
Herbstzeit ist Kürbiszeit
Der Kürbis wird zwar meist als Gemüse bezeichnet, botanisch gesehen ist das allerdings nicht korrekt. Wegen der Kerne, die frei im Fruchtfleisch liegen, gehört er zu den Beerengewächsen, genauer zu den Panzerbeeren. Von den 800 Arten sind rund 200 Sorten essbar.
Ein Allrounder für den gesunden Speiseplan
Mit seinem hohen Wasseranteil von 90 % und durchschnittlich nur 25 Kilokalorien pro 100 Gramm Fruchtfleisch ist der Kürbis ideales Nahrungsmittel für alle, die ihr Gewicht im Blick behalten wollen. Zusätzlich dazu enthalten Kürbisse viele Ballaststoffe. Diese helfen nicht nur, Blutzuckerwerte auszugleichen, sie machen auch lange satt und kurbeln die Verdauung an und sind daher optimale Unterstützung beim gesunden Abnehmen.
Neben Ballaststoffen enthalten Kürbisse auch viele Carotine. Diese sekundären Pflanzenstoffe sind entzündungshemmend, wirken sich positiv auf die Augengesundheit und unser Immunsystem aus und unterstützen bei der Senkung des Risikos von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Dazu kommen noch Vitamin B1, B2, B6 und Vitamin C – was den Kürbis dank seiner Unterstützung bei der Abwehr von Infektionen zum perfekten Bestandteil unseres Speiseplans zu Beginn der Erkältungssaison macht!
Das kleine ABC der Speisekürbisse
Grundsätzlich unterscheidet man Sommer- und Winterkürbisse. Sommerkürbisse haben eine dünnere Schale, die mitgegessen werden kann. Dafür sind sie allerdings auch kürzer haltbar als ihre winterlichen Kollegen. Um Ihnen die Orientierung im reichhaltigen herbstlichen Kürbisangebot zu erleichtern, finden Sie nachfolgend eine Übersicht über die gängigsten Speisekürbisse mit Tipps und Vorschlägen für Gerichte.
- Hokkaido: Der knallorange Klassiker in jedem Supermarktregal ist vielseitig verwendbar: Kürbissuppe, Chutney, Kürbiskuchen – Sie haben die Qual der Wahl. Die Schale kann mitgegessen werden, sie ist sogar reichhaltig an Beta-Carotin und Vitamin A.
- Butternuss: Dieser längliche, milde Kürbis sollte zwar geschält werden, hat dafür aber wenig Kerne. Sein Fruchtfleisch mit buttrig-nussigem Aroma wird beim Garen sogar cremig.
- Besonders geeignet ist er für Aufstriche, Pürees oder auch Kuchen.
- Muskatkürbis: Das Fruchtfleisch des gerippten, dunkelgrün bis bläulichen Kürbisses ist leuchtgelb und hat eine feine Muskatnote. Die Schale ist zwar dünn, sollte aber trotzdem entfernt werden. Muskatkürbisse können bis zu 40 Kilogramm schwer werden, weswegen sie sich sehr gut für Marmelade, Suppe oder Kompott eignen.
- Bischofsmütze: Eigentlich ist dieser Kürbis aufgrund seiner besonderen Form ein Zierkürbis, allerdings ist er einer der wenigen seiner Art, die genießbar sind. Nur die Schale und den oberen Teil der Mütze kann man nicht essen. Deswegen wird er ausgehöhlt und mit einer Suppe oder einem Auflauf gefüllt, um das süßlich-würzige Fruchtfleisch zu ergänzen.
- Pattinson-Kürbis: Dieser kleine Vertreter seiner Art erinnert geschmacklich an Artischocken. Kleinere Exemplare können roh und mit Schale verzehrt werden. Wegen seiner flachen, linsenförmigen Form hat er auch seinen Spitznamen bekommen: Ufo-Kürbis. Zu genießen ist er in Suppen, als Beilage oder im Salat. Das Motto dabei: Je kleiner, desto geschmackvoller!
- Spaghettikürbis: Diese gelb-grün gestreifte, ovale Züchtung aus Japan birgt in ihrem Inneren eine Besonderheit: Wird der Kürbis gegart, zerfällt sein Fruchtfleisch in spaghettiähnliche Fäden. Die Schale wird nicht gegessen, sie dient als Behälter für die Gemüsenudeln, die man mit Kräutern oder auch jeder beliebigen Lieblingssauce verfeinern kann. Auch falsche Kartoffelpuffer kann man aus den Kürbisfäden zubereiten.
Kürbis-Fazit?
Der Kürbis und alles, was er mitbringt, sind eine echte Bereicherung für jeden Speiseplan. Nährstoffreich, gut bekömmlich und einfach in der Zubereitung ist er wie gemacht für die schnelle, gesunde Küche.
Also: Ran an den Kürbis – Sie werden es nicht bereuen!
Schnelle Kürbissuppe
Zutaten für 4 Personen:
- 800 g Kürbis
- 1 Zwiebel
- etwas Butter oder Pflanzenöl
- 600 ml Gemüsesuppe
- 100 ml Cremefine
- Salz, Pfeffer, Muskat, Curry, …
Zubereitung:
Hokkaido in zwei Hälften schneiden und die Kürbiskerne entfernen. Den Kürbis sowie eine Zwiebel in Würfel schneiden und in einem Topf mit etwas Butter kurz anbraten. Mit Gemüsesuppe und Cremefine ablöschen und 15 bis 20 Minuten köcheln lassen. Anschließend pürieren und je nach Geschmack mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Curry oder auch Ingwer verfeinern. Kürbiskerne und Kürbiskernöl sind ein perfektes Topping.
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