Radeln mit den Enkelkindern

Energiegeladene Enkelkinder, angenehmes Wetter und Lust auf Bewegung?
Gemeinsames Radfahren macht Spaß und schafft unvergessliche Momente zwischen Großeltern und Kindern. Damit die kleinen Passagier:innen bzw. Radler:innen beim gemeinsamen Abenteuer sicher unterwegs sind, kommt es auf richtige Ausrüstung und achtsame Begleitung an.

Der Kindersitz

Die klassische Variante für den Transport kleiner Kinder ist der Kindersitz. Dieser muss direkt hinter dem Sattel am Fahrrad angebracht werden, die Montage auf der Lenkstange ist nicht erlaubt. Der Sicherheitsgurt muss kindersicher und der Beinschutz höhenverstellbar sein. Zudem sollte es Fixierriemen für die Füße sowie eine Lehne für den Kopf geben.

Radanhänger

Eine auch für den Transport mehrerer Kinder geeignete Alternative ist der Radanhänger. Erlaubt sind einachsige Anhänger mit Feststellbremse, die über ein Gurtsystem verfügen, das die Kinder nicht selbstständig öffnen können. Weiters sind rote Rückstrahler und eine mindestens 1,5 Meter hohe, biegsame Fahnenstange mit leuchtendem Wimpel Pflicht. Beim Kauf sollte man außerdem auf eine witterungsfeste Überdachung achten, damit die Kleinen sowohl vor Regen als auch Sonneneinstrahlung geschützt sind.

Transport- oder Lastenfahrräder

Seit 2013 ist es erlaubt, Kinder mit Fahrrädern mitzunehmen, die über eine Transportkiste verfügen. Das Kind muss darin allerdings einen eigenen Sitzplatz haben, angegurtet sein und darf weder die Räder des Fahrrads noch den Boden berühren können.
Nachdem sich das Fahrgefühl bei Transport- bzw. Lastenfahrrädern vom klassischen Fahrradfahren deutlich unterschiedet, sollte vor der ersten Ausfahrt auf jeden Fall geübt werden.

Früh übt sich …

Bevor es für die Kleinen zum ersten Mal mit dem eigenen Rad auf die Straße bzw. den Radweg geht, muss erst einmal geübt werden. Dafür eignen sich ebene, vom Verkehr abgetrennte Flächen. In größeren Städten gibt es zu diesem Zweck oft spezielle Radübungsplätze und sogar das Angebot kostenloser Radfahrtrainings für Kinder.
Infos zu entsprechendem Angebot in Wien finden Sie auf www.fahrradwien.at/gratis-radfahrtrainings-fuer-kinder.

Auf Augenhöhe unterwegs

Kinder unter zwölf Jahren dürfen nur allein Rad fahren, wenn sie über einen Radfahrausweis verfügen. Ansonsten müssen sie von einer mindestens 16-jährigen Begleitperson beaufsichtigt werden. Um das Kind gut im Auge behalten zu können, sollte diese Aufsichtsperson nie vor dem Kind fahren, sondern dahinter. Außer auf Schienenstraßen ist es auch erlaubt, neben dem Kind zu fahren.

Den Radius mit dem Rad erweitern?

Für Radtouren mit Kindern sollte man auf gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und flaches Gelände achten. Besonders geeignet sind zum Beispiel die Radwege entlang der Donau.
Zahlreiche Tipps für Fahrradrouten mit Kindern finden Sie auf https://wienxtra.at/kinder/blog/radfahren-mit-kindern.

Wer sich gemeinsam mit dem Enkelkind für sichere Radwege in Städten einsetzen möchte, kann auch an einer „Kidical Mass“ teilnehmen. Bei dieser Veranstaltung wird gemeinschaftlich durch die Straßen geradelt, umForderungen, wie kindergerechter Radinfrastruktur oder der Ausweitung der Radspielplätze Nachdruck zu verleihen. (www.kidicalmass.at)

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