Falls nicht, gibt es kostenlose Unterstützungsangebote für eine sichere Handynutzung.
Ohne Smartphone geht heute kaum noch etwas: Behördengänge erledigen, Bankgeschäfte abwickeln, Fahrpläne checken, Nachrichten schreiben, Fotos machen oder schnell etwas googeln – fast alles läuft über den kleinen Alleskönner. Wer nicht mit der digitalen Welt aufgewachsen ist, kann sich dabei schnell einmal überfordert fühlen.
Warum verlangen manche Apps, dass ich meine Einstellungen ändere, und sollte ich das wirklich tun? Was bedeutet 2-Faktor-Authentifizierung? Wozu brauche ich eine digitale ID und wie komme ich überhaupt zu einer? Und warum ist eigentlich mein Speicher ständig voll?
Fragen über Fragen, die es zu klären gilt! Aber nicht jeder hat in der Familie oder im persönlichen Umfeld jemanden, der all diese Fragen beantworten kann und einem geduldig Rede und Antwort steht und alles in Ruhe erklärt.
Glücklicherweise gibt es in Österreich eine Reihe kostenloser Angebote, die genau hier Abhilfe schaffen.
In Wien, Niederösterreich, Graz, Salzburg und Innsbruck finden zum Beispiel regelmäßig A1 Smartphone Stammtische statt. Eine kurze telefonische Anmeldung reicht, und schon helfen Ihnen beim nächsten Stammtisch erfahrene A1-Trainer:innen dabei, sich mit Ihrem Smartphone besser zurechtzufinden. Weitere Infos zum „A1 Smartphone Stammtisch“ erhalten Sie unter der Telefonnummer 0800 808 810 oder auf der Webseite https://a1seniorenakademie.at/a1-smartphone-stammtisch/. Ein weiteres kostenloses Angebot zur digitalen Grund- und Weiterbildung sind die Digital Überall-Workshops, die im Rahmen der staatlichen Digitalen Kompetenzinitiative in ganz Österreich in Präsenz und auch online stattfinden. Ziel ist es, Menschen praxisnah und unkompliziert bei der Erweiterung ihrer digitalen Alltagskompetenzen zu unterstützen. Angeboten werden Workshops zu verschiedenen Themenschwerpunkten, einer dieser Schwerpunkte ist digitale Seniorinnen- und Seniorenbildung. Kostenlose Beratung erhalten Sie telefonisch unter 0800 400 222 oder auf www.digitalekompetenzen.gv.at/workshops.html.
Videotutorials auf YouTube:
Auf www.youtube.com finden Sie zusätzlich dazu zahlreiche kostenfreie Videos, die Smartphones bzw. deren Nutzung erklären. So lädt beispielsweise der Kanal „Friede Freude Smartphone“ auf www.youtube.com/@FriedeFreudeSmartphone jede Woche einen Beitrag zu einem neuen Themenschwerpunkt rund ums Handy hoch.
Spazierengehen ist eine einfache, aber wirkungsvolle Möglichkeit, sich regelmäßig zu bewegen und dem vielen Sitzen im Alltag gesund entgegenzuwirken. Außerdem wirkt sich das Gehen auch positiv auf die Stimmung aus.
Für alle, die die Pfade in ihrer Umgebung schon ausgetreten haben und Abwechslung suchen, haben wir Anregungen zur Gestaltung neuer Spaziergänge und Tipps fürs richtige Schuhwerk zusammengestellt.
Spazieren gehen einmal anders
Das kühler werdende Wetter lädt zu mehr Bewegung im Freien ein. Mit ein paar einfach umsetzbaren Ideen lassen sich altbekannte Wege neu entdecken. Ganz nach dem Motto: „Ich seh, ich seh, was du nicht siehst!“
Fototour: Durch die Linse einer Fotokamera wird der Gang ins Freie zu einem Suchen nach den schönsten Motiven. Egal, was Sie zum Mittelpunkt Ihrer Fototour machen: Sie entdecken Altes neu, schauen hinter die Fassaden und leben sich dabei kreativ aus. Und ganz nebenbei entstehen dauerhaft schöne, in Momentaufnahmen festgehaltene Erinnerungen.
Der Natur auf der Spur: Natur-interessierte können Spaziergänge nutzen, um die Pflanzen- und Tierwelt der gewohnten Umgebung bewusst zu entdecken – mit Bestimmungsbüchern oder Apps. Auch das Sammeln von Kräutern, Früchten oder Blumen bringt Abwechslung und Farbe in den Alltag.
Museum des Hinschauens: Sie interessieren sich für Geschichte? Erkunden und betrachten Sie doch einmal ganz bewusst Statuen und Denkmäler in Ihrer Umgebung. Oft stolpert man dabei über höchst spannende, überraschende Entdeckungen, wie Gedenktafeln an Hauseingängen oder besonders gestaltete Fassaden, die einem bis dahin noch nie aufgefallen sind. Lassen Sie die Geschichte Ihrer Umgebung auf sich wirken.
Zeig her deine Füße, zeig her deine Schuh …
Zu lustvollen Spaziergängen gehört auch das richtige Schuhwerk! Es verhindert nicht nur lästige Blasen, sondern unterstützt auch unsere Wirbelsäule und verhindert somit Rückenschmerzen. Bei der Auswahl neuer Schuhe sollte man daher nicht zuerst auf Optik und Preis achten, sondern vor allem auch auf ausreichend Komfort für die Füße!
Sie wollen neue Schuhe kaufen? Legen Sie die Anprobe auf den Nachmittag, denn im Laufe des Tages schwellen die Füße an. Tragen Sie außerdem die Socken bzw. Strümpfe, die Sie auch später tragen werden.
Gönnen Sie Ihren Füßen Platz! Vorne sollte bei gutem Halt noch ca. 1 cm frei sein – Ihre Zehen dürfen nicht anstoßen. Achten sie außerdem auf biegsames Obermaterial. Falten oder Nähte erhöhen das Blasenrisiko.
Der „gesunde“ Absatz? Max. 2 cm! Bei höheren Absätzen neigt sich das Becken nach vorne und die Wirbelsäule wird falsch belastet. Zu hohe Absätze reduzieren außerdem unsere Standfestigkeit. Die Außensohle Ihres Schuhs sollte leicht und griffig sein. Ein gutes Profil sorgt für festen Halt auf verschiedenen Untergründen.
Ausreichend Stütze und Halt? Ein anatomisches Fußbett stützt und entlastet den Fuß. Bei Schlüpfern sorgen verstellbare Schuhbänder, Schnallen oder Klettverschlüsse für guten Sitz.
An- und ausprobieren! Probieren Sie immer beide Schuhe, bevor Sie Ihre Kaufentscheidung treffen. Schuhe, die in die engere Wahl kommen, sollten Sie zehn Minuten durchgehend tragen.
Abwechslung hält fit! Um Ihre Lieblingsschuhe lange „fit“ zu halten, sollten sie diese nicht rund um die Uhr tragen, sondern immer wieder auf andere wechseln. Das tut Ihren Schuhen und Ihren Füßen gut.
Mit dem richtigen Schuhwerk müssen Sie sich nicht aufs richtige Auftreten konzentrieren, sondern können den kleinen Dingen am Wegesrand Aufmerksamkeit schenken und sich auch auf alten Wegen von neu Entdecktem überraschen lassen!
Puzzeln kann gleichzeitig entspannen und das Hirn anregen. Ob allein oder zu zweit, alt oder jung – Puzzlefans schaffen Ordnung aus Chaos, und das sowohl am Tisch als auch im Kopf.
Woher kommt das Puzzle?
Der Begriff kommt vom englischen Verb „to puzzle“, was übersetzt „verwirren“, „grübeln“ oder auch „knobeln“ bedeutet. Das Legespiel mit dem Ziel, die Puzzleteile wieder zu etwas Ganzem zusammenzusetzen, heißt auf Englisch „jigsaw puzzle“, also „Laubsägen-Rätsel“. Das verrät schon einiges über seine Herkunft. Denn im 18. Jahrhundert klebte der Kupferstecher John Spilsbury eine Landkarte von Großbritannien auf ein Holzbrett und zersägte dieses anschließend entlang der Grenzlinien verschiedener Grafschaften. Das derart entstandene Legespiel verkaufte er als Lehrmittel für den Geographieunterricht – damit war der Grundstein für das uns vertraute Puzzlespiel gelegt.
Im 20. Jahrhundert begann die Massenproduktion von Puzzles mit Stanzmaschinen. Die Spiele wurden preiswerter und damit auch populärer.
Heute sind Puzzles aus Kinderzimmern und auch vielen Erwachsenenhaushalten nicht mehr wegzudenken. Das klassische Puzzle ist allerdings nur noch eine Möglichkeit von vielen, um dem Spaß beim Finden der passenden Teile nachzugehen. Wer in die Puzzle-Welt eintaucht, hat die Qual der Wahl. Lieber ein 3D-Puzzle, bei dem man ein dreidimensionales Objekt zusammensetzt? Oder ein „Shmuzzle“, bei dem alle Teile die gleiche Form haben, aber trotzdem richtig zusammengesetzt werden müssen? Für alle, die nicht genug Platz haben, gibt es mittlerweile sogar Online-Puzzles.
Gut fürs Gehirn
Unser Gehirn liebt es, gefordert zu werden. Intensive Nutzung wie beim Puzzeln steigert seine Leistungsfähigkeit. Wir erfassen jedes Teil, merken uns dessen Eigenschaften und verbinden diese mit den passenden Eigenschaften anderer Teile – so trainieren wir Kurzzeitgedächtnis und Konzentration. Sie fragen sich, ob so viel Gehirnakrobatik entspannend sein kann? Ja – kann sie! Denn Puzzeln versetzt uns in einen meditativen Zustand. Wir nehmen uns aktiv Zeit für uns, konzentrieren uns auf ein Motiv und können den Stress der Außenwelt für diese Momente ausblenden. Und jedes Mal, wenn wir einen Teil an den richtigen Platz gesetzt haben, feiert das Gehirn diesen kleinen Erfolg mit einem Dopamin-Kick – derhebt die Laune und motiviert zum Weitermachen.
Puzzeln in Gesellschaft?
Wer sich in Österreich mit anderen Puzzle-Begeisterten zusammentun möchte, kann Teil des Puzzlevereins werden. Hier kommen Puzzler:innen bei Puzzle-Treffen oder zum Puzzle-Tauschen (Puzzle-Swap) zusammen. Außerdem gibt es über den Verein auch jede Menge Informationen zu aktuellen Puzzle-Events und Meisterschaften. (https://puzzleverein.at) In Wien findet außerdem einmal monatlich ein Puzzle-Treff vom Vienna Jigsaw Puzzle Club statt, bei dem im 3. Bezirk gemeinsam gepuzzelt und getauscht wird. (www.viennapuzzleclub.at)
Tipps für Einsteiger:innen
Wählen Sie ein Motiv, das Ihnen wirklich gefällt, zum Beispiel ein Puzzle aus einem eigenen Foto. Wichtig ist, dass es abwechslungsreich ist: Viele Teile gleicher Farbe erschweren das Puzzeln.
Beginnen Sie mit dem Sortieren der Eck- und Randsteine. Anschließend können Sie mit Hilfe der Vorlage auffällige Elemente zusammensetzen. Nach und nach entstehen so Bildfragmente, die sich am Ende zum Gesamtbild fügen.
Der wichtigste Tipp und oft die größte Herausforderung: Dranbleiben! Starten Sie mit einfachen Teilen und geben Sie nicht auf! So wird jedes Puzzle Stück für Stück zum Erfolgserlebnis mit tollen Nebenwirkungen für Konzentrationsfähigkeit und Kurzzeitgedächtnis.
Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, kennt es nur zu gut: Ein harmlos scheinender Steinschlag hinterlässt plötzlich einen tiefen Krater oder gar Riss in der Windschutzscheibe. Der Ursprung dieses Ärgers liegt darin, dass das Vorderauto Steine und Kies aufwirbelt. Diese treffen wie Projektile mit hohem Tempo auf das Glas und sorgen für unschöne Absplitterungen und Risse, die die Sicht und Sicherheit nachhaltig beeinträchtigen.
Kleine Ursache – große Gefahr?
Zunächst eine kleine Entwarnung: Das Horrorszenario der sofort in tausend Teile zerberstenden Windschutzscheibe ist ausgesprochen unwahrscheinlich. Denn moderne Frontscheiben bestehen aus Verbundglas, das im Kern durch eine Folie stabil gehalten wird. Die Scheibe ist außerdem fest im Rahmen eingeklebt, was ihr zusätzliche Stabilität verleiht.
Trotzdem sollte man Steinschlag nicht auf die leichte Schulter nehmen. Eine Absplitterung oder ein Riss in der Windschutzscheibe können ein ernstes Sicherheitsrisiko darstellen. Einerseits, weil die Sicht zum Beispiel durch Lichtreflexionen beeinträchtigt wird. Andererseits muss die Scheibe unversehrt und stabil sein, damit der Airbag im Fall eines Unfalls den Aufprall abfangen kann. Daher und um eine Vergrößerung des Schadens zu vermeiden, sollte man die Windschutzscheibe so rasch wie möglich reparieren lassen.
Was tun, wenn‘s passiert?
Ein kühler Kopf ist im Fall der Fälle der beste Ratgeber. Bleiben Sie einfach so rasch wie möglich an einem sicheren Ort stehen. Hier können Sie, falls notwendig, den Schrecken verdauen und vor allem auch den Schaden an der Windschutzscheibe in Ruhe begutachten.
Ist nur ein kleiner Krater sichtbar, können Sie diesen mit klarem Wasser oder reinem Alkohol reinigen und mit einem fusselfreien Tuch abtrocknen. Anschließend sollten Sie die Schadensstelle mit einem Steinschlagpflaster aus dem Autozubehör abdecken. Alternativ können Sie dafür auch Sicherheitsfolie oder einfaches Klebeband verwenden. So verringern Sie die Gefahr, dass Schmutz und Feuchtigkeit eindringen und den Schaden vergrößern.
Scheibenkleister?
Im Baumarkt oder online findet man zu einem Preis um die 30 Euro verschiedene Reparatursets, um Steinschlagschäden selbst zu reparieren. Erlaubt ist das allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Der Krater darf nicht größer als eine 2-Euro-Münze sein und muss sich auf der Scheibenaußenseite außerhalb des direkten Sichtfelds des Fahrersitzes befinden. Das Sichtfeld umfasst ausgehend von der Lenkradmitte die Fläche von je 14,5 cm nach rechts und links sowie von oben nach unten.
Expert:innen raten von der Selbstreparatur eher ab, da die Windschutzscheibe sicherheitsrelevant ist und eine unsachgemäße Selbstreparatur Folgen für das Pickerl haben kann.
Ein Fall für die Versicherung?
Verfügt man über eine Teil- oder Vollkaskoversicherung, sind Glasbruchschäden am eigenen Auto üblicherweise gedeckt. Eine Selbstbeteiligung in der Teilkasko fällt meist nur bei einem Scheibentausch an, Glasreparaturen sind meist kostenlos. Nehmen Sie daher umgehend Kontakt mit Ihrer Versicherung auf, um eine etwaige Kostenübernahme abzuklären. Ist der Schaden gedeckt, schickt man eine Schadensmeldung an die Versicherung, am besten mit ein paar Fotos aus verschiedenen Perspektiven.
Bei Unklarheiten bezüglich der Haftung (Schotter von einer LKW-Ladefläche oder Nichteinhalten der nötigen Sorgfalt seitens des Vordermannes, …) bietet z.B. die ÖAMTC-Rechtsberatung ihren Mitgliedern unter der Tel.-Nr. 01/711 99-21530 Unterstützung.
Viele Versicherungen sehen eine Werkstattbindung vor und verweisen nach der Schadensmeldung direkt an eine Partnerwerkstatt.
Kein Fall für die Versicherung?
Autofahrerclubs wie der ÖAMTC bieten ihren Mitgliedern spezielle Windschutzscheiben-Services an. Bei ausgewählten Stützpunkten können Fahrzeuge bei entsprechender Mitgliedschaft günstig und schnell repariert werden.
Verhindern oder vorsorgen?
Steinschlag zu verhindern, ist nicht möglich. Durch Anpassung des eigenen Fahrverhaltens kann man das Risiko aber zumindest minimieren. So sollte man etwa bei Schotterfahrzeugen, LKWs und Baustellenfahrzeugen besonders viel Abstand halten. Auch auf Landstraßen sind die steinige Geschosse nicht selten. Hier kann langsames Fahren das Risiko verringern.
Im Fall der Fälle hilft ein kleines Steinschlagpflaster im Handschuhfach, kleinere Krater erstzuversorgen und vor Verunreinigung und Nässe zu schützen. So weitet sich der Schaden nicht noch unnötig aus.
Erst fragt man sich, wie man sie zusammenbekommen soll, dann geht’s darum, wie man sie wieder vollständig zurückbekommen kann: Ohne Hinterlegung einer Wohnungskaution geht beim Einzug in eine neue Mietwohnung meistens gar nichts …
Und irgendwie ist es ja auch verständlich. Denn nicht alle Mieter:innen gehen mit ihrer Mietwohnung so pfleglich um, als ob sie ihr Eigentum wäre. Dass Kautionen, meist in der Höhe von drei Brutto-Monatsmieten, verlangt werden, um im Falle eines Auszugs bei Schäden oder Mietrückständen nicht jedes Mal die Gerichte bemühen zu müssen, ist durchaus nachvollziehbar.
Stellt sich nur die Frage, was Mieter:innen beachten sollten, damit sie ihr „Sicherungsgeld“ für die ordnungsgemäße Übergabe der Wohnung auch sicher wieder zurückbekommen.
Danke, ganz lieb!
Lassen Sie sich den Empfang der Kaution vom Vermieter unbedingt schriftlich bestätigen. Der Vermieter ist verpflichtet, diese verzinst zu veranlagen (z.B. auf einem Sparbuch) und Ihnen umgehend nach Beendigung des Mietverhältnisses zurückzuzahlen. Was die Kautionshöhe betrifft, gibt es übrigens keine gesetzliche Höchstgrenze. Laut Oberstem Gerichtshof sind Kautionen in Höhe von drei bis sechs Brutto-Monatsmieten zulässig. Eine höhere Summe ist nur dann gerechtfertigt, wenn z.B. besonders wertvolle Gegenstände (Möbel, wertvolle Armaturen etc.) mit vermietet werden.
Eine Doku zur Absicherung
Dokumentieren Sie den Zustand Ihrer Wohnung sowohl bei der Neuübernahme als auch bei der Rückgabe. Einige Fotos und ein kurzes Übernahmeprotokoll, das von Ihnen und Ihrem Vermieter per Unterschrift bestätigt wird, stellen sicher, dass Sie bei Ihrem Auszug bereits vorhandene Mängel eindeutig belegen können und nicht abgelten müssen bzw. dass Ihnen nicht im Nachhinein die Verursachung von Schäden vorgeworfen wird, die es zum Zeitpunkt Ihres Auszugs noch gar nicht gegeben hat.
Normale Abnutzung inkludiert!
Gewöhnliche Abnutzung, die in Relation zur Wohndauer steht, muss der Vermieter ohne Einbehalt der Kaution akzeptieren. Dazu gehören zum Beispiel kleine Löcher in den Wänden oder leichte Kratzer im Parkett. Auch ein nach zehn Jahren Mietdauer entsprechend abgewohnter Teppich oder leicht vergilbte Tapeten dürfen zu keinem Einbehalt der Kaution führen, da deren angenommene Lebensdauer erreicht ist. Auch im Badezimmer müssen unwesentliche Veränderungen, wie etwa Bohrlöcher in den Fliesen von der Seifen- oder Handtuchhaltermontage vom Vermieter akzeptiert werden.
Frische Farbe?
Grundsätzlich müssen Sie Ihre alte Wohnung beim Auszug nicht neu ausmalen. Selbst wenn Sie Farbe an Ihre Wände gebracht haben, müssen Sie diese nicht mit Weiß übermalen, solange die Farbe dem „Ortsgebrauch“ und der „Verkehrsüblichkeit“ entspricht, also dezent ist.
Entrümpelung kommt teuer!
Achtung bei der endgültigen Räumung Ihrer Wohnung! Wenn Sie Gegenstände zurücklassen, die Ihnen gehören, kann der Vermieter die Kosten für deren Entsorgung einbehalten.
Falls es trotz aller Bemühungen Schäden gibt, für die Sie bei der Wohnungsrückgabe nachweislich aufkommen müssen, sollten Sie genau darauf achten, wie viel Ihnen für deren Behebung von der Kaution abgezogen wird. Oft werden die Reparaturkosten nämlich unverhältnismäßig hoch angesetzt. Sollte es trotz aller Vorsicht und Vorsorge zu Streitigkeiten kommen, können Kaution bzw. Einbehalte im sogenannten wohnrechtlichen Außerstreitverfahren überprüft werden. In den größeren Städten sind dafür unabhängige wohnrechtliche Schlichtungsstellen zuständig.
Nach einem Unfall oder Schicksalsschlag geistig oder körperlich nicht mehr in der Lage zu sein, seinen Willen zu äußern – ein Albtraum für viele Menschen. Eine Patientenverfügung hilft, für den Notfall vorzusorgen.
Eine Patientenverfügung ist eine Willenserklärung, in der die Ablehnung bestimmter medizinischer Behandlungen abgelehnt wird. Sie wird wirksam, sobald der Patient oder die Patientin nicht mehr urteils-, einsichts- oder äußerungsfähig ist. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen beachtlicher und verbindlicher Patientenverfügung.
Beachtliche Patientenverfügung
Mit dieser meist schriftlich festgehaltenen Willenserklärung ersucht die künftige Patientin/der künftige Patient, im Fall einer zum Tod führenden Erkrankung, Verletzung oder Bewusstlosigkeit auf künstliche lebensverlängernde Maßnahmen zu verzichten und alle Möglichkeiten der Schmerzlinderung zu nutzen. Eine beachtliche Patientenverfügung kann auch in mündlicher Form bestehen, wenn etwa zum behandelnden ärztlichen Personal bereits ein Vertrauensverhältnis besteht. Beachtliche Patientenverfügungen dienen Ärzt:innen zur Entscheidungshilfe. Sie werden bemüht sein, die Patientenwünsche zu berücksichtigen, haben jedoch einen Interpretationsspielraum. Die beachtliche Patientenverfügung eignet sich daher als grundsätzliche Vorsorge für alle Eventualitäten, bietet jedoch keine Sicherheit, dass die eigenen Wünsche auch jedenfalls umgesetzt werden.
Verbindliche Patientenverfügung
Eine verbindliche Patientenverfügung lässt dem behandelnden ärztlichen Personal keinen Spielraum in der Auslegung des Patientenwillens. Dafür erfordert die Errichtung einer verbindlichen Patientenverfügung allerdings auch einige Formalitäten. So muss sie zum Beispiel schriftlich erfolgen und präzise Angaben darüber enthalten, welche konkreten Behandlungen in welchen Situationen verweigert werden. Aufgrund der Tragweite der Festlegung ist gesetzlich vorgeschrieben, dass eine umfassende ärztliche Aufklärung über die Folgen der Verfügung erfolgen und auch dokumentiert werden muss. Eine verbindliche Patientenverfügung wird daher in Zusammenarbeit mit einem Arzt bzw. einer Ärztin verfasst und kann nur gemeinsam mit rechtskundigen Mitarbeitenden einer Patientenvertretung, eines Erwachsenenschutzvereins, einem Notar oder einer Anwältin errichtet werden. Ihre Gültigkeit ist auf acht Jahre beschränkt.
Sinnvoll ist eine verbindliche Patientenverfügung, wenn z.B. aufgrund einer bereits vorliegenden Erkrankung das Eintreten eines bestimmten gesundheitlichen Zustands vorhersehbar ist. Da sie eine genaue Definition der Situationen, in denen sie schlagend wird, und der Behandlungen, die in diesen Situationen verweigert werden, erfordert, ist sie für Zufallsereignisse weniger geeignet.
Rechtliche Grenzen
Da Rettung oder Notarztteam im Akutfall keine Zeit haben, Patientenverfügungen zu suchen und zu studieren, wird die akute Notfallversorgung von einer Patientenverfügung nicht berührt. Davon ausgenommen sind Fälle, in denen die Patientenverfügung der jeweiligen Notfallseinrichtung bereits im Vorhinein bekanntgemacht wurde.
Patientenverfügungen können jederzeit widerrufen werden. Das kann mündlich oder schriftlich erfolgen, auch schlüssige Handlungen, wie ein Kopfschütteln auf eine konkrete Frage bezogen, gilt als Widerruf.
Auch im Rahmen einer Patientenverfügung kann die Grundversorgung mit Nahrung und Flüssigkeit nicht abgelehnt werden, nur medizinische Maßnahmen zum Zweck der Ernährung, also z.B. das Setzen einer Ernährungssonde. Ebenfalls nicht zulässig ist der Wunsch auf Sterbehilfe.
Was regelt die Sterbeverfügung?
Mit Niki Glattauers Tod ist die Möglichkeit des assistierten Suizids in die mediale Aufmerksamkeit gerückt. Diese ist von einer Patientenverfügung unabhängig. Hier die wichtigsten Fakten:
Seit 1.1.2022 erlaubt das Sterbeverfügungsgesetz volljährigen, entscheidungsfähigen Personen, ihr Leben unter gewissen Voraussetzungen und unter Einhaltung strenger rechtlicher Vorschriften mit Unterstützung zu beenden.
Voraussetzung für einen assistierten Suizid ist, dass die sterbewillige Person eine unheilbare, zum Tod führende Erkrankung oder eine schwere, dauerhafte Krankheit mit anhaltenden, für die gesamte Lebensführung negativen Symptomen und nicht abwendbarem Leiden hat, und dass die Entscheidung frei, ohne Beeinflussung durch Andere getroffen wurde.
Die Sterbeverfügung muss persönlich und schriftlich bei Notar:in oder Patientenanwält:in errichtet werden und erfordert zwei unabhängige ärztliche Aufklärungsgespräche, eines davon mit eine:r Palliativmediziner:in.
Sterbeverfügungen werden im Sterbeverfügungsregister eingetragen und gelten für die Dauer eines Jahres. Ein Widerruf ist jederzeit möglich.
Je älter man wird, umso häufiger ist man von Trauernden umgeben oder muss sich selbst damit auseinandersetzen, dass Partner, Freundinnen, Verwandte und Bekannte diese Welt für immer verlassen.
Die Zeit nach einem Trauerfall ist immer eine sehr schwierige. Für die unmittelbar Betroffenen ebenso wie für jene, die Beistand leisten möchten. Denn Trauer ist nicht nur eine normale und natürliche Reaktion auf den Verlust eines geliebten Menschen, sondern auch ein sehr individueller Prozess, den jeder Mensch auf ganz eigene Art und Weise lebt und erlebt. Große Gedrücktheit, Freudlosigkeit, Mutlosigkeit oder depressive Verstimmungen sind ebenso an der Tagesordnung wie Schlafstörungen oder allgemeine Unruhe. Viele Trauernde fühlen sich aufgrund ihres Gesamtzustandes phasenweise auch nicht mehr in der Lage, Alltagsaufgaben zu bewältigen. Der Prozess des Loslassens und der Auseinandersetzung mit den Gefühlen zur geliebten verstorbenen Person, die oft sehr ambivalent sein können, macht nicht nur die Trauerarbeit zu einem unglaublich fordernden Prozess, er macht auch das Helfen durch diese Zeit schwierig.
Grundsätzlich lassen sich bei Menschen vier Phasen der Trauer unterscheiden. Für diese Phasen gibt es keine allgemeingültigen Zeitspannen und auch keine Patentrezepte für deren möglichst rasche Bewältigung. So können Trauernde zum Beispiel innerhalb weniger Stunden zwischen zwei Phasen hin- und herspringen. Aber schon das Wissen über die vier Phasen kann dabei unterstützen, sich nicht ganz so hilflos zu fühlen, wenn man um jemanden trauert oder versucht, einem lieben Freund oder einer Bekannten bei der Trauerbewältigung Beistand zu leisten.
Erste Phase: Schock, Erstarrung & Betäubung
Betroffene wollen das Geschehene zunächst nicht wahrhaben. Sie können und wollen den erlittenen Verlust nicht akzeptieren. Sie wirken dadurch oft versteinert und gefühllos. Nicht selten wird der Verlust geleugnet. Wie ferngesteuert gehen sie den Aufgaben ihres Lebens nach und agieren, als hätte sich nichts verändert. Gleichzeitig stehen sie allerdings unter ständiger extremer Anspannung und Angst.
Zweite Phase: Vorwurf, Verzweiflung & Schmerz
Auf die Schock-Phase folgt die Zeit der chaotischen Emotionen. Der Verlustschmerz wird sehr intensiv erlebt, ist aber immer wieder unterbrochen durch Phasen voller Wut, Angst, Hilflosigkeit, Schuldgefühle und teilweise auch unbegründeter Heiterkeit. Viele Menschen verlieren in dieser Phase an Gewicht, leiden unter Schlafstörungen, suchen nach Schuldigen.
Dritte Phase: Abschied
Dieser emotionalen Achterbahnfahrt folgt die Phase des Suchens und Sich-Trennens. Der Verlust wird immer bewusster. Einerseits suchen Betroffene in dieser Phase ganz stark nach ihrem verlorenen Partner, beschäftigen sich zum Beispiel intensiv mit Erinnerungsstücken. Andererseits vermeiden sie häufig Plätze und Orte, die an die verstorbene Person erinnern könnten, oder haben den Drang, alles wegzuwerfen, was an diese erinnert. Diese zwei Verhaltensweisen lassen sich nicht vereinen. Schlussendlich bleibt nur zu akzeptieren, dass der Verlust von Dauer ist.
Vierte Phase: Neuorganisation & Neuorientierung
Nun nimmt das neue Leben, die neue Rolle ohne den geliebten Menschen an der Seite Form an. Das Leben wird reorganisiert, alte Gewohnheiten, die mit der verstorbenen Person zusammenhängen, werden abgelegt, Neues wird gesucht und entdeckt. Der Schmerz lässt nach, ein glückliches, erfülltes Leben rückt wieder in greifbare Nähe.
Auch nach Durchleben dieser vier Phasen kann der Schmerz um einen verstorbenen Menschen immer wieder aufbrechen und zwischendurch auch wieder ebenso heftig wie am ersten Tag erlebt werden. Trauer um einen geliebten Menschen verschwindet nie ganz – wie auch der geliebte Mensch selbst nie ganz verschwindet. Die Betroffenen lernen allerdings, mit dem Verlust umzugehen und ihn als Teil ihres Lebens zu akzeptieren. Im besten aller Fälle schaffen sie es sogar, diesen ohne Verdrängen in ihr Leben zu integrieren. Unterstützung durch Familie und Freundeskreis, ein Zulassen des Trauerns, ein Gehalten-Werden, Sich-auffangen-Lassen und aktives Zuhören sind dabei von großer Bedeutung.
Dünn wie Papier oder stark wie Eisen? Ehen auf dem Prüfstand
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann lieben sie noch heute? Wo das Märchen des Verliebens aufhört, beginnt eine feste Partnerschaft bzw. Ehe. Aus romantischer Schwärmerei wird eine Beziehung inklusive aller Höhen, Tiefen und gemeinsamen Entscheidungen, die eine dauerhafte Zweierbeziehung so mit sich bringt – und damit auch jede Menge Konfliktpotenzial.
Im Jahr 2024 gab es in Österreich zwar einen Rückgang bei den Eheschließungen, die Zahl der Scheidungen ist allerdings angestiegen: 36,5 % aller Ehen werden nur auf Zeit geschlossen bzw. vorzeitig beendet. Die mittlere Ehedauer bis zur Scheidung beträgt aktuell 10,5 Jahre.
Gibt es ein Rezept für Eheglück?
Ein australisches Forscherteam hat sich mit der Frage beschäftigt, wie es manche Paare ein Leben lang schaffen, sich nicht nur immer wieder zusammenzuraufen, sondern sich gegenseitig wirklich als Bereicherung zu erleben. Mit Hilfe von Onlinefragebögen und Interviews versuchten sie, den Geheimnissen glücklicher Paarbeziehungen auf den Grund zu gehen. Dabei kristallisierten sich fünf solcher geheimer Erfolgszutaten heraus: Entschlossenheit, Altruismus, gemeinsame Werte, Kommunikation und Kompromissbereitschaft. Doch selbst wenn all diese Voraussetzungen gegeben sind, bietet das tägliche Miteinander jede Menge Möglichkeiten, um zu scheitern.
Beziehungsphasen, Risiken & Nebenwirkungen
Lange Beziehungen lassen sich in drei Phasen unterteilen: von der ursprünglichen Verliebtheit über den Vertrauensaufbau bis hin zur festen Bindung und Loyalität. Richtig gefährlich wird es in Phase 2, der Phase des Vertrauensaufbaus. Nach dem Abebben der anfänglichen Verliebtheit, dem sprichwörtlichen Abnehmen der rosaroten Brille, führen die Eigenheiten des Partners aber auch von einem selbst häufig zu Missstimmungen bis hin zu ernsthaften Zweifeln, ob man bei der Partnerwahl die richtige Entscheidung getroffen hat.
In Phase 3 lauert die Gefahr für langjährige Beziehungen dort, wo auch deren Stärke liegt: Man kennt den anderen mittlerweile richtig gut, ist mit ihm vertraut, an ihn gewöhnt. Der Gewöhnungsfaktor kann dazu führen, dass man sich nichts mehr zu sagen hat. Dass man die Anwesenheit des anderen als selbstverständlich wahrnimmt und ihm daher auch nicht mehr das Gefühl gibt, etwas Besonderes für einen selbst zu sein.
Fühlen sich Partner vom anderen nicht mehr wahrgenommen, wertgeschätzt, begehrt, reagieren sie häufig mit Rückzug oder Aggression, was wiederum beim Gegenüber zu Aggression oder Rückzug führt. Ist so eine negative Beziehungsspirale erst einmal in Gang gesetzt,kann man diese nur noch schwer stoppen.
Kleine Momente, große Wirkung
Wer seine Bedürfnisse kommunizieren kann, ist in Sachen langjährigem Beziehungs- bzw. Eheglück klar im Vorteil. Etliche Probleme können durch offene Kommunikation gelöst werden. Je schneller Belastendes angesprochen wird, desto weniger kann es brodeln und von der berühmten Mücke zum Elefanten anschwellen.
Dafür sollte man einen sicheren Rahmen schaffen, in dem sich beide Partner wohl genug fühlen, offen miteinander zu sprechen und auch Unangenehmes zum Thema zu machen.
Achten Sie im Alltag auch immer wieder zwischendurch bewusst darauf, wie Sie auf Angebote Ihres Partners, eine Verbindung zu Ihnen herzustellen, reagieren. Nehmen wir an, Ihr Partner macht Sie auf den Sonnenuntergang aufmerksam: Sie können darauf mit emotionaler Zuwendung antworten, neutral oder sogar abweisend. Wer in der Mehrzahl solcher Momente positiv reagiert, hat bessere Chancen auf langfristiges Glück.
2 Tipps für konstruktive Konfliktaustragung in einem sicheren Rahmen
Legen Sie gemeinsam Kommunikationsregeln fest. Zum Beispiel kann ein Codewort bestimmt werden, das genannt wird, wenn die Diskussion einem der Partner zu viel wird. Nach Nennung kann z.B. fünf Minuten geschwiegen werden. Oder es ist Aufforderung dafür, dass der Andere einen umarmt. Verpacken Sie Ihre Anliegen möglichst in „Ich-Sätze“. So geben Sie Ihrem Partner nicht das Gefühl, angegriffen zu werden.
Jahr für Jahr die Liebe feiern
Paare sollten sich auch immer wieder bewusst Zeit nehmen, ihre Beziehung gemeinsam zu feiern. Dabei geht es nicht um teure Geschenke, sondern darum, dem Partner wieder einmal zu sagen, was man an ihm liebt und wieviel er einem Wert ist.
Bei Ehepaaren sorgt der Hochzeitstag zumindest einmal jährlich für einen fixen gemeinsamen Festtag. Feiert man nach einem Jahr Ehe noch die papierne Hochzeit, so ist die Beziehung im siebten Jahr laut Jubiläumskalender schon so fest wie Kupfer und beginnt, erste Patina anzusetzen.
Nach 25 gemeinsamen Ehejahren hat man endgültig bleibende Werte geschaffen und feiert demgemäß die silberne Hochzeit, nach 50 Jahren hat die Ehe allen Stürmen standgehalten und sich als fest und kostbar wie Gold erwiesen, nach 65 Jahren sind es eiserne Bande, die Eheleute verbinden, und nach 70 Jahren feiert man die Gnade eines so langen gemeinsamen Lebens.
Wer es zu zweit so weit schafft, freut sich über die Gnade eines langen Lebens, kennt und lebt aber vor allem das wichtigste Geheimnis einer langen Beziehung: gegenseitigen Respekt und Liebe, derer man sich gegenseitig nicht oft genug versichern kann.
Sie leben in Wien?
Ab der Goldenen Hochzeit werden Ehepaare in besonderer Form geehrt. Die Stadt Wien widmet den Paaren einen Geldbetrag, der mit einem Glückwunschschreiben des Bürgermeisters überreicht wird. Außerdem werden die Jubiläumspaare zu einer Jause im Rathaus eingeladen. Anmelden kann man sich hierfür in der zuständigen Bezirksvorstehung oder per Online-Formular.
Der Verlust der Ersten macht stolz, der Verlust der Zweiten macht vor allem Angst. Das muss allerdings nicht sein! Denn bei Beachtung einiger grundlegender Verhaltensregeln stellt die Verwendung einer Prothese keine Beeinträchtigung des Alltags dar, sondern kann Lebensqualität und Selbstbewusstsein sogar deutlich verbessern.
Wie gewöhne ich mich an meine Dritten?
Damit Mund, Kiefer, Zunge und Wangen sich an eine neue Prothese gewöhnen, kann diese rund um die Uhr getragen werden, also auch nachts. Wenn sie allerdings beim Schlafen stört, sollte man sie herausnehmen und gemäß der entsprechenden zahnärztlichen Empfehlung sicher lagern.
Anfangs wird die Prothese meist als Fremdkörper empfunden, der vor allem beim Sprechen Probleme bereiten kann. Das Gefühl, mit der Zunge an den Dritten anzustoßen, kann dazu führen, dass man ein Lautes Aussprechen schwieriger Wörter oder gängiger Zungenbrecher verkürzt die Gewöhnungsphase an den Fremdkörper in Ihrem Mund und normalisiert Ihre Aussprache.
Anfangs sollte man klebrige, harte oder auch sehr heiße Speisen vermeiden. Mit entsprechender Übung ist aber alles wieder ohne Problem und mit Genuss essbar.
Eine gut sitzende Prothese wackelt nicht. Und dauerhafte Druckstellen, Rötungen oder sogar Schmerzen sind eindeutige Hinweise, dass die Prothese angepasst werden muss. Wenden Sie sich daher bei Beschwerden dieser Art unbedingt umgehend an Ihren Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin. In solchen Fällen wird Ihre Prothese einfach entsprechend angepasst, bis sie gut sitzt und Ihr allgemeines Wohlbefinden nicht weiter beeinträchtigt wird.
Wie pflege ich meine Dritten?
Auf den Dritten sammeln sich ebenso wie auf den eigenen Zähnen Zahnstein und Bakterien, die Mundgeruch oder Entzündungen hervorrufen können. Sie sollten Ihre Prothese daher zwei bis drei Mal täglich gründlich reinigen.
Eine einfache Handbürste ist neben einem Prothesenreinigungsmittel wichtigstes Werkzeug bei der Pflege Ihrer Prothese. Damit kann entsprechender Druck ausgeübt werden. Achten Sie auch auf gründliche Reinigung der Zwischenräume.
Herkömmliche Zahnpasta wurde für die Pflege der ersten und zweiten Zähne entwickelt, nicht für die hygienische Reinigung einer Prothese. Auf Prothesen kann sie raue Stellen verursachen.
Sollten Sie das Prothesenreinigungsmittel einmal nicht zur Hand haben, können sie die Prothese auch mit einem gering dosierten Spritzer unparfümiertem, geschmacksneutralem und hautschonendem Spülmittel reinigen. Wichtig: Nach der Reinigung gründlich mit lauwarmem Wasser abspülen.
Nach Entfernen der Prothese sollten Sie auch Ihren Mundraum pflegen. Säubern Sie Schleimhaut, Zunge und Gaumen täglich mit einer Mundspüllösung.
Was sollten Sie auf keinen Fall tun?
Reinigen Sie Ihre Dritten nie mit heißem Wasser und kochen Sie sie auf keinen Fall ab! Prothesen bestehen meist aus Kunststoffen, deren Materialstruktur von heißem Wasser angegriffen wird. Schon bei Temperaturen ab 60 °C können sie sich verformen.
Verwenden Sie keine Haushaltsreiniger, Säuren oder sonstige Chemikalien, um Ihre Prothese zu reinigen.
Sollte Ihre Prothese einmal „aus dem Leim gehen“ – auf keinen Fall zur Selbsthilfe greifen und kleben! An Ihre Prothese sollten Sie ebenso wie an Ihre Zähne nur Profis lassen!
Abschließend noch etwas, das gerne vergessen wird: Neben Ihren Dritten benötigt auch Ihr Mund- und Rachenraum weiterhin professionelle Pflege und Betreuung. Zwei Zahnarztbesuche pro Jahr sollten daher auch zum Standardprogramm gehören, wenn Sie mit Prothese unterwegs sind. Nur so können mögliche Unverträglichkeiten gegen Kunststoff, die sich in Form von Bläschen in der Schleimhaut äußern, rechtzeitig festgestellt und behandelt werden.
Ganz abgesehen davon sollte auch der Sitz Ihrer Dritten regelmäßig überprüft werden. Kiefer verändern sich im Laufe der Zeit – je früher eine solche Veränderung diagnostiziert wird, umso problemloser gestaltet sich die Anpassung Ihrer Prothese und der weitere reibungsfreie Alltag mit Ihren Dritten
Eine passende Prothese sitzt und hält ohne Haftcreme. Diese können vorübergehend für besseren Halt eingesetzt werden, langfristig muss die Prothese angepasst bzw. erneuert werden.
Im Supermarkt, in der Drogerie und auch in der Apotheke: Überall werden heute verschiedene Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Jede Menge Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, meistens in Tablettenform oder als Kapseln. Aber brauchen wir diese tatsächlich?
Zuerst einmal ist wichtig zu wissen, dass Nahrungsergänzungsmittel keine Medikamente sind. Sie gelten rechtlich als Lebensmittel. Das heißt, sie sollen die Ernährung ergänzen, keine Krankheiten heilen oder lindern. Wer sich ausgewogen ernährt, braucht üblicherweise keine zusätzlichen Präparate. Es gibt allerdings einige Ausnahmen, bei denen solche sehr wohl Sinn machen, zum Beispiel bei Menschen mit geringem Appetit, Personen mit sehr einseitiger Ernährung oder Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie Diabetes mellitus.
Nahrungsergänzung bei Diabetes mellitus
Bei Personen mit Diabetes mellitus kommt es häufig zu einem Mangel an bestimmten wasserlöslichen Vitaminen. Grund dafür ist der durch den erhöhten Blutzuckerspiegel ausgelöste gesteigerte Harndrang. Besonders davon betroffen sind Vitamin C, das für den Zellschutz wichtige Vitamin E sowie die für Nerven, Blutbildung und Stoffwechsel wichtigen Vitamine B12, B6 und Folsäure. Gezielte Nahrungsergänzung kann hier helfen, allerdings nur nach vorheriger ärztlicher Abklärung.
Vitamin D – vor allem Thema im Herbst und Winter
Auch auf das „Sonnenhormon“ Vitamin D sollten alle, aber besonders Personen mit Diabetes mellitus achten. In unseren Breitengraden ist ein Mangel nicht ungewöhnlich. Wir nehmen Vitamin D nämlich nicht durch die Nahrung auf, sondern stellen es selbst her. Allerdings muss dafür Sonnenlicht auf unsere Haut treffen. In den dunkleren Herbst- und Wintermonaten, in denen man noch dazu häufig weniger Bewegung im Freien macht, kann hier schnell ein Mangel entstehen. Unzureichende Vitamin-D-Versorgung kann den Knochenabbau beschleunigen und das Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche erhöhen. Zudem beeinflusst ein Vitamin-D-Mangel auch den Zuckerhaushalt negativ. Denn Vitamin D unterstützt die Insulinproduktion und trägt dadurch zur Blutzuckerregulation bei. Daher kann sich ein Vitamin-D-Mangel bei Diabetiker:innen auch besonders negativ auswirken.
Gut beraten ist halb gewonnen!
Nahrungsergänzungsmittel können sinnvoll sein, allerdings nur, wenn ein Mangel vorliegt. Lassen Sie daher Ihre Blutwerte regelmäßig kontrollieren und besprechen Sie sich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Wer sich gut beraten lässt, ist auf der sicheren und gesunden Seite unterwegs.