
Tarock – Das königliche Kartenspiel
Was hatten Sigmund Freud, Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms gemeinsam? Richtig! Sie spielten Tarock!
Tarock gehört zu den ältesten tradierten Kartenspielen der Welt. Sein Ursprung liegt im 15. Jahrhundert. Heutzutage kursieren rund 13 lokale Tarockformen in Europa. In der Schweiz pflegt man die lokalen Varianten „Troccas“ und „Troggu“, in Deutschland „Cego“. In Österreich ist das über 200 Jahre zelebrierte Tarock-Königrufen seit 2024 sogar ein von der UNESCO anerkanntes immaterielles Kulturerbe und steht damit in einer Linie mit der Spanischen Hofreitschule oder der Blasmusik.
Doch selbst beim Kulturerbe Königsrufen gibt es regional unterschiedliche Hausregeln und Spielvariationen. Die Grundregeln des Königrufens sind zwar österreichweit einheitlich, bei Spielansagen und Prämien scheiden sich aber die Geister. Dieser Umstand hat offizielle österreichweite Turniere lange Zeit sehr schwierig gemacht.
Lasset die Spiele beginnen!
Begonnen hat Turniertarock schließlich im Jahr 1995 in Oberösterreich mit dem Raiffeisen Tarockcup im Zentrum Helfenberg. Im Jahr 2000 vernetzten sich die österreichweiten Turnierserien, und 2008 war es dann schließlich soweit: Zum ersten Mal wurde ein österreichweites Finale im Königrufen ausgetragen und der „Österreichische Tarockkönig“ gekrönt. 184 Tarockspieler:innen aus ganz Österreich versammelten sich damals im Casino Linz zu einem hochkarätigen Turnier, das einer inoffiziellen Staatsmeisterschaft gleichkam.
Seither findet jedes Jahr im April das Tarock-Österreich-Finale statt. Austragungsort ist traditionell das Casino Linz. Die Teilnahme ist nur über eine erfolgreiche Qualifikation möglich: Wer sich im Laufe der Spielsaison bei einem der sieben offiziellen Tarockcups durchsetzt (Hausruckviertler, Kärntner, Raiffeisen, Sauwald, Steirischer, Tiroler, Wiener Zeitung), darf beim Finale um den Titel „Österreichischer Tarockmeister“ antreten.
Partnersuche leicht gemacht …
Lust zum Tarockieren, aber das Gegenüber fehlt? In diesem Fall kann geholfen werden!
Mit der Tarockapp kann man direkt gegen den Computer spielen. Die App herunterladen, Level und Spielart auswählen, und schon kann man direkt kostenfrei loslegen. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Webseiten, die es möglich machen, entweder gegen den Computer oder auch gegen Menschen zu spielen.
Auf diesen Webseiten und auch jenen der Tarockcups gibt es außerdem oft Foren, in denen man sich mit Gleichgesinnten austauschen und auch jede Menge Tipps zu aktuellen Tarock-Runden in den verschiedenen Regionen erhalten kann. Hier kann man sich übers Internet vernetzen und anschließend von Angesicht zu Angesicht gegen- und miteinander spielen.
Aufgrund seiner Komplexität ist das Tarockieren übrigens auch ein hervorragendes Training fürs Gedächtnis. Aber egal, ob man allein zur Unterhaltung spielt oder gegen andere Personen bei einem Turnier antritt: Im Mittelpunkt steht der Spaß! Und der ist beim Königrufen in jedem Fall garantiert.

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