für die Allgemeinsprache sollte Jugendsprache daher als Ausdruck von Kreativität, sprachlichem Spiel und Innovationsfreude verstanden werden, die weit über Sprache hinaus die Stärken junger Generationen sichtbar macht.

Sollen Erwachsene den Teen-Talk crashen?

Erwachsene, die nicht authentisch in ihrer Sprache kommunizieren, sondern krampfhaft Jugendwörter nutzen, wirken schnell cringe. Die aktuell gebräuchliche Jugendsprache ist allerdings sehr wohl ein Schlüssel zur Lebenswelt der Jugendlichen. Sie gibt Einblick in Stimmungen, Trends und Themen, die sie gerade bewegen. Ein Grundinteresse und -verständnis für ihre Sprache signalisiert außerdem Respekt und Interesse für sie als Individuen. Es kann die gegenseitige Vertrauensbasis stärken und den Zugang zu aktuellen Themen erleichtern.
Abgesehen davon hilft es, sprachliche Missverständnisse zu vermeiden. Wer Jugendsprache erkennt und versteht, kann die eigentliche Botschaft einer jugendsprachlichen Äußerung besser einordnen. Denn manche Ausdrücke klingen zwar aufgrund ihrer ursprünglichen Herkunft provokant, haben aber im aktuellen Jugendsprachkontext eine nicht-provokante Bedeutung: Die ursprüngliche Bedeutung wird ironisch verkehrt bzw. verzerrt.

Wenn Sprache Grenzen braucht …

Bei aller Begeisterung angesichts der kreativen Schöpfungen enthält Jugendsprache manchmal auch sexistische, rassistische, diskriminierende oder aggressive Begriffe. In solchen Fällen ist Information und Orientierung ohne erhobenen Zeigefinder gefragt. Am besten ist es, den Begriff, seine Herkunft, seine ursprüngliche Bedeutung, seine neue Bedeutung im Zuge der Jugendsprache und auch seine Wirkung offen anzusprechen und miteinander zu diskutieren. Im Dialog erkennen Jugendliche die Komplexität sprachlicher Äußerungen und verstehen, dass die Bedeutungsvielfalt eines Begriffes bzw. dessen Herkunft zu Missverständnissen führen bzw. das Gegenüber sich von einer eigentlich harmlos gemeinten Aussage sogar persönlich angegriffen fühlen kann. Von diesem Austausch profitieren nicht nur Sprachverständnis und -sensibilität der Jugendlichen, sondern die Kommunikationsfähigkeit von Jung und Alt.

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Wie lebt Österreich?

Wie lebt Österreich?

Gehören Sie zu jener Hälfte der Österreicher:innen, die in einer Partnerschaft leben? Oder leben Sie wie rund 1,6 Millionen Menschen allein?

Immer mehr und immer älter …

Aktuell leben rund 9,2 Millionen Menschen in Österreich. Laut Prognosen der Statistik Austria wird die Bevölkerung bis 2040 auf rund 9,4 Millionen Menschen anwachsen.
Ein besonders deutlicher Trend zeigt sich in der Altersstruktur. Die Gruppe der über 75-Jährigen ist stark am Zunehmen: Der Anteil wird bis 2040 von aktuell rund 10 % auf bis zu 14 % steigen. Bis 2050 könnte er sogar 16 % erreichen.

Immer mehr allein

Die aktuell 9,2 Millionen Menschen lebten 2025 in unterschiedlichsten Haushaltsstrukturen zusammen. Diese verändern sich ebenso wie Rollen- und Familienbilder kontinuierlich.
Der Anteil jener Personen, die in Partnerschaften leben, liegt seit 2004 konstant bei rund 50 %.
Aber während 2004 noch 14,6 % der Gesamtbevölkerung in Einpersonenhaushalten gelebt haben, waren es 20 Jahre später im Jahr 2024 schon ganze 17,8 %. In Zahlen macht das rund 1,6 Millionen Menschen, die allein leben, Tendenz nach wie vor steigend.
Die größte Zahl an Alleinlebenden gibt es bei den Über-64-Jährigen: nämlich rund 605.000 Menschen. In dieser Altersgruppe besonders auffällig ist der hohe Anteil an Frauen: Von den insgesamt rund 605.000 Alleinlebenden über 64 Jahren waren 2024 rund 425.000 weiblich. Das sind mehr als zwei Drittel.

Allein und einsam?

Allein zu leben, bedeutet nicht, dass man zwangsläufig auch einsam sein muss. Das Alleinleben erhöht allerdings das Risiko sozialer Isolation.
Laut Studien fühlt sich mehr als ein Viertel aller 18- bis 74-jährigen Menschen in Österreich zumindest zeitweise einsam. Das entspricht Schätzungen der WHO, wonach weltweit einer von drei älteren Menschen und eine:r von vier Heranwachsenden sozial isoliert sind, was meist auf dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren basiert. Zum Alleinleben gesellen sich da zum Beispiel noch gesundheitliche Einschränkungen, Armut, der Verlust geliebter Menschen oder auch negative soziale Erfahrungen.

Conclusio?

Menschen werden immer älter und leben immer häufiger allein. Mit zunehmendem Alter verändern sich aber auch zusehends die praktischen, sozialen und natürlich auch körperlichen Bedürfnisse.
Oft erscheint das Alleinleben plötzlich nicht mehr lebenswert: Sei es, weil man sich immer öfter einsam fühlt und nach mehr Sozialkontakten sehnt, oder weil man plötzlich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage ist, ohne Unterstützung bei der Erledigung alltäglicher Aufgaben im eigenen Zuhause allein weiterzuleben. Ein geringes Monatsbudget mit wenig Spielraum für Ausgaben abseits der monatlichen Fixkosten kommt oft erschwerend hinzu.
Alternative Wohn- und Lebensformen auch für Menschen ab 75 Jahren gewinnen daher immer mehr an Bedeutung: von gemeinschaftlichen Wohnprojekten, wie Senioren-WGs, bis hin zu betreutem Wohnen.
Sie geben Menschen auch unter sich wandelnden Umständen die Möglichkeit, so lange wie möglich unabhängig und selbständig leben zu können und dabei weder auf die persönliche Lebensqualität, noch auf soziale Einbindung verzichten zu müssen.

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Entspannung durch bewusstes Atmen

Entspannung durch bewusstes Atmen

Nervt Ihr Partner Sie, weil er regelmäßig laut seufzt? Oder werden Sie selbst immer wieder gefragt, ob es Ihnen schlecht geht, nur weil Ihnen nach einer anstrengenden Tätigkeit oder beim Gedanken an bevorstehende Aktivitäten ein Seufzer auskommt?
Studien beweisen es: Ein tiefer, hörbarer Seufzer wirkt spontan befreiend. Was intuitiv geschieht, hat handfeste physiologische Gründe.

Sie seufzen nie?

Stimmt nicht! Jeder Mensch seufzt ungefähr alle 5 Minuten unbewusst, ohne es zu merken. Der tiefe Atemzug, bei dem doppelt so viel Luft eingeatmet wird als bei einem normalen Atemzug, hat die lebenswichtige Aufgabe, mit dem Extra-Sauerstoff zusammengefallene Lungenbläschen (=Alveolen) wieder aufzublähen. Denn ohne die rund 300 bis 400 Millionen dünnwandigen Lungenbläschen in unserer Lunge würde der Gasaustausch nicht funktionieren: Der Sauerstoff aus der Atemluft würde nicht mehr in ausreichender Menge ins Blut gelangen und das Kohlendioxid aus dem Blut nicht mehr an die Atemluft abgegeben. Unsere Atmung würde versagen.
Das regelmäßige unbewusste Seufzen, das den Gasaustausch sicherstellt, die Atmung verbessert und die Atemwege stärkt wird vom Seufz-Zentrum im Atemzentrum in unserem Hirnstamm gesteuert.

Seufzen fürs Wohlbefinden

Richtig bewusst wird uns das Seufzen meist nur, wenn wir unter besonderer Anspannung stehen. Die Gründe für dieses emotionale Seufzen sind bisher noch ungeklärt. Warum Seufzen zur Entspannung führen kann, ist allerdings erwiesen: Der längere Vorgang des Ausatmens beim Seufzen aktiviert den Vagus, den Entspannungsnerv, der nicht nur der längste Nerv unseres Körpers ist, sondern auch der Hauptnerv des Parasympathikus. Er sorgt dafür, dass unser Körper sich erholt, Herzschlag und Blutdruck sinken, Stresshormone abgebaut werden, wir einen ruhigeren Schlaf haben und unser Organismus sich verjüngt.
Grundsätzlich aktivieren wir den Vagus mit jedem tiefen Ausatmen. Daher eignet sich tiefes Durchatmen bzw. eben auch Seufzen, um in stressigen Situationen Ruhe zu bewahren.

Kleine Geste, große Wirkung

Kinder seufzen noch ganz natürlich, wenn sie müde, erleichtert oder zufrieden sind. Erwachsene können von ihnen lernen, diese spontane Körperreaktion ganz bewusst einzusetzen und damit Kehlkopf, Atem und Nervensystem Gutes zu tun. Ein Seufzer braucht weder Vorbereitung, noch Technik – nur die Erlaubnis, ihn zuzulassen.

Anleitung zum physiologischen Seufzen in Stresssituationen und bei Angstattacken

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Nervenschädigung durch Diabetes

Nervenschädigung durch Diabetes

Wann haben Sie sich eigentlich das letzte Mal Ihre Füße genauer angesehen? Sie erinnern sich nicht? So geht es den meisten. Bei Diabetes ist aber besondere Vorsicht geboten.

Denn eine der häufigsten Folgeerkrankungen bei Diabetes sind Nervenschädigungen: Polyneuropathien. Verursacht durch dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte führen sie zu einer eingeschränkten Wahrnehmung von Schmerz und Druck. Was zu ernsthaften Problemen führen kann. Denn dank Polyneuropathie werden Verletzungen oft erst zu spät erkannt. Unbehandelt können sie sich entzünden und zu einer ernsthaften gesundheitlichen Bedrohung werden.

Kribbeln, Taubheitsgefühl, Schmerzen

Polyneuropathie äußert sich in unterschiedlicher Form. Während die einen über nicht-schmerzhafte, aber unangenehme Missempfindungen wie Kribbeln klagen, kämpfen andere mit Überempfindlichkeit bei Berührung. Von Taubheitsgefühl bis hin zu Schmerzen ist alles möglich.
In der Regel breiten sich die Symptome von den Zehen und Füßen nach oben aus. Typischerweise verschlechtern sich die Beschwerden im Liegen und bessern sich bei Bewegung.

Diabetisches Fuß-Syndrom

Nervenschädigungen tragen oft maßgeblich zur Bildung des sogenannten diabetischen Fuß-Syndroms bei. Durch den Ausfall der Schweißbildung ist die Haut trocken-rissig und besonders anfällig für Verletzungen. Wunden werden aufgrund Polyneuropathie oft erst viel zu spät erkannt und daher auch nicht ausreichend versorgt, gleichzeitig verhindern eingeschränkte Durchblutung und geschwächte Abwehrkräfte die Wundheilung. Das diabetische Fuß-Syndrom ist die Hauptursache für nichttraumatische Amputationen. Im besten Fall handelt es sich dabei um einzelne Zehen, im schlimmsten Fall ums ganze Bein. Der diabetische Fuß sollte daher keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden: Jede Wunde am Fuß ist ein Notfall, der ärztlicher Behandlung bedarf.
Durch sorgsame Beobachtung und Pflege der Füße können Amputationen vermieden werden.

Pflegetipps für Diabetiker-Füße

Tägliche Fußpflege ist das A und O, um die Füße und damit den ganzen Körper gesund zu halten. Das beginnt bei einem kurzen, kühlen Fußbad, am besten in 30 bis 35 Grad warmem Wasser, um Verbrennungen zu vermeiden.
Verwenden Sie dafür nur eine milde, rückfettende Waschlotion, am besten eine mit Urea.
Beim Abtrocknen sollten Sie besonders auf die Stellen zwischen den Zehen achten: Hier nisten sich gerne Pilzsporen ein.
Sind die Füße bereits zu „Problemkindern“ geworden, ist professionelle Fußpflege gefragt. Suchen Sie regelmäßig spezialisierte Podolog:innen auf und lassen Sie sich und Ihre Füße dort verwöhnen.

Gut einpacken nicht vergessen!

Ein Diabetiker-Fuß will immer gut eingepackt sein. Das bedeutet: Passendes Schuhwerk auswählen, das keine Druckstellen erzeugt. Schmerzende Absätze sind tabu, dämpfende Sohlen dafür ein Muss.
Wer auch im Sommer Socken trägt, vermeidet kleine Quetschungen und wunde Stellen. Es gibt eine große Auswahl an speziellen Diabetessocken, die möglichst wenig scheuern und den Druck auf die Füße verringern, auch spezielle Sommersocken.

Nicht nur an den Füßen …

Der Körper von Diabetiker:innen versucht, überschüssigen Zucker über den Urin auszuscheiden. Daher kommt auch die Bezeichnung Diabetes mellitus, was übersetzt „honigsüßer Durchfluss“ bedeutet. So verliert der Körper besonders viel Flüssigkeit: Die Haut trocknet nicht nur an den Füßen, sondern am ganzen Körper aus. Gleichzeitig kommt es durch verengte Blutgefäße zu einer verminderten Durchblutung, und auch die Schweiß- und Talgdrüsen arbeiten aufgrund von Nervenschäden nicht mehr richtig.
Daher ist regelmäßiger Creme-Einsatz zur Hautpflege bei Diabetes Pflicht. Nicht nur, wenn die Haut sich trocken oder rissig anfühlt, sondern nach jedem Duschen oder Waschen. Feuchtigkeitsspendende Produkte, die z.B. Urea, Jojoba- oder Nachtkerzenöl, Dexpanthenol oder Vitamin E enthalten, eignen sich dafür besonders gut.

Vorsorge für mehr Lebensqualität

Aufgrund der besonderen Gefahrenlage sollten Menschen mit Diabetes der eigenen Haut stets Aufmerksamkeit schenken: mit täglicher Pflege und sorgsamer Beobachtung.
Zusätzlich dazu sollte man weitere Gefahrenquellen möglichst vermeiden bzw. sich vor diesen schützen, zum Beispiel mit ausreichend Sonnenschutzcreme vor hohen Dosen UV-Strahlung im Sommer oder mit besonders feuchtigkeitsspendender Pflege von Körperpartien, die unmittelbar der Kälte ausgesetzt sind, im Winter.
Und nie vergessen: Neben sorgsamer Vorsorge schützt frühe Therapie vor schlimmen Folgen! Auch bei kleinen Verletzungen sollte nicht gezögert werden, ärztlichen Rat einzuholen.

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Schwindel im Alltag?

Schwindel im Alltag?

Das Gefühl, dass der Boden plötzlich unter einem schwankt bzw. man ihn überhaupt verliert, ist mehr als beunruhigend. Kein Wunder, dass Schwindel zu den häufigsten Gründen für Arztbesuche zählt.

Schwindel kann nicht nur in verschiedenen Formen auftreten, er kann auch unterschiedlichste Ursachen haben: von einer Verspannung der Nackenmuskulatur über Blutdruckschwankungen bis hin zur Nebenwirkung eines Medikaments. Auch wenn die Ursache oft harmlos ist, sollte Schwindel jedenfalls ernst genommen werden. Denn er kann nicht nur die Lebensqualität einschränken, sondern erhöht auch das Sturz- und damit das Verletzungsrisiko.

Warum uns überhaupt schwindelig wird …

Schwindel ist keine Krankheit, sondern ein Symptom. Unser Gleichgewichtssinn hält uns rund um die Ohr in Balance: Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr, die Augen, die Wahrnehmung unseres eigenen Körpers in Form bestimmter Reize aus unserem Körperinneren und Empfindungen über unsere Körperoberfläche sowie das Nervensystem liefern dem Gehirn ständig Informationen über Lage und Bewegung unseres Körpers. Stimmen diese Informationen bzw.
Signale nicht überein oder fällt eine Informationsquelle aus, so kann das zu Schwindel führen.

Welche Schwindelformen gibt es?

Schwindel ist nicht gleich Schwindel. Die Medizin unterscheidet verschiedene Auftrittsformen, die teilweise auch Rückschlüsse auf die Ursache zulassen.

  • Beim Drehschwindel hat man das Gefühl, dass sich die Umgebung oder man selbst wie auf einem
  • Karussell dreht. Häufige Ursache dafür sind Störungen des Gleichgewichtsorgans im Innenohr, der sogenannte gutartige Lagerungsschwindel.
  • Der Schwankschwindel wird oft von Verspannungen in der Nackenmuskulatur ausgelöst. Wie der Name schon erahnen lässt, fühlt man sich bei dieser Schwindelart wie auf einem schwankenden Boot.
  • Psychogener Schwindel bzw. Benommenheitsschwindel tritt häufig bei Stress oder psychischer Belastung auf. Er zeichnet sich durch ein generelles Gefühl der Unsicherheit und Benommenheit aus, Betroffene berichten von einem Watte-artigen Gefühl im Kopf.
  • Beim sogenannten Liftschwindel hat man plötzlich das Gefühl, wie in einem Fahrstuhl oder einer Achterbahn abrupt nach oben oder unten befördert zu werden. Ursache ist meist eine Störung des Gleichgewichtsorgans, Liftschwindel kann aber auch mit psychischen Erkrankungen einhergehen.

Häufige Schwindelursachen im Alter

Gründe für Schwindel gibt es viele, bei Menschen über 65 kommt bestimmten Faktoren besondere Bedeutung zu.
Arbeiten etwa unsere Augen nicht mehr zuverlässig, so fehlen unserem Gehirn wichtige Informationen, um das Gleichgewicht zu halten.
Auch die altersbedingte Abnahme der Anzahl der Sinneszellen im Innenohr führt zu einer Abnahme der Leistungsfähigkeit und einer Verringerung der Sensibilität, was Schwindel verursachen kann.
Winzige Kristallsteinchen im Gleichgewichtsorgan im Innenohr sind Auslöser für gutartigen Lagerungsschwindel. Das ist der am häufigsten diagnostizierte Schwindel, der zwar nur wenige Sekunden andauert und auch nicht gefährlich, aber dennoch sehr unangenehm für Betroffene ist.
Zusätzlich dazu können auch Entzündungen oder Durchblutungsstörungen im Innenohr zu Schwindel führen.
Aber nicht nur Augen und Ohren, sondern auch ein zu niedriger Blutdruck oder plötzliche Blutdruckschwankungen bzw. -abfälle können Schwindel verursachen. Blutdruckbedingter Schwindel dauert länger an als Lagerungsschwindel und führt außerdem dazu, dass einem schwarz vor Augen wird. Erschwerende Faktoren sind Flüssigkeitsmangel oder langes Verharren in einer Körperstellung.
Nicht unterschätzen sollte man auch die Wirkung von Medikamenten. Nebenwirkungen eines Medikaments bzw. Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Medikamenten können ebenfalls Schwindel auslösen.

Achtung: Bei akutem Schwindel mit Taubheitsgefühlen oder Lähmungserscheinungen unbedingt notärztliche Hilfe anfordern! Diese Symptome weisen auf einen akuten Schlaganfall hin.

Diagnose macht Sinn

Schwindelgefühle sind oft harmloser Natur, vor allem wenn sie nur gelegentlich und kurzzeitig auftreten. Sie können aber auch auf ernstzunehmende Erkrankungen hinweisen, wie etwa Durchblutungsstörungen im Gehirn, Angststörungen, Epilepsie, Parkinson oder Tumore.
Eine ärztliche Diagnose sorgt nicht nur für Klarheit, sie ermöglicht auch gezielte Therapie.
In den nachfolgenden Fällen sollten Sie jedenfalls ärztlichen Rat einholen:

  • Wenn zum Schwindelgefühl noch Begleiterscheinungen wie Atemnot,
  • Sehstörungen, Sprachprobleme, starke Kopfschmerzen, Übelkeit oder Taubheitsgefühle auftreten.
  • Wenn Schwindelattacken immer wieder intensiv und ohne äußere Ursache auftreten.
  • Wenn gewisse Kopfbewegungen immer wieder zu Schwindel führen.
  • Wenn Schwindel in bestimmten Situationen regelmäßig wiederkehrt, etwa in Menschenmengen, engen Räumen, beim Autofahren usw.

Behandlung und Vorbeugung

Nach richtiger Diagnose kann man Schwindel oft schon mit einfachen Maßnahmen zu Leibe rücken, etwa mit mehr Flüssigkeitszufuhr und regelmäßiger Bewegung.
Spielen Verspannungen im Nacken eine Rolle, können gezielte Dehnübungen oder Massagen Abhilfe schaffen. Auch ein ergonomisches Kopfkissen oder eine Veränderung bei der Matratze beugen nächtlichen Verspannungen vor.
Liegt die Ursache am Nachlassen der Sinne, so kann Physiotherapie mit gezielten Übungen fürs Gleichgewicht dabei unterstützen, das Zusammenspiel der Sinne zu trainieren und damit den Schwindel loszuwerden. Auch bei Lagerungsschwindel gibt es gezielte Übungen, die bei regelmäßiger Ausführung rasch Hilfe bringen können.
Wer unter psychisch bedingtem Schwindel leidet, profitiert von Entspannungsübungen, Gesprächstherapie oder moderater Bewegung, wie Yoga oder Tai-Chi.

Nicht geschwindelt!

Schwindel im Alter ist häufig, er ist aber auch gut behandelbar. Wer auf mögliche Ursachen und seinen eigenen Körper achtet, kann gezielt gegensteuern. Frühzeitige ärztliche Abklärung gibt dabei nicht nur Diagnose- und Behandlungssicherheit, sie sichert auch die Lebensqualität.

Was tun bei akutem Schwindel?

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Die süße Versuchung

Die süße Versuchung

Ob hell oder dunkel, pur oder mit Füllung – Schokolade ist für viele unverzichtbar. Hinter dem süßen Genuss steckt jedoch noch viel mehr: eine jahrtausendealte Geschichte, ein aufwändiger Herstellungsprozess und so manches andere überraschende Detail.

Vom Siegeszug der Schokolade

Ursprünglich wichtiger Bestandteil bei Ritualen der Azteken und Maya, gelangte Kakao erst ab dem 15. Jahrhundert nach Europa. Die Spanier brachten das Getränk von ihren Entdeckungs- und Eroberungsreisen von Amerika mit nach Hause. Aufgrund der starken Bitternote war es anfangs nicht sehr beliebt, die Zugabe von Honig oder Rohrzucker machte es im 16. Jahrhundert aber schließlich zum begehrten Luxusgut, das lange Zeit der Oberschicht vorbehalten blieb.
Das änderte sich erst mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert: Dank der Massenproduktion wurde Schokolade nun auch für die breite Bevölkerung leistbar. Und dank der neuen Maschinen wurde Schokolade nun nicht mehr nur als Getränk hergestellt, sondern auch als Essschokolade.

Vom Kakaobaum zur Schokotafel

Der Kakaobaum wächst in den tropischen Regionen rund um den Äquator. Nach Ernte seiner Früchte, der sogenannten Kakaoschoten, werden die Bohnen daraus herausgelöst, einige Tage fermentiert und anschließend in der Sonne getrocknet. Damit sie ihr typisches Aroma entfalten, werden die Bohnen geröstet. Die gerösteten Bohnen werden anschließend erst grob zerkleinert und dann ganz fein gemahlen. So entsteht eine flüssige Kakaomasse, die von den Schokoladeherstellern durch die Zugabe verschiedener Zutaten, wie Zucker oder bei Milchschokolade auch Milchpulver, verfeinert wird. Durch sogenanntes Konchieren, langes Rühren und Erwärmen, verliert die Kakaomasse unerwünschte Säuren und wird cremig. Kontrolliertes Abkühlen und In-Form-Gießen der verfeinerten Masse lässt die Schokoladetafeln entstehen.

Gut, besser, Edelkakao

Kakaobohnen werden grundsätzlich in zwei Klassen unterteilt: Konsumkakao und Edelkakao. Konsumkakao macht etwa 85 % der Welternte aus und wird vor allem in Westafrika, Brasilien und Asien angebaut. Daraus produzierte Schokoladen werden in der Regel ohne Hinweis auf Sorte oder Herkunft der Kakaobohnen verkauft.
Criollo und Trinitario, die zwei Sorten Edelkakao, werden Schokoladen nur in kleinen Mengen zur Aromaverfeinerung beigefügt.

Alle Macht der dunklen Seite?

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Schokolade.

  • Weiße Schokolade enthält keine Kakaomasse, sondern nur Kakaobutter: aus Kakaosamen gewonnenes gelbliches Fett.
  • Milchschokolade enthält meist rund 25 % Gesamtkakaotrockenmasse. Die restlichen 75 % setzen sich aus Zucker, Milchbestandteilen, Kakaobutter und Aromen zusammen.
  • Ab einem Kakaoanteil von 60 % spricht man üblicherweise von dunkler Schokolade. Je höher der Kakaoanteil ist, desto weniger Zucker enthält die Schokolade. Gleichzeitig steigt auch die Menge an Flavonoiden: Das sind im Kakao enthaltene potenziell gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe, die als starke Antioxidantien eine positive Wirkung auf Zellen und Herz-Kreislauf-System haben. Sie können entzündungshemmend wirken und das Immunsystem unterstützen. Das koffeinähnliche Alkaloid Theobromin hat etwa entwässernde Wirkung, erweitert die Gefäße und wirkt leicht anregend.


All diese positiven Wirkungen bewegen sich allerdings in sehr niedrigem Bereich. Damit sie wirklich relevant werden, müsste man so viel Schokolade essen, dass die damit verbundenen negativen Auswirkungen die positiven deutlich überwiegen würden. Als Medizin kommt Schokolade also definitiv nicht in Frage.

Macht Schokolade glücklich?

Kakao enthält Tryptophan, das dank des Zuckers in der Schokolade von unserem Körper ins Glückshormon Serotonin umgewandelt wird. Das allerdings in so geringem Ausmaß, dass beim Naschen normaler Mengen Schokolade nicht wirklich von einer serotoninbedingten Stimmungsbesserung auszugehen ist.
Wieder anders verhält es sich mit unserem Gehirn. Schokolade wird oft mit positiven Erlebnissen aus der Kindheit verbunden und führt daher zu positiven Emotionen. Auch das Geschmackserlebnis an sich, der Schmelzprozess im Mund mit all den sich dabei entfaltenden Aromen, kann glücklich machen. Last not least aktivieren die großen Mengen an Zucker und Fett in Schokolade das Belohnungszentrum in unserem Gehirn.

Der Schokolade abschwören?

Wie für beinahe jedes Lebensmittel gilt auch bei Schokolade: Die Menge macht es aus.
Im Gegensatz zu Gemüse, Obst oder auch Nüssen ist Schokolade ein hochverarbeitetes Lebensmittel. Das heißt, dass in jeder einzelnen Rippe neben den Inhaltsstoffen der Kakaobohne auch noch jede Menge Zucker und Fett stecken. Mit mehr als 500 kcal pro 100 g hat sie eine wirklich hohe Energiedichte und liefert sehr viele bzw. zu viele Kalorien.
Wer keine medizinische Indikation hat, die generellen Verzicht erfordert, sollte die Schokolade daher als das betrachten, was sie ist: ein Genussmittel. Und Genuss tut nur in kleinen Maßen genossen gut.

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Schon Smartphone-Profi?

Schon Smartphone-Profi?

Falls nicht, gibt es kostenlose Unterstützungsangebote für eine sichere Handynutzung.

Ohne Smartphone geht heute kaum noch etwas: Behördengänge erledigen, Bankgeschäfte abwickeln, Fahrpläne checken, Nachrichten schreiben, Fotos machen oder schnell etwas googeln – fast alles läuft über den kleinen Alleskönner. Wer nicht mit der digitalen Welt aufgewachsen ist, kann sich dabei schnell einmal überfordert fühlen.

Warum verlangen manche Apps, dass ich meine Einstellungen ändere, und sollte ich das wirklich tun? Was bedeutet 2-Faktor-Authentifizierung? Wozu brauche ich eine digitale ID und wie komme ich überhaupt zu einer? Und warum ist eigentlich mein Speicher ständig voll?

Fragen über Fragen, die es zu klären gilt! Aber nicht jeder hat in der Familie oder im persönlichen Umfeld jemanden, der all diese Fragen beantworten kann und einem geduldig Rede und Antwort steht und alles in Ruhe erklärt.

Glücklicherweise gibt es in Österreich eine Reihe kostenloser Angebote, die genau hier Abhilfe schaffen.

In Wien, Niederösterreich, Graz, Salzburg und Innsbruck finden zum Beispiel regelmäßig A1 Smartphone Stammtische statt. Eine kurze telefonische Anmeldung reicht, und schon helfen Ihnen beim nächsten Stammtisch erfahrene A1-Trainer:innen dabei, sich mit Ihrem Smartphone besser zurechtzufinden.
Weitere Infos zum „A1 Smartphone Stammtisch“ erhalten Sie unter der Telefonnummer 0800 808 810 oder auf der Webseite https://a1seniorenakademie.at/a1-smartphone-stammtisch/.
Ein weiteres kostenloses Angebot zur digitalen Grund- und Weiterbildung sind die Digital Überall-Workshops, die im Rahmen der staatlichen Digitalen Kompetenzinitiative in ganz Österreich in Präsenz und auch online stattfinden.
Ziel ist es, Menschen praxisnah und unkompliziert bei der Erweiterung ihrer digitalen Alltagskompetenzen zu unterstützen. Angeboten werden Workshops zu verschiedenen Themenschwerpunkten, einer dieser Schwerpunkte ist digitale Seniorinnen- und Seniorenbildung. Kostenlose Beratung erhalten Sie telefonisch unter 0800 400 222 oder auf www.digitalekompetenzen.gv.at/workshops.html.

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Auf Entdeckungstour vor der Haustür

Auf Entdeckungstour vor der Haustür

Spazierengehen ist eine einfache, aber wirkungsvolle Möglichkeit, sich regelmäßig zu bewegen und dem vielen Sitzen im Alltag gesund entgegenzuwirken. Außerdem wirkt sich das Gehen auch positiv auf die Stimmung aus.

Für alle, die die Pfade in ihrer Umgebung schon ausgetreten haben und Abwechslung suchen, haben wir Anregungen zur Gestaltung neuer Spaziergänge und Tipps fürs richtige Schuhwerk zusammengestellt.

Spazieren gehen einmal anders

Das kühler werdende Wetter lädt zu mehr Bewegung im Freien ein. Mit ein paar einfach umsetzbaren Ideen lassen sich altbekannte Wege neu entdecken. Ganz nach dem Motto: „Ich seh, ich seh, was du nicht siehst!“

  • Fototour: Durch die Linse einer Fotokamera wird der Gang ins Freie zu einem Suchen nach den schönsten Motiven. Egal, was Sie zum Mittelpunkt Ihrer Fototour machen: Sie entdecken Altes neu, schauen hinter die Fassaden und leben sich dabei kreativ aus. Und ganz nebenbei entstehen dauerhaft schöne, in Momentaufnahmen festgehaltene Erinnerungen.
  • Der Natur auf der Spur: Natur-interessierte können Spaziergänge nutzen, um die Pflanzen- und Tierwelt der gewohnten Umgebung bewusst zu entdecken – mit Bestimmungsbüchern oder Apps. Auch das Sammeln von Kräutern, Früchten oder Blumen bringt Abwechslung und Farbe in den Alltag.
  • Museum des Hinschauens: Sie interessieren sich für Geschichte? Erkunden und betrachten Sie doch einmal ganz bewusst Statuen und Denkmäler in Ihrer Umgebung. Oft stolpert man dabei über höchst spannende, überraschende Entdeckungen, wie Gedenktafeln an Hauseingängen oder besonders gestaltete Fassaden, die einem bis dahin noch nie aufgefallen sind. Lassen Sie die Geschichte Ihrer Umgebung auf sich wirken.

Zeig her deine Füße, zeig her deine Schuh …

Zu lustvollen Spaziergängen gehört auch das richtige Schuhwerk! Es verhindert nicht nur lästige Blasen, sondern unterstützt auch unsere Wirbelsäule und verhindert somit Rückenschmerzen.
Bei der Auswahl neuer Schuhe sollte man daher nicht zuerst auf Optik und Preis achten, sondern vor allem auch auf ausreichend Komfort für die Füße!

  • Sie wollen neue Schuhe kaufen?
    Legen Sie die Anprobe auf den Nachmittag, denn im Laufe des Tages schwellen die Füße an. Tragen Sie außerdem die Socken bzw. Strümpfe, die Sie auch später tragen werden.
  • Gönnen Sie Ihren Füßen Platz!
    Vorne sollte bei gutem Halt noch ca. 1 cm frei sein – Ihre Zehen dürfen nicht anstoßen. Achten sie außerdem auf biegsames Obermaterial. Falten oder Nähte erhöhen das Blasenrisiko.
  • Der „gesunde“ Absatz? Max. 2 cm!
    Bei höheren Absätzen neigt sich das Becken nach vorne und die Wirbelsäule wird falsch belastet. Zu hohe Absätze reduzieren außerdem unsere Standfestigkeit. Die Außensohle Ihres Schuhs sollte leicht und griffig sein. Ein gutes Profil sorgt für festen Halt auf verschiedenen Untergründen.
  • Ausreichend Stütze und Halt?
    Ein anatomisches Fußbett stützt und entlastet den Fuß. Bei Schlüpfern sorgen verstellbare Schuhbänder, Schnallen oder Klettverschlüsse für guten Sitz.
  • An- und ausprobieren!
    Probieren Sie immer beide Schuhe, bevor Sie Ihre Kaufentscheidung treffen. Schuhe, die in die engere Wahl kommen, sollten Sie zehn Minuten durchgehend tragen.
  • Abwechslung hält fit!
    Um Ihre Lieblingsschuhe lange „fit“ zu halten, sollten sie diese nicht rund um die Uhr tragen, sondern immer wieder auf andere wechseln. Das tut Ihren Schuhen und Ihren Füßen gut.

Mit dem richtigen Schuhwerk müssen Sie sich nicht aufs richtige Auftreten konzentrieren, sondern können den kleinen Dingen am Wegesrand Aufmerksamkeit schenken und sich auch auf alten Wegen von neu Entdecktem überraschen lassen!

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Puzzeln lohnt sich im Alter

Puzzeln lohnt sich im Alter

Puzzeln kann gleichzeitig entspannen und das Hirn anregen. Ob allein oder zu zweit, alt oder jung – Puzzlefans schaffen Ordnung aus Chaos, und das sowohl am Tisch als auch im Kopf.

Woher kommt das Puzzle?

Der Begriff kommt vom englischen Verb „to puzzle“, was übersetzt „verwirren“, „grübeln“ oder auch „knobeln“ bedeutet.
Das Legespiel mit dem Ziel, die Puzzleteile wieder zu etwas Ganzem zusammenzusetzen, heißt auf Englisch „jigsaw puzzle“, also „Laubsägen-Rätsel“. Das verrät schon einiges über seine Herkunft. Denn im 18. Jahrhundert klebte der Kupferstecher John Spilsbury eine Landkarte von Großbritannien auf ein Holzbrett und zersägte dieses anschließend entlang der Grenzlinien verschiedener Grafschaften. Das derart entstandene Legespiel verkaufte er als Lehrmittel für den Geographieunterricht – damit war der Grundstein für das uns vertraute Puzzlespiel gelegt.

Im 20. Jahrhundert begann die Massenproduktion von Puzzles mit Stanzmaschinen. Die Spiele wurden preiswerter und damit auch populärer.

Heute sind Puzzles aus Kinderzimmern und auch vielen Erwachsenenhaushalten nicht mehr wegzudenken. Das klassische Puzzle ist allerdings nur noch eine Möglichkeit von vielen, um dem Spaß beim Finden der passenden Teile nachzugehen. Wer in die Puzzle-Welt eintaucht, hat die Qual der Wahl. Lieber ein 3D-Puzzle, bei dem man ein dreidimensionales Objekt zusammensetzt? Oder ein „Shmuzzle“, bei dem alle Teile die gleiche Form haben, aber trotzdem richtig zusammengesetzt werden müssen? Für alle, die nicht genug Platz haben, gibt es mittlerweile sogar Online-Puzzles.

Gut fürs Gehirn

Unser Gehirn liebt es, gefordert zu werden. Intensive Nutzung wie beim Puzzeln steigert seine Leistungsfähigkeit. Wir erfassen jedes Teil, merken uns dessen Eigenschaften und verbinden diese mit den passenden Eigenschaften anderer Teile – so trainieren wir Kurzzeitgedächtnis und Konzentration.
Sie fragen sich, ob so viel Gehirnakrobatik entspannend sein kann? Ja – kann sie! Denn Puzzeln versetzt uns in einen meditativen Zustand. Wir nehmen uns aktiv Zeit für uns, konzentrieren uns auf ein Motiv und können den Stress der Außenwelt für diese Momente ausblenden. Und jedes Mal, wenn wir einen Teil an den richtigen Platz gesetzt haben, feiert das Gehirn diesen kleinen Erfolg mit einem Dopamin-Kick – derhebt die Laune und motiviert zum Weitermachen.

Puzzeln in Gesellschaft?

Wer sich in Österreich mit anderen Puzzle-Begeisterten zusammentun möchte, kann Teil des Puzzlevereins werden. Hier kommen Puzzler:innen bei Puzzle-Treffen oder zum Puzzle-Tauschen (Puzzle-Swap) zusammen. Außerdem gibt es über den Verein auch jede Menge Informationen zu aktuellen Puzzle-Events und Meisterschaften. (https://puzzleverein.at)
In Wien findet außerdem einmal monatlich ein Puzzle-Treff vom Vienna Jigsaw Puzzle Club statt, bei dem im 3. Bezirk gemeinsam gepuzzelt und getauscht wird. (www.viennapuzzleclub.at)

Tipps für Einsteiger:innen

  • Wählen Sie ein Motiv, das Ihnen wirklich gefällt, zum Beispiel ein Puzzle aus einem eigenen Foto. Wichtig ist, dass es abwechslungsreich ist: Viele Teile gleicher Farbe erschweren das Puzzeln.
  • Beginnen Sie mit dem Sortieren der Eck- und Randsteine. Anschließend können Sie mit Hilfe der Vorlage auffällige Elemente zusammensetzen. Nach und nach entstehen so Bildfragmente, die sich am Ende zum Gesamtbild fügen.
  • Der wichtigste Tipp und oft die größte Herausforderung: Dranbleiben! Starten Sie mit einfachen Teilen und geben Sie nicht auf! So wird jedes Puzzle Stück für Stück zum Erfolgserlebnis mit tollen Nebenwirkungen für Konzentrationsfähigkeit und Kurzzeitgedächtnis.

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